Börse am Morgen: K+S, VW, BYD, Geely, Gold, Konjunkturdaten - Nord LB Marktbericht
13.01.2026 08:58 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) schaut mit Sorge auf die anhaltenden hohen dt. Firmenpleiten. Volker Treier (DIHK): „Wir erleben die höchste Zahl an insolvenzbedingten Betriebsaufgaben seit elf Jahren … Monat für Monat sehen wir neue Rekorde bei den Unternehmensinsolvenzen. So ist es auch im Oktober 2025.“ Sektorspezifisch gingen im Bereich Verkehr und Lagerei im Oktober statistisch 12,3 von 10.000 Unternehmen in die Insolvenz. Es folgt das Gastgewerbe (10,5) sowie das Baugewerbe (8,5). Sektorübergreifend liegt der Wert bei 6,1 Insolvenzen je 10.000 Betriebe. Tagesausblick Renten- und Aktienmärkte DAX +0,53%; MDAX +0,26%; TecDAX +1,06%; Dow Jones +0,48%; S&P 500 +0,65%; Nasdaq Comp. +0,82%. Unternehmen Der Wolfsburger Autobauer VW verliert im Reich der Mitte weiter an Boden. Es reicht jetzt beim Absatz nur noch für Platz drei. 2024 mußte man seine Spitzenposition schon an den größten, weltweiten Elektrofahrzeugproduzenten BYD abgeben. In 2025 reicht Volkswagen Platz zwei an dem chin. Konzern Geely weiter. BYD erzielte im Jahr 2025 einen Marktanteil in China von 14,7%, Geely von rd. 11%. Die seit Jahren herrschende Dominanz der Wolfsburger scheint gebrochen. Als Ursache werden das Wachstum bei Elektroautos sowie Preisvorteile genannt. Aufgrund staatl. chin. Subventionen wird fast jeder zweite Neuwagen in China zu einem Neupreis von <=150.000 Yuan (rd. EUR 18.000) verkauft. Tennet steht weiter in einem „konstruktiven Dialog“ mit der Bundesregierung über den Verkauf seiner Deutschlandtochter. Die Verhandlungen dauern schon seit längerem an. Bereits im November hatte die Nachrichtenagentur Reuters über einen geplanten Einstieg des Bundes i. H. v. 25,1% bei Tennet Deutschland berichtet (Summe: rd. EUR 7,6 Mrd). Gestern führte ein neuer Medienbericht (Politico) zu wieder aufflammenden Spekulationen. Laut Tennet sind die Gespräche aber noch nicht beendet. Rohstoffe Die Sorgen über die Unabhängigkeit der größten Notenbank der Welt geben Edelmetallen weiter Rückenwind. Gold steigt zu Wochenbeginn als Safe Haven Asset auf ein neues Rekordhoch (USD 4.629,94 je Feinunze; +1,84%). Silber legte am Montag sogar um 6,2% zu (auf bis zu USD 86,22 je Feinunze Intraday). Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Morgen stehen zunächst die US-Verbraucherpreise für Dezember im Fokus. Nach den erfreulichen Novemberzahlen droht bei den US-Konsumentenpreisen im Dezember ein doch etwas stärkerer Anstieg um 0,4% M/M. Der Blick auf die Details mag dann zwar eine entspanntere Interpretation der Angaben erlauben, die neuen Preisdaten könnten aber – vielleicht auch aus psychologischen Gründen – schon eine Bedeutung für die nächste Zinsentscheidung der Fed haben. Aus Unternehmenssicht erwarten Anleger die ersten Quartalsberichte wie z. B. JPMorgan Chase (Q4) in den USA oder Südzucker (Q3) hier in Deutschland. Die Munich Re veröffentlicht zudem den Naturkatastrophenbericht 2025. Für die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche (und Anleger) ist dieser eine wichtige Entscheidungsgrundlage: Er beeinflusst Risikomodelle, Underwriting-Strategien und Prämienkalkulationen sowie die strategische Allokation von Kapital und Reserven.
Zu Beginn der Woche spürte man an den Finanzmärkten eine Welle von Sell-America-Feeling. 10-Y-US-Treasuries wurden verkauft, im Gleichklang stieg die Rendite mit 10-jähriger Laufzeit auf 4,18%. Auch die Wall Street starte im Minus, konnte sich im Handelsverlauf dann aber in das positive Terrain retten. Beim DAX hingegen schon wieder ein neuer Rekord.
Das kalte Winterwetter führt beim Düngemittel- und Salzkonzern K+S bei seinen Salzbergwerken Bernburg, Borth und Braunschweig-Lüneburg zu 24h-Schichten. Derzeit ist die Nachfrage so hoch, dass sie die vorhandenen logistischen Kapazitäten übersteigen. Die Produktion von Auftausalz läuft auf Hochtouren. Welche Auswirkungen dies auf die Q1-Zahlen haben werde, ist Unternehmensangaben zufolge aber noch nicht prognostizierbar.
Laut Bundesnetzagentur ist die Gasversorgung in Deutschland trotz des derzeitigen Füllstandes von rd. 47% (Stand: 10.01.26) und der kalten Witterung gesichert. Im Vergleich zu 2024 fiel der Konsum im Jahr 2025 nur geringfügig aus (2025 wurden 864 TWh Gas verbraucht; +2,2% ggü. 2024). Die Gasimporte betrugen im Jahr 2025 1.031 TWh. Rd. 10% der Importe erfolgte dabei über LNG-Terminals. 221 TWh wurden exportiert (bsp. an Österreich und Tschechien). Die wichtigsten Lieferländer für Importe waren Norwegen, die Niederlande und Belgien.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Volkswagen (VW) Vz..
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