Börse am Morgen: E.On, Nordex, Nvidia, Öl, EZB, Konjunktur - Nord/LB Marktbericht
26.02.2026 08:13 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Das deutsche Staatsdefizit ist im vergangenen Jahr entgegen einer früheren Schätzung doch größer geworden. Die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung überstiegen die Einnahmen um 119,1 Mrd. EUR (erste Schätzung 107 Mrd. EUR), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2024 lag das Finanzierungsdefizit bei 115,3 Mrd. EUR. Die Summe entspricht erneut einem Defizit von 2,7% des Bruttoinlandsproduktes. Der EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt sieht eine Obergrenze von 3% vor. Die Verbraucher bleiben beim Konsum zurückhaltend und neigen zum Sparen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr. Das für März berechnete Konsumklima-Barometer sank um 0,5 Punkte auf minus 24,7 Zähler, wie die GfK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Die nach einem Anstieg im Vormonat von vielen Experten erwartete weitere Besserung blieb damit aus. Der deutschen Baubranche ist nach langer Krise die Trendwende gelungen: 2025 wuchsen Aufträge und Umsatz erstmals seit Jahren wieder. Das inflationsbereinigte Auftragsvolumen im Bauhauptgewerbe lag um 6,8% höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Von 2022 bis 2024 war es noch jeweils gesunken, nachdem höhere Zinsen und Materialkosten viele Bauherren abgeschreckt hatten. Der Jahresumsatz wuchs im vergangenen Jahr real um 2,4%. Tagesausblick Renten- und Aktienmärkte Die neuen Zölle von Trump haben den DAX nur kurzfristig aus dem Tritt gebracht. Der deutsche Leitindex sprang vor den wichtigen Nvidia-Zahlen erneut über die 25.000-Punkte-Hürde. DAX +0,76%; MDAX +0,07%; TecDAX +0,91%; Dow Jones +0,62%; S&P 500 +0,81%; Nasdaq Comp. +1,26%. Unternehmen Der Nachfrageboom nach Windkraft hat Nordex 2025 einen Rekordwert beim Auftragseingang und einen Gewinnsprung beschert. Wie der Windanlagenbauer bekanntgab, schnellte der Überschuss 2025 auf 274 Mio. EUR von 8,8 Mio. EUR im Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte auf 7,6 (Vorjahr: 7,3) Mrd. EUR. Der Auftragseingang erreichte mit 10,2 Gigawatt im Gesamtjahr einen Rekordwert. Nordex profitiert neben der anziehenden Nachfrage auch von schnelleren Genehmigungsverfahren. Der anhaltend hohe Bedarf an Hochleistungsprozessoren für KI hat Nvidia erneut zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Der Umsatz stieg um 73% auf ein Rekordhoch von 68,1 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 1,62 USD je Aktie. Mit der kommenden Prozessorgeneration Vera Rubin werde die führende Marktposition ausgebaut. Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde wird am heutigen Vormittag eine Rede im EU-Parlament vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung halten – voraussichtlich wird es hierbei aber nicht um die Dauer ihrer Amtszeit gehen, wozu sie zuletzt sogar öffentlich Stellung bezogen hat. Außerdem werden heute sowohl Daten zum Industrie wie auch zum Dienstleistungsvertrauen für die Eurozone veröffentlicht, wobei wir in Summe trotz der wieder angestiegenen Unsicherheit in Handelsdingen von einer leichten Belebung der Stimmung ausgehen.
Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben ihrer jüngsten Rally Tribut gezollt und leicht nachgegeben. Konjunkturdaten lieferten dem Markt kaum Impulse. Die mit Spannung erwartete Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation konzentrierte sich v.a. auf die Innenpolitik und brachte kaum neue Erkenntnisse. Auf weitere Hinweise auf die künftige Zollpolitik warten Anleger vergebens.
Der Energiekonzern E.ON fährt seine Investitionen angesichts des steigenden Strombedarfs durch Künstliche Intelligenz und die Energiewende deutlich nach oben. Der größte europäische Betreiber von Energienetzen will von 2026 bis 2030 insgesamt 48 Mrd. EUR ausgeben. Damit stockt E.ON seinen Fünfjahresplan um 5 Mrd. EUR auf. Im vergangenen Geschäftsjahr profitierte E.ON von Zuwächsen beim Betrieb der Stromnetze. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 9% auf 9,8 Mrd. EUR und lag damit am oberen Ende der eigenen Prognose.
Das Ölkartell Opec+ erwägt Insidern zufolge eine Anhebung ihrer Ölförderung um 137.000 Barrel pro Tag für April. Damit würde eine dreimonatige Pause bei der Ausweitung der Produktion enden. Als Gründe gelten die Vorbereitung auf die Nachfragespitze im Sommer und die steigenden Preise infolge der Spannungen zwischen den USA und dem Opec-Mitglied Iran.
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