Am Morgen: Adidas, Amadeus Fire, Coca-Cola und Unilever im Fokus - Nord LB Kolumne
23.10.2020 08:31 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist laut GfK für November um 1,4 Punkte auf -3,1 Zähler gesunken. Damit reagieren die Bürger auf die deutlich steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen, die Unsicherheit mit sich bringt. Ökonomen hatten einen etwas geringeren Rückgang prognostiziert. Rund drei Viertel der Verbraucher gehen aktuell davon aus, dass Covid-19 eine große oder gar sehr große Bedrohung darstellt, teilte die GfK mit. „Die Furcht steigt vor einem weiteren Lockdown, sollte das Infektionsgeschehen in den kommenden Wintermonaten außer Kontrolle geraten”, sagte GfK-Experte Bürkl. In der vergangenen Woche haben 787.000 Amerikaner einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, das waren 55.000 weniger als in der Vorwoche. Ökonomen hatten mit einer höheren Antragszahl gerechnet. Rentenmarkt Aktienmarkt Die anhaltende Hoffnung auf ein neues Konjunkturpaket, gute US-Wirtschaftsdaten und positive Unternehmensberichte haben den Anlegern an der Wall Street Mut gemacht. Dow Jones +0,54%, S&P 500 +0,52%, Nasdaq-Comp. +0,19%. Coca-Cola-Aktien stiegen um 1,38% und profitierten dabei von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen. Nikkei-225 zum Wochenausklang höher bei 23.564 (+0,38%). Unternehmen Der Konsumgüterkonzern Unilever ist in Q3 stärker als erwartet gewachsen. Die Erlöse kletterten auf vergleichbarer Basis um 4,4% (Volumenwachstum +3,9%, Preisanpassungen +0,5%) auf 12,9 Mrd. EUR, wie Unilever mitteilte. Unilever profitierte u.a. von einem gestiegenen Bedarf nach Hand- und Haushaltshygiene und einer erhöhten Lebensmittelnachfrage. Der Schweizer Bauchemiekonzern Sika musste in den ersten neun Monaten einen Umsatzrückgang von 3,4% auf 5,805 Mrd. CHF hinnehmen. Dagegen konnte das EBITDA auf 1,072 (1,040) Mrd. EUR gesteigert werden. Der Gewinn nach Steuern lag mit 561,5 (566,8) Mio. EUR nur marginal unter Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwartet Sika bei leicht tieferem Umsatz in CHF ein EBIT im Bereich des Vorjahres, was einer überproportionalen EBITSteigerung im zweiten Halbjahr entspricht. Coca-Cola konnte in Q3 v.a. von der Wiedereröffnung von Kinos, Theatern und Restaurants profitieren. Die Netto-Umsätze schrumpften dennoch um 9% auf 8,7 Mrd. US-$, organisch betrug das Minus 6%. Der Nettogewinn sank allerdings um 33% auf 1,74 Mrd. US-$. Eine Prognose für das Gesamtjahr gibt es beim weltgrößten Getränkekonzern nach wie vor nicht. Devisen Öl / Gold Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Die Kurse der deutschen Staatsanleihen sind trotz anhaltender Unsicherheit in der Corona-Pandemie gesunken. Am Nachmittag belasteten zusätzlich robuste US-Konjunkturdaten. Nach einem freundlicheren Start haben US-Staatsanleihen im Handelsverlauf nachgegeben. Die Annäherung im Streit um ein neues Konjunkturpaket ließ die Anleger risikofreudiger werden und in Aktien umschichten.
Die Investoren am deutschen Aktienmarkt wagten sich angesichts der Unsicherheiten rund um die Corona-Neuinfektionen nicht aus der Deckung. Die Indizes schlossen uneinheitlich. DAX -0,12%, MDAX +0,09%, TecDAX -0,33%. Spekulationen über den Verkauf der Tochter Reebok sorgten bei der Adidas-Aktie für ein Kursplus von 2,77%.
Der Personaldienstleister Amadeus Fire hat nur dank einer Übernahme die Erlöse in den ersten neun Monaten um 16,6% auf 202,3 Mio. EUR steigern können. Das operative Ergebnis (EBITA) hingegen litt unter dem massiven Nachfrageeinbruch infolge der Corona-Pandemie und brach um 34,4% auf 20,8 Mio. EUR ein. Im Gesamtjahr will das Unternehmen das EBITA des Vorjahres annähernd erreichen.
Nach vier Tagen mit steigenden Notierungen hat der Euro am Donnerstag den Rückwärtsgang eingelegt. Neben den weiter deutlich steigenden Corona-Neuinfektionszahlen in Europa belasteten auch überraschend positive US-Konjunkturdaten.
Die Ölpreise haben im Gefolge erfreulicher US-Wirtschaftsdaten zu einer kleinen Erholung angesetzt. Ein nachhaltiger Aufschwung ist vor dem Hintergrund der weltweit wirtschaftlichen Unsicherheit jedoch nicht zu erwarten. Gold hat sich eine Verschnaufpause gegönnt und dabei die runde Marke von 1.900 US-$ je Feinunze „angekratzt“. U.a. belastete der wieder stärkere US-$.
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