Bayer: „Das ist einfach nicht akzeptabel”
08.11.2023 13:28 Uhr - Autor: Robin Lohwe auf twitter
Der Bayer-Konzern meldet für die ersten neun Monate 2023 einen Umsatzrückgang von 38,7 Milliarden Euro auf 35,8 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern ist ein Verlust von 1,6 Milliarden Euro angefallen, nachdem das DAX-Mitglied aus Leverkusen 2022 noch 5,6 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern nach neun Monaten verbuchen konnte. Auch unter dem Strich rutscht der Konzern in die Verlustzone: Je Bayer Aktie (WKN: BAY001, ISIN: DE000BAY0017, Chart, News) wird ein Verlust von 4,36 Euro bilanziert nach 3,60 Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum. Für das Minus sind vor allem Sondereffekte in der Sparte CropScience verantwortlich, die sich Bayer-Angaben vom Mittwoch zufolge gegenüber 2022 um 5 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro erhöht haben. Davon fielen allein 4,3 Milliarden Euro im dritten Quartal 2023 an. Beim Free Cashflow ergeben sich ebenfalls Belastungen: Dieser rutscht auf knapp 3 Milliarden Euro ins Minus nach 1,7 Milliarden Euro Plus im Vorjahreszeitraum. „Fast 50 Milliarden Euro Umsatz, aber null Cashflow – das ist einfach nicht akzeptabel”, sagt der neue Bayer-Vorstandsvorsitzende Bill Anderson bei Vorlage der Quartalszahlen. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Auf der Grundlage des aktuellen Stands und unserer Erwartungen für das vierte Quartal bestätigen wir unsere aktualisierte Prognose für 2023, die wir im Juli kommuniziert hatten”, so Anderson. „Wir wissen, dass dies ein starkes viertes Quartal erfordert. Wir konzentrieren uns darauf, genau das zu erreichen – und wir sind zuversichtlich, was unseren Ausblick betrifft”, so der Manager.
Bayer prüft weiter Abspaltungen
Ein Thema bleibt eine mögliche Aufspaltung des Konzerns: „Einige Optionen sind mittlerweile auch vom Tisch. So haben wir beispielsweise die Möglichkeit geprüft, das Unternehmen gleichzeitig in drei Teile aufzuspalten. Diese Option schließen wir aus”, so Anderson.
Möglich seien aber „weiterhin eine Trennung von der Division Consumer Health oder der Division Crop Science”. Hierzu solle es im März des kommenden Jahres weitere Einzelheiten geben.
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