US-Immobilien: Jahresauftakt missglückt - Nord LB
16.01.2026 16:47 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Bekanntermaßen hatte der private Immobiliensektor der USA in 2025 eine maue Phase erlebt, in welcher die Branche mit verschiedenen Herausforderungen zu kämpfen hatte – allem voran einem zu hohen Zinsniveau. Der NAHB-Index für den Januar offenbart mit 37 Punkten über den Jahreswechsel hinaus zunächst keine gesteigerte Aufbruchstimmung – ganz im Gegenteil! Nach mechanistischer Interpretation ist die Expansionsschwelle von 50 Punkten demnach in noch weitere Ferne gerückt. Es bahnen sich allerdings Initiativen an, um dem Markt etwas unter die Arme zu greifen. Ob (und wie schnell) diese für Entlastung sorgen können, das bleibt allerdings noch abzuwarten. Der Blick in die Details offenbart zunächst, wie die Laune auf der Käufer- bzw. Verkäuferseite ausfällt. Der „Prospective Buyers Index“ sinkt mit 23 Punkten noch weiter ab. Auch die Verkäuferseite zeigt sich in den beiden entsprechenden Komponenten eher unfreundlich. Zentral sind hier die „Single Family Sales: Present“, welche die Absicht widerspiegeln die eigene Immobilie zum jetzigen Zeitpunkt zu verkaufen. Mit 41 Punkten sinkt diese Komponente weiter in die Kontraktionszone. Die gleiche Komponente, welche jedoch sechs Monate in die Zukunft schaut, fällt erfahrungsgemäß immer etwas höher aus – so auch bei der Veröffentlichung für den Januar. Mit 49 Punkten befinden sich nun jedoch alle drei Komponenten unterhalb der Expansionsschwelle. Schaut man in die verschiedenen Regionen, so ist im Vergleich zu den vergangenen Monaten kaum ein Unterschied auszumachen. Der Süden sowie der Westen der USA sind im Vergleich der vier großen Regionen mit jeweils 34 Punkten nach wie vor am weitesten abgeschlagen. Der Mittlere Westen steht immerhin etwas besser dar, musste mit 42 Punkten aber ebenfalls „Federn lassen“. Der Nordosten nimmt mit 48 Punkten sogar die Expansionsschwelle ins Visier, dieser Teilmarkt war über das letzte Jahr hinweg in Summe ohnehin etwas dynamischer. Ideen, mit denen der Immobilienmarkt stimuliert werden kann, gibt es scheinbar viele. Die US-Administration spricht jedenfalls nach eigener Aussage von 30-50 zu eruierenden Möglichkeiten, die für Entlastung sorgen könnten. Dazu gehört beispielsweise die bereits im letzten Jahr zirkulierte Idee der 50-jährige Hypothek. Ob eine „portable Hypothek“ auch in dieses Instrumentarium gehören sollte, wird ebenfalls geprüft; dabei soll der Lock-In Effekt abgemildert werden und den Hypothekenschuldnern die Möglichkeit eröffnet werden, bestehende zinsgünstige Konditionen für Neuanschaffungen umzuwidmen. Abschließende Beurteilungen stehen allerdings noch auch aus. Mit perspektivisch sinkenden US-Leitzinsen könnte sich dieses Problem der zu hohen Finanzierungskosten aber im Laufe der Zeit in Wohlgefallen auflösen, wenngleich ein Hypothekenniveau von z.B. 2019 nicht mehr so schnell erreicht werden dürfte. Fazit: Die soeben gemeldeten Daten des NAHB-Bauklimaindex deuten zunächst auf keine gesteigerte Dynamik auf dem US-Immobilienmarkt hin, auch wenn perspektivisch ein freundlicheres Marktumfeld aufkommen könnte. Mit 37 Punkten ist die Headline-Rate nach mechanistischer Interpretation allerdings noch weit von der Expansionsschwelle entfernt. Politische Initiativen werden derzeit sondiert, im Kern soll die Erschwinglichkeitskrise im Immobilienmarkt angegangen werden, wobei nach eigener Aussage der Trump-Administration zwischen 30 und 50 verschiedene Ideen bestehen sollen. Nichtsdestotrotz hätten weitere Zinssenkungen der Federal Reserve wohl einen zentralen Hebel, um dem Immobilienmarkt wieder auf die Sprünge zu helfen. Aus unserer Sicht sollte eine Zinssenkung bis zum Ende dieses Quartal auch noch auf die Agenda der Fed rücken. Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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