Börse am Morgen: CTS Eventim, Jungheinrich, Renk, Ölpreise, Konjunkturdaten - Nord/LB Marktbericht
30.03.2026 08:11 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen sind zu Beginn des Jahres 2026 kräftig gestiegen. Es sind Anzeichen für eine Erholung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, auch wenn der Krieg in Nahost das globale Wachstum derzeit bedroht. Wie das nationale Statistikamt mitteilte, stiegen die Gewinne in den ersten beiden Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,2%. Im gesamten vergangenen Jahr hatte das Plus 0,6% betragen. Die Daten umfassen Unternehmen mit einem Jahresumsatz aus ihrem Hauptgeschäft von mindestens 20 Mio. Yuan (2,90 Mio. USD). Zu den Branchen mit dem stärksten Wachstum zählten Hersteller von Computern, Kommunikations- und Elektronikausrüstung mit einem Anstieg von 200%! In der Nichteisenmetallverarbeitung gab es ein Plus von 150%. Die Wirtschaft startete dank eines durch die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) getriebenen Exportbooms, einer anziehenden Industrieproduktion sowie einer Erholung bei Einzelhandelsumsätzen und Investitionen robuster ins Jahr. Allerdings trüben geopolitische Spannungen die Aussichten für den Export. Wochenausblick Renten- und Aktienmärkte Die Ölpreise sind derzeit eine sehr wichtige Orientierungsmarke für die Inflations- und Konjunktursorgen der Investoren. Entsprechend reagierten diese sensibel zum Wochenausklang auf die wieder anziehenden Öl-Preisnotierungen und schickten die Kurse am deutschen Aktienmarkt gen Süden. Unternehmensseitig zog vor allem CTS Eventim die Blicke auf sich. Der Ticketvermarkter und Veranstalter hatte zwar ein starkes Geschäftsjahr gemeldet. Marktteilnehmer sprachen jedoch von einem enttäuschenden Ausblick und der vom Unternehmen avisierten Dividendenkürzung. DAX -1,38%; MDAX -2,16%; TecDAX -2,15% Der Dow Jones ist offiziell in eine Korrektur gerutscht. Der Leitindex fiel am Freitag um 1,7% auf 45.167 Punkte und notierte damit 10% unter seinem Rekordhoch vom 10. Februar. Dow Jones -1,73%; S&P 500 -1,67%; Nasdaq Comp. -2,15%. Unternehmen Der Gabelstabler-Hersteller Jungheinrich hat u.a. wegen der Veräußerung seiner Russland-Tochter im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftige Gewinneinbußen verzeichnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei 2025 auf 228 Mio. EUR gesunken nach 434 Mio. EUR im Jahr zuvor. Das Management begründete den Rückgang mit der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft sowie Aufwendungen für das Transformationsprogramm. Der Umsatz kletterte um 2% auf 5,5 Mrd. EUR, der Auftragseingang legte um 1,4% auf 5,4 Mio. EUR zu. Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Die meiste Aufmerksamkeit unter den Konjunkturindikatoren dürfte in dieser Woche den zentralen US Arbeitsmarktdaten am Freitag gelten, konkret den neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Anzeichen einer weiteren Abschwächung des US-Arbeitsmarktes würden der Fed ausgerechnet in der aktuellen Phase die Arbeit weiter erschweren und die Zinserwartungen nochmals dynamisieren. Zuvor rücken im Wochenverlauf aber die Schnellschätzungen zur Inflation im März in den Fokus, zunächst für Deutschland und anschließend für die Eurozone. Dabei wird man sich nun auf eine Phase höherer Inflationsraten einstellen müssen. Flankiert wird die Woche zudem von zahlreichen Auftritten von Fed Vertretern.
Spekulationen auf einen deutlichen Inflationsanstieg in Folge des Iran-Kriegs treiben die Renditen der deutschen Staatsanleihen weiter in die Höhe. Die Verzinsung der zehnjährigen deutschen Staatsbonds kletterte auf 3,13% nach 3,06% im Schlusskurs vom Vortag. Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren. Zweijährige deutsche Papiere werfen in der Spitze 2,7710% ab nach 2,7130 am Tag zuvor. Angesichts der steigenden Energiepreise, die die Teuerung anheizen dürfte, haben die Märkte zuletzt verstärkt auf Zinserhöhungen der EZB gesetzt. Bundesbankchef Nagel bezeichnete eine Zinserhöhung der EZB im April als eine Option.
Der Getriebehersteller Renk hat einen Großauftrag der Bundeswehr für den neuen Schützenpanzer Puma bekommen. In Q1 seien 188 Getriebe vom Typ HWSL 256 bestellt worden, teilte das Unternehmen mit. 25 weitere Getriebe für das Programm seien bereits im Auftragseingang für Q4 2025 verbucht worden. Die ersten Getriebe sollen im Juni 2027 ausgeliefert werden, die letzten im November 2030.
Die Ölpreise kletterten erneut: Nordseeöl Brent stieg bis zum Ende des Aktienhandels in New York um 5,7% auf 114,21 USD je Fass. Das US-Öl WTI stieg um 6,9% auf 100,90 USD. Durch den Krieg fehlen dem Weltmarkt täglich rund 11 Mio. Barrel Öl.
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