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Marinomed und der EIB-Kredit

06.09.2023 15:16 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  auf twitter

Bild und Copyright: joker1991 / shutterstock.com.

Im ersten Halbjahr 2023 erwirtschaftet Marinomed einen Umsatz von 5,2 Millionen Euro (+7 Prozent). Das ist ein neuer Rekord für die Österreicher. Das EBIT liegt bei -2,9 Millionen Euro (Vorjahr: -2,5 Millionen Euro). Die F&E-Ausgaben sind von 3,3 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro angestiegen.

Einen genauen Ausblick auf das Gesamtjahr gibt Marinomed weiter nicht ab. Dazu ist CFO Pascal Schmidt auch auf der Herbstkonferenz des Equity Forums keine genaue Zahl zu entlocken. Man ist beim Ausblick etwas vorsichtig. Generell ist die Tendenz zur Prophylaxe gegen die Pandemie zurückgegangen. Das verringert derzeit die Dynamik beim Verkauf von Carragelose, in Deutschland als Algovir bekannt. Dieses Nasenspray war zuletzt der Impulsgeber bei Marinomed.

Für das Nasenspray setzt man zeitnah aber auf neue Kundenkreise. Geschafft ist beispielsweise die Marktzulassung in Mexico, der Markteintritt soll Anfang 2024 erfolgen. Damit kann man bis zu 120 Millionen weitere potenzielle Kunden erreichen.

Weitere Ländern stehen auf der Expansionsliste von Marinomed. Dazu zählen die USA. Hier arbeitet man mit einem Partner (Procter & Gamble) an der Marktzulassung, die Einreichung bei der FDA soll noch im laufenden Jahr erfolgen. Auch hier könnte es bei einer positiven Stellungnahme der Behörden 2024 einen Markteintritt geben.

Pro Quartal liegt die Cashburn-Rate von Marinomed bei rund 1 Million Euro. Ende Juni lag der Cashbestand bei 5,4 Millionen Euro (Ende 2022: 8,2 Millionen Euro). Man muss also neue Finanzquellen erschließen, sollte es nicht irgendwann eng in der Kasse werden. Zudem muss man im Herbst 2024 eine erste Kredittranche (insgesamt 15 Millionen Euro) der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 4 Millionen Euro plus Zinsen begleichen.

Kredit der EIB vor Teilrückzahlung
Schmidt macht in Frankfurt deutlich, dass man derzeit mehr Geld in die Forschung und Entwicklung investiere, als man einnehme. Dies erhöhe aber die Chance auf Meilensteinzahlungen und Upfront-Überweisungen. Er setzt zudem auf Carragelose und auf neue Augen- und Allergieprodukte, die bald an den Markt kommen sollen und die Kasse auffüllen dürften. Zugleich wird so das Produktportfolio diversifiziert und gestärkt.



Der Kapitalmarkt könnte bei der Teilrückzahlung des EIB-Kredits auch eine Rolle spielen. Eine Wandelschuldverschreibung ist für den Finanzvorstand dabei durchaus eine Option, die er in Betracht ziehen will. Etwas entspannter wird die Lage dadurch, dass das Land Österreich an Marinomed (WKN: A2N9MM, ISIN: ATMARINOMED6, Chart, News) noch eine Forschungsprämie überweisen muss.

Letztlich ist es aus Sicht von Pascal Schmidt zudem nicht ausgeschlossen, dass die EIB die Rückzahlung aufschiebt. Solche Fälle sind nicht ungewöhnlich, man ist mit der Bank im Gespräch.

Die Analysten von FMR sprechen in einer neuen Studie von einem proaktiven Ansatz des Unternehmens bei der Bewältigung der Marktdynamik nach der Pandemie. Sie bestätigen die Kaufempfehlung für die Aktien von Marinomed. Das Kursziel liegt weiter bei 85,00 Euro. Damit unterstreichen die Analysten zugleich ihr Vertrauen in die Zukunftsperspektiven von Marinomed.

Die Aktien von Marinomed notieren heute bei 41,30 Euro (-3,3 Prozent).

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