Börse am Morgen: Stellantis, Tech-Aktien, Kupfer, Eier, Konjunkturdaten - Nord LB Marktbericht
09.02.2026 08:44 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Europäische Union (EU) hat Zölle i. H. v. EUR 93 Mrd. auf US-Importe für weitere sechs Monate ausgesetzt (bis 06. August). Ursprünglich entstand das nun verlängerte Zoll-Maßnahmen-Paket als Antwort und Reaktion der EU auf die Drohungen des US-Präsidenten im Zusammenhang mit dem Liberation Day. Zwischenzeitlich kam es bekanntlich auch zu einem EU-US-Handelsabkommen Ende Juli 2025. Die Frist für die bisher nicht implementierten, aber für ein halbes Jahr „on-hold“ gesetzten Gegenmaßnahmen ,wären offiziell vorgestern abgelaufen. Wochenausblick Unternehmen Der Landmaschinenhersteller Krone leidet unter einem schwachen Nutzfahrzeuggeschäft. In der Landtechnik läuft es im GJ 24/25 hingegen relativ stabil. Dennoch war es ein Jahr mit Herausforderungen. Der Umsatz sackte auf EUR 2,26 Mrd. (minus 7%), der Konzerngewinn brach um 60% auf EUR 31,1 Mio. ein. Laut Krone manifestiert sich ein neuer Trend. Die Märkte werden auch in der Landtechnik volatiler. Investitionsentscheidungen werden immer kurzfristiger gefällt. „Lohnunternehmer & Landwirte reagieren weltweit sensibel auf polit. & wirtschaftl. Unsicherheiten“. Rohstoffe An den weltweiten Milchmärkten keimt Hoffnung auf. Seit dem Herbst 2025 kannten die Milchpreise nur eine Richtung – gen Süden. Jetzt scheint sich ein Boden gebildet zu haben. Auf den letzten drei Auktionen an der globalen Handelsbörse GDT zogen die Preise um insgesamt 15% an (allein letzte Woche um 6,7% - dies korrespondiert mit dem höchsten Anstieg seit 03/21). In Deutschland ist der Eiermarkt derzeit wie leergefegt. Die Nachfrage bleibt hoch. Konsumenten haben Eier schon seit längerem als neue, attraktive Proteinquelle entdeckt. Ein neues Preisallzeithoch von KAT-zertifizierte Ware ist greifbar (Kontrollierte Alternative Tierhaltungsformen). KAT-Eier besitzen eine Printnummer zur Identifikation! Derweil steigert die Ukraine in diesem Umfeld ihre Eierexporte in die EU massiv. Prekär: Die ukrainischen Eier kommen verstärkt aus Käfighaltung (und diese Produktionsform ist in vielen EU-Staaten untersagt). Ein hoher Anteil der ukrainischen Eier landet dann aber nicht als Frühstücksei auf dem Sonntagstisch. Die Ware wandert in die Lebensmittelindustrie und wird dort weiterverarbeitet (bspw. zu Backwaren oder Pasta). Warum? Hersteller müssen bei verarbeitenden Lebensmitteln die Haltungsform häufig nicht ausweisen. Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Die Handelswoche ist datenseitig fast schon überschaubar, wobei die US-Statistikämter aufgrund des neuen, kurzen Shutdowns ihre Veröffentlichungstermine erneut schieben mussten. Bei den Verzögerungen handelt es sich i. d. R. lediglich um ein paar Tage, „blinde Flecken“ dürfte es glücklicherweise nun nicht geben. Wir dürfen also u. a. mit den nachgeholten Einzelhandelsumsätzen und Arbeitsmarktdaten rechnen und auch Inflationsdaten erwarten. Außerdem werden das Vereinigte Königreich und die Eurozone über das BIP für Q4/25 Aufschluss geben. Der Winterschlussverkauf bei den Software und Techwerten bestimmt weiter das Sentiment an den Börsen. Sowohl Schnäppchenjäger als auch Verkäufer tummeln sich auf dem Parkett. Zum Ende der Woche kam Amazon dran und flog aus den Portfolien. Rd. 14% Minus. Der Kurs der Aktie fiel wie ein Stein auf ein Acht-Monats-Tief. Ganz so schlimm wurde es dann final aber nicht. +3,96% Kurserholung am Freitag.
Stellantis schreibt zweistellige Milliardenbeträge ab und kehrt seiner Elektrostrategie den Rücken zu. Der französisch-italienische Konzern ist dabei in guter Gesellschaft. Die schwache Nachfrage nach Elektroautos hatte auch schon bei General Motors und Ford zu ähnlich drastischen Schritten geführt. Allein im zweiten Halbjahr 2025 haben sich aufgrund der Drosselung der Entwicklungspläne für Elektrofahrzeuge Belastungen i. H. v. EUR 19 bis 21 Mrd. bei Stellantis angesammelt. Für einen symbolischen Betrag von USD 100 wird bspw. im Rahmen der Neuausrichtung eine Beteiligung an einer kanadischen Batteriefabrik an LG Energy Solution veräußert. Weiterer bitterer Wermutstropfen für die Aktionäre. Eine Dividende wird in diesem Jahr nicht ausgeschüttet. Die Aktie vollzog eine airbaglose Vollbremsung. Intraday kam es am Freitag zwischenzeitlich zu einem Minus von bis zu 25%.
Die Volatilität bei Rohstoffen hält an. Zum Ende der vergangenen Woche beschleunigte Kupfer seinen Preisverfall. Aufgrund der Fliehkräfte des wieder leicht an Kraft gewonnenen USD sowie steigenden Lagerbeständen (an der LME sind die Bestände so hoch wie zuletzt im Mai 2025) kam es zu dem größten Wochenverlust seit fast 10 Monaten beim Industriemetall.
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