Am Morgen: Adidas, Auto1, Julius Bär, Schoeller-Bleckmann und Kryptowährungen im Fokus - Nord LB Kolumne
20.05.2021 08:19 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die derzeitigen Engpässe bei der Versorgung mit Rohstoffen könnten laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung nach der Coronakrise gefährden. "Gerade fehlende Halbleiter können noch länger zu Produktionsausfällen in den unterschiedlichsten Branchen führen," hieß es. Deutliche Erholung beim Pkw-Absatz in der EU im April: Wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilte, sind die PkwNeuzulassungen im vergangenen Monat auf 862.000 Fahrzeuge gestiegen und haben sich damit zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Allerdings ist der Anstieg wegen der Corona-Beschränkungen im vergangenen Jahr nicht aussagekräftig. Verglichen mit dem April 2019 ergibt sich beim Absatz ein Minus von fast 300.000 Pkw. Im bisherigen Jahresverlauf kletterte der Autoabsatz um etwa ein Viertel auf 3,4 Millionen Fahrzeuge. Die deutschen Firmen werden laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter mehr als 27.000 Unternehmen optimistischer für die Konjunkturentwicklung. Sie erwarten 2021 ein Wachstum von 3,0% (Februar-Umfrage: +2,8%). Treiber der Erholung dürften ein wieder anziehender Konsum, weiterhin hohe staatliche Ausgaben und eine deutliche Trendwende bei den Exporten sein, hieß es. Rentenmarkt Aktienmarkt Unternehmen Ein starkes Wachstum der Kundenvermögen, das Ausbleiben von Kreditverlusten und eine verbesserte Kosteneffizienz haben Julius Bär gut in das Jahr starten lassen. In den ersten vier Monaten des Jahres stieg das verwaltete Vermögen um 8% auf 470 Mrd. CHF, wobei das Neugeld-Wachstum annualisiert bei 4% lag. Die um Sonderfaktoren bereinigte Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf rund 60% (H2/2020: 66%). Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) hat zum Jahresauftakt gegenüber dem Vorquartal weiter zulegen können. Gegenüber dem Vorjahreswert, der nach Unternehmensangaben nur wenig vergleichbar ist, gab es jedoch ein deutliches Minus. So lag der Auftragseingang in Q1 nur bei 60,0 (101,2) Mio. EUR, der Umsatz erreichte 59,3 (108,9) Mio. EUR. Der Nettogewinn schrumpfte auf 1,0 (8,6) Mio. EUR. CEO Grohmann sieht nach dem Tiefpunkt der Krise in Q3/2020 eine schrittweise Erholung und zeigte sich zuversichtlich für das Gesamtjahr. Devisen Öl / Gold Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Nach einem schwachen Handelsauftakt hat sich das Blatt am Markt für deutsche Bundesanleihen gewendet. Am Ende zogen die Kurse leicht an. Aussagen aus dem jüngsten Fed-Protokoll schickten die Kurse der US-Staatsanleihen gen Süden. Neben teilweise optimistischen Meinungen zur Konjunktur belasteten auch die Gedanken einiger Mitglieder zu einer zukünftigen Anpassung des Anleihekaufprogramms.
Wieder aufkeimende Inflationsbefürchtungen haben den Kursen am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte zugesetzt. Mit Merck (+1,06%) und Adidas (+0,26%) schafften es nur zwei DAX-Titel ins Plus. DAX -1,77%, MDAX -1,19%, TecDAX -0,93%. Auch an der Wall Street machten sich wieder Inflationssorgen breit. Hinzu kamen Kurseinbrüche bei den Kryptowährungen. Zudem ging aus dem jüngsten Fed-Protokoll hervor, dass einige Mitglieder über eine Anpassung des Wertpapierkaufprogramms nachdenken. Dow Jones -0,48%, S&P-500 -0,29%, Nasdaq-Comp. -0,03%. Der Nikkei-225 verzeichnet akt. Gewinne auf 28.135 (+0,32%).
Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 ist in Q1 gewachsen. Im Vergleich zum 4. Quartal 2020 legten die Erlöse um 15,5% auf 900 Mio. EUR zu. Der bereinigte Betriebsverlust (adj. EBITDA) verringerte sich auf -14 (-22) Mio. EUR. Das Unternehmen bestätigte die Ziele für das Gesamtjahr. Bei Umsätzen zwischen 3,8 und 4,2 Mrd. EUR strebt das Management einen Bruttogewinn von 360 bis 410 Mio. EUR an.
Der Euro hat am Berichtstag etwas nachgegeben. Dabei litt er u.a. unter den deutlich schwächeren Aktienmärkten.
Eine stärkere USA-Währung, rückläufige Aktienmärkte und Fortschritte in den Gesprächen über eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran haben die Ölpreise belastet. Gold konnte nach einem schwächeren Start erneut und damit den fünften Tag in Folge zulegen.
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