TUI Aktie: Kommt die Wende nach dem Absturz?
01.03.2019 10:51 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Gelingt der TUI Aktie nach dem starken Kursverfall der vergangenen Monate zumindest eine kurzfristige Trendwende? Der Blick auf den Chart der Reise-Aktie zeigt immerhin bereits eine Stabilisierung in den vergangenen Tagen. TUIs Aktienkurs pendelte nach dem Absturz auf 9,074 Euro zuletzt seitwärts und kam bei einem ersten Rebreakversuch am Widerstand um 9,90/10,16 Euro nicht weiter voran. Die Tradingspanne der vergangenen Tage zeigt somit drei entscheidende charttechnische Marken: Neben dem genannten Widerstandsbereich zeigen sich zwischen 9,07/9,16 Euro und 9,30/9,37 Euro Unterstützungsmarken. In der technischen Analyse der TUI Aktie zeigen sich also Chancen auf eine Bodenbildung. Voraussetzung hierfür wäre aber, dass die Zone oberhalb von 9,07 Euro nun intakt bleibt. Gelingt dies, wäre ein zweiter Test der Widerstandszone um 9,90/10,16 Euro eine Frage der Zeit. Nachdem der erste Versuch ziemlich schnell bei 9,978 Euro abgeblasen wurde, wäre ein stabiles Kaufsignal an dieser Marke dann ein wichtiges charttechnisches Signal für die TUI Aktie. In diesem Szenario wäre zumindest der kurzfristige Trend mit einer vollendeten Wendeformation nach oben gedreht. Um 10,86/11,04 Euro wären in einem solchen charttechnischen Setup die nächsten Hindernisse zu finden. Dieser Bericht könnte Sie auch interessierenTUI: Brexit und weitere Probleme belasten Ergebnis
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/2019 hat TUI einen Umsatzanstieg um 4,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro verbucht. Operativ meldet das Unternehmen auf EBITA-Basis einen Quartalsverlust von 83,6 Millionen Euro nach 36,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. „Die Zahl der Gäste konnte um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gesteigert werden”, meldet der Reisekonzern am Dienstag.
Das schwächer ausgefallene Ergebnis begründet die Gesellschaft unter anderem mit dem Wetter in Europa im vergangenen Jahr sowie den Währungskursentwicklungen als Folge des Brexit. „Darüber hinaus erzeugen starke Buchungen für die Türkei und Nordafrika Überkapazität in anderen Destinationen wie den Kanarischen Inseln, verbunden mit niedrigeren Margen für das Veranstaltergeschäft”, so TUI. Den jüngst gesenkten Ergebnisausblick bestätigt TUI: Man rechnet auf EBITA-Basis nun nur noch mit einem konstanten Ergebnis, zuvor peilte man ein Plus von 10 Prozent an.
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