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Valneva senkt Prognose und baut Stellen ab

13.05.2026 10:02 Uhr - Autor: Michael Barck  auf twitter

Impfstoff-Produktion bei Valneva, für die 2026 ein wichtiges Jahr wird. Bild und Copyright: Valneva.

Beim Impfstoffspezialisten Valneva SE häufen sich im ersten Quartal 2026 die Belastungen: Der Nettoverlust weitete sich auf 32,1 Millionen Euro nach 9,2 Millionen Euro im Vorjahr aus, das bereinigte EBITDA verschlechterte sich auf minus 18,2 Millionen Euro nach minus 0,6 Millionen Euro. Beim Umsatz verzeichnete Valneva einen Rückgang auf 30,9 Millionen Euro nach 49,2 Millionen Euro – bedingt durch den planmäßigen Auslauf des Drittanbietergeschäfts, Abweichungen im Lieferplan an das US-Verteidigungsministerium sowie den Wechsel des deutschen Vertriebspartners.

Positiv entwickelte sich allein der operative Cash-Burn des Biotechnologie-Unternehmens, der auf 0,3 Millionen Euro nach 8,1 Millionen Euro sank. Die liquiden Mittel lagen zum 31. März 2026 bei 105,3 Millionen Euro nach 109,7 Millionen Euro zum Jahresende 2025 – noch ohne Bruttoerlöse von 37 Millionen Euro aus einer im April erfolgreich platzierten Emission.

„Wir haben unseren operativen Cash-Burn weiterhin deutlich reduziert und erwarten – in Verbindung mit weiteren Kosteneinsparungsmaßnahmen und unserer gestärkten Bilanz nach der im April erfolgreich abgeschlossenen Finanzierung – eine solide Liquiditätslage bis zur möglichen behördlichen Zulassung unseres Impfstoffs gegen die Lyme-Borreliose”, sagt Peter Bühler, Finanzvorstand von Valneva.

Impfstoff gegen Lyme-Borreliose bleibt das zentrale Hoffnungsprodukt

Geopolitisch bedingte Zurückhaltung bei Reiseimpfstoffen veranlasst Valneva zur Senkung der Umsatzprognose für 2026: Die Produktumsatzerwartung wurde von 145 bis 160 Millionen Euro auf 135 bis 150 Millionen Euro zurückgenommen, woraus sich unter Einbeziehung sonstiger Umsätze eine neue Gesamtprognose von 145 bis 160 Millionen Euro ergibt. Parallel leitet das Unternehmen ein weiteres Restrukturierungsprogramm ein, das einen weltweiten Stellenabbau von 10 bis 15 Prozent und eine Senkung der Betriebskosten um 25 bis 35 Prozent gegenüber 2025 vorsieht.



Strategisch bleibt der Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidat LB6V, der in Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelt wird, das zentrale Hoffnungsprodukt. In der abgeschlossenen Phase-3-Studie zeigte der Kandidat bei Personen ab fünf Jahren eine Wirksamkeit von über 70 Prozent, allerdings endete die Studie nicht ohne schlechte Nachrichten, die im März veröffentlicht wurden: So lag die untere Grenze des 95-Prozent-Konfidenzintervalls in der ersten vorab festgelegten Analyse unter dem erforderlichen Schwellenwert von 20. Grund war laut Valneva eine geringere als erwartete Fallzahl an Lyme-Erkrankungen im Studienzeitraum. Pfizer plant dennoch die Einreichung von Zulassungsanträgen bei den Behörden. Daneben läuft in Brasilien eine Pilotimpfkampagne für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ, in die bereits über 30.000 Erwachsene einbezogen wurden.

Die Valneva Aktie notiert bei 2,618 Euro mit 2,03 Prozent im Plus.

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