Am Morgen: Fraport, Siemens Energy, Clariant und die Inflationim Blickpunkt - Nord LB Kolumne
15.06.2021 08:26 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Trotz der einsetzenden wirtschaftlichen Erholung sieht EZB-Chefin Lagarde die Zeit noch nicht reif für eine Diskussion über ein Ende der Krisen-Anleihenkäufe. „Es ist viel zu früh, um diese Themen zu debattieren”, sagte Lagarde. Die Erholung müsse fest, solide und nachhaltig sein. Sie merkte an, dass die Wirtschaft der Euro-Zone nach den jüngsten ökonomischen Projektionen wahrscheinlich während in Q1/2022 wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Die EZB hatte auf ihrer jüngsten Zinssitzung beschlossen, dass die Anleihenkäufe des Krisen-Programms PEPP auch im nächsten Quartal deutlich umfangreicher ausfallen sollen als zum Jahresstart. Das auf 1,85 Bio. EUR angelegte Programm soll noch mindestens bis Ende März 2022 laufen. Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist im April überraschend deutlich um 0,8% zum Vormonat gewachsen. Im Vorjahresvergleich, wo die Produktion wegen der Corona-Beschränkungen auf Sparflamme lief, lag das Plus bei 39,3%. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet mit einem weiteren Anziehen der Inflation. „In der zweiten Jahreshälfte ist aufgrund eines Basiseffektes wegen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze ein Jahr zuvor sogar mit Raten um die 3% (Mai: +2,5%) zu rechnen”, heißt es im Monatsbericht. „Eine nachhaltige Erhöhung der Teuerungsrate ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, denn aktuell sind keine Anzeichen einer Lohn-Preis-Spirale zu beobachten, die zu dauerhaft hoher Inflation führen kann”, so das Ministerium weiter. Zugleich macht sich im Ministerium Konjunkturoptimismus breit: Für das zu Ende gehende 2. Quartal zeichne sich „eine spürbare Erholung der wirtschaftlichen Aktivität ab. Angesichts des Impffortschritts dürfte die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf verstärkt an Fahrt aufnehmen”, hieß es weiter. Rentenmarkt Aktienmarkt Unternehmen Das Schweizer Spezialchemieunternehmen Clariant schließt sein Desinvestitionsprogramm mit dem Verkauf des Pigment-Geschäfts an ein Konsortium bestehend aus der deutschen Heubach Group und dem Finanzinvestor SK Capital Partners ab. Das Konsortium zahlt bis zu 855 Mio. CHF, wie Clariant mitteilte. Clariant selbst beteiligt sich an der neuen Gesellschaft, die auf einen Umsatz von mehr als 900 Mio. EUR komme, mit 20%. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2022 vollzogen werden. Devisen Öl / Gold Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Die robusten Euro-Konjunkturdaten sorgten dafür, dass die Kurse am Markt für dt. Staatsanleihen den Rückzug antraten. US-Treasuries haben ihre Kursverluste im Tagesverlauf ausgebaut. Die Rendite der 10-jähr. Anleihe stieg auf 1,51% (1,47%).
Nach einem zunächst guten Start in die neue Woche und dem erstmaligen Überwinden der Marke von 15.800 Punkten hat der DAX im Verlauf nachgegeben. Der MDAX hingegen baute die Kursgewinne nach dem Überspringen der 34.000 Punkte-Marke am Freitag weiter aus. Auch für den TecDAX gab es Gewinne. DAX -0,13%, MDAX +0,47%, TecDAX +0,95%. Siemens Energy gewannen an der DAX-Spitze 4,26%. Auch an der Wall Street büßten die Standardtitel leicht ein, während Tech-Werte weiter nach oben kletterten. Dow Jones -0,25%, S&P-500 +0,18%, Nasdaq-Comp. +0,74%. Die japanische Börse verzeichnet aktuell deutliche Kursgewinne. Der Nikkei-225 klettert um 1,02% auf 29.459 Zähler.
Fraport spürt eine beginnende Erholung beim Passagieraufkommen. Im Mai zählte der Flughafen Frankfurt mit 1,25 Millionen Passagieren, 356,9% mehr als im Vorjahresmonat, wo der Flugverkehr wegen der Corona-Einschränkungen fast zum Erliegen gekommen war. Im Mai 2019 allerdings lag die Zahl der Fluggäste um 80% über der dieses Jahres. Kumuliert über die ersten fünf Monate des laufenden Jahres betrug das Passagieraufkommen mehr als 4,7 Mio. Fluggäste, ein Minus von 59,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 bzw. um 82,6% gegenüber 2019. Richtig gut läuft es nach wie vor bei der Luftfracht, wo ein Plus von 27,2% auf 204.233 Tonnen zu Buche stand; gegenüber Mai 2019 immerhin ein Anstieg um 10%.
Die unerwartet starken Industrieproduktions-Daten aus EuroLand haben der Gemeinschaftswährung Auftrieb verliehen.
Die Ölpreise sind auch zum Wochenstart weiter gestiegen und haben dabei von besseren Konjunkturdaten profitiert. Bei Gold ist die befürchtete charttechnische Verschlechterung eingetreten, so dass der Preis deutlich nachgab.
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