Sartorius setzt positive Umsatz- und Margenentwicklung in starken ersten neun Monaten fort
22.10.2026, 07:00:06 Uhr - Autor: EQS
EQS-News: SARTORIUS Aktiengesellschaft
/ Schlagwort(e): 9-Monatszahlen
22.10.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
2419798 22.10.2026 CET/CEST
Sartorius setzt positive Umsatz- und Margenentwicklung in starken ersten neun Monaten fort (News mit Zusatzmaterial)
22.10.2026 / 07:00 CET/CEST
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Sartorius setzt positive Umsatz- und Margenentwicklung in starken ersten neun Monaten fort
Geschäftsentwicklung des Konzerns1
Die berichteten Geschäftszahlen der ersten neun Monate wurden weiterhin durch einen nicht operativen Effekt beeinflusst: Im dritten Quartal erhielt das Unternehmen weitere Rückzahlungen für bereits gezahlte Zölle, die der U.S. Supreme Court für unzulässig erklärt hatte. Da Sartorius seine Kunden für die gezahlten Zollzuschläge kompensiert, werden die entsprechenden Beträge als Minderung von Umsatzkosten und Umsatzerlösen erfasst. Einschließlich der Auswirkungen der Kundenkompensationen für Zölle, die sich nach den ersten neun Monaten auf etwa 31 Millionen Euro belaufen, wuchs der Umsatz wechselkursbereinigt um 6,9 Prozent (nominal: 4,9 Prozent).
Zur positiven Geschäftsentwicklung trugen alle Regionen bei: Die Region EMEA2 steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wechselkursbereinigt um 6,4 Prozent auf 1.155 Millionen Euro. Die Region Amerika, die weiter von den Kundenkompensationen im Zusammenhang mit den US?Zollrückzahlungen betroffen war, erzielte einen Umsatz von 938 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung des Kompensationseffekts lag das wechselkursbereinigte Wachstum bei 8,4 Prozent; einschließlich dieses Effekts bei 4,9 Prozent. Die Region Asien/Pazifik wuchs wechselkursbereinigt deutlich um 11 Prozent auf 644 Millionen Euro, wobei China positiv zur regionalen Geschäftsentwicklung beitrug.
Der Ertrag des Konzerns gemessen am operativen EBITDA verbesserte sich in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent auf 828 Millionen Euro. Die entsprechende Marge erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent (VJ: 29,7 Prozent). Positive Volumen- und Skaleneffekte konnten Produktmixeffekte sowie Investitionen in Wachstumsinitiativen dabei mehr als kompensieren. In der Nettobetrachtung glichen sich die Zollzuschläge und die entsprechenden Kundenkompensationen aus, sodass sie die Profitabilität nicht beeinflussten.
Das maßgebliche Periodenergebnis erhöhte sich um 6,7 Prozent auf 260 Millionen Euro (VJ: 244 Millionen Euro). Der bereinigte Gewinn je Stammaktie lag bei 3,76 Euro (VJ: 3,52 Euro), der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie bei 3,77 Euro (VJ: 3,53 Euro).
Die Zahl der Mitarbeitenden des Sartorius-Konzerns erhöhte sich in den ersten neun Monaten in allen Regionen vor allem aufgrund der Einstellung zusätzlicher Beschäftigter in der Fertigung. Am 30. September 2026 beschäftigte das Unternehmen 14.273 Personen (31. Dezember 2025: 14.042).
Zentrale Bilanz- und Finanzkennzahlen
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit stieg in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 9,9 Prozent auf 562 Millionen Euro (VJ: 511 Millionen Euro). Wesentliche Treiber waren die positive Ertragsentwicklung und die erhaltenen Zollrückzahlungen. Die Investitionen in die weltweite Forschungs- und Produktionsinfrastruktur betrugen in den ersten neun Monaten des Jahres 262 Millionen Euro (VJ: 305 Millionen Euro). Die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote lag damit bei 9,6 Prozent (VJ: 11,7 Prozent). Aufgrund der positiven Entwicklung des operativen Cashflows und des geringeren Investitionsvolumens stieg der Free Cashflow überproportional um 55,2 Prozent auf 310 Millionen Euro (VJ: 200 Millionen Euro).
Geschäftsentwicklung der Sparte Bioprocess Solutions
Das operative EBITDA der Sparte stieg um 7,1 Prozent auf 714 Millionen Euro. Die entsprechende Marge erhöhte sich auf 32,3 Prozent (VJ: 31,5 Prozent). Positive Volumen? und Skaleneffekte konnten dämpfende Produktmixeffekte dabei mehr als kompensieren. In der Nettobetrachtung glichen sich die Zollzuschläge und die entsprechenden Kundenkompensationen aus, sodass sie die Profitabilität nicht beeinflussten.
Die Sparte Bioprocess Solutions führte in zwei strategischen Bereichen mehrere neue Produkte ein. Ein Single-Use-Bioreaktor-Beutel mit optimiertem Sparger für einen besseren Sauerstofftransfer ermöglicht eine weitere Prozessintensivierung im Upstream-Bereich. Auf diese Weise wird die Einführung von Single?Use-Prozessen in der kommerziellen Produktion unterstützt, da Kunden auch mit geringeren Bioreaktorvolumina hier größere Mengen produzieren können. Im Bereich der fortschrittlichen Therapien erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um gebrauchsfertige Cytokine in geschlossenen sterilen Beuteln und um ein neues Zellkultur-Medium ohne tierische Komponenten.
Geschäftsentwicklung der Sparte Lab Products & Services
Das operative EBITDA der Sparte stieg um 5,6 Prozent und betrug 114 Millionen Euro, nach 108 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Trotz der anhaltenden Investitionen in Wachstumsinitiativen erreichte die entsprechende Marge, gestützt durch positive Volumen- und Skaleneffekte, das Vorjahresniveau von 21,7 Prozent. In der Nettobetrachtung glichen sich die Zollzuschläge und die entsprechenden Kundenkompensationen aus, sodass sie die Profitabilität nicht beeinflussten.
Die Sparte Lab Products & Services setzte die Ausweitung ihres Bioanalytik-Angebots fort und stärkt damit ihre Position in zunehmend KI-gestützten Workflows in der Wirkstoffforschung. Dazu zählt die Weiterentwicklung der etablierten Incucyte-Plattform zur Analyse lebender Zellen mit einem KI?gestützten Software-Modul. Es hilft Forschenden dabei, die Qualität von Stammzellen automatisch zu überwachen und ermöglicht eine markierungsfreie Analyse sowie schnellere Ergebnisse. Darüber hinaus führte die Sparte einen neuen Biosensor für die Octet-Plattform ein. Damit können Wissenschaftler hohe Antikörperspiegel mit gleichzeitig geringerem Aufwand bei der Probenaufbereitung messen und schnellere Entscheidungen in Bioprozess-Workflows treffen.
Prognose für das Gesamtjahr 2026 bestätigt und teilweise präzisiert
Der Vorstand geht weiterhin von einem operativen wechselkursbereinigten Wachstum vor Zolleffekten um den Mittelpunkt der jeweiligen Prognosebandbreiten von 5 bis 9 Prozent für den Sartorius-Konzern und von 6 bis 10 Prozent für Bioprocess Solutions aus. Das Wachstum der Sparte Lab Products & Services wird nun rund um das obere Ende der Bandbreite von 4 bis 6 Prozent erwartet (zuvor: obere Hälfte). Diese Bandbreiten enthalten einen Wachstumsbeitrag aus der MATTEK-Akquisition von rund 0,3 Prozentpunkten auf Konzernebene sowie von rund 1,5 Prozentpunkten in der Sparte Lab Products & Services.
Einschließlich der Auswirkungen veränderter zollbezogener Rahmenbedingungen und der beabsichtigten Kundenkompensation für unrechtmäßig erhobene US-Zölle, die den Konzernumsatz um bis zu 40 Millionen Euro gegenüber den ursprünglichen Annahmen reduzieren könnten, wird für den Konzern ein wechselkursbereinigtes Wachstum in der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite erwartet. Die Erwartung für die Sparte Bioprocess Solutions liegt ebenfalls in der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite, während Lab Products & Services das obere Ende erreichen dürfte.
Mit Blick auf die Profitabilität geht die Unternehmensleitung weiterhin davon aus, dass die operative EBITDA-Marge des Konzerns auf etwas über 30 Prozent und die der Sparte Bioprocess Solutions auf etwas über 32 Prozent steigen wird. Die Marge der Sparte Lab Products & Services dürfte leicht über 21 Prozent liegen (zuvor: leicht unter 21 Prozent).
Die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote wird bei etwa 12 Prozent erwartet und damit etwas unterhalb des zuvor prognostizierten Vorjahresniveaus von 12,5 Prozent. Der dynamische Verschuldungsgrad soll sich auf etwas über 3 reduzieren (VJ: 3,55).
Alle prognostizierten Zahlen sind, wie in den vergangenen Jahren auch, auf Basis konstanter Währungsrelationen angegeben. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass die Dynamiken und Volatilitäten in der Branche in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind. Zudem spielen Unsicherheiten aufgrund der veränderten geopolitischen Lage und damit zusammenhängender Zollmaßnahmen eine wichtige Rolle. Daraus ergibt sich grundsätzlich eine weiterhin hohe Unsicherheit bei der Prognose von Geschäftszahlen.
Neue Vorstandsverantwortlichkeiten und Segmentberichterstattung ab 2027
In diesem Zusammenhang passt das Unternehmen auch die externe Finanzberichterstattung an, um sie enger mit der Unternehmensstruktur zu verknüpfen und die Berichtskomplexität zu reduzieren. Mit Wirkung zum 1. Januar 2027 werden die aktuellen Sparten Bioprocess Solutions und Lab Products & Services durch die Segmente Bioprocessing Solutions und Research Solutions ersetzt. Bioprocessing Solutions, das Technologien für die biopharmazeutische Herstellung anbietet, entspricht damit exakt Sartorius Stedim Biotech. Research Solutions wird sich auf innovative Laborinstrumente und Verbrauchsmaterialien für Forschungs- und Qualitätssicherungslabore konzentrieren und das Konzerngeschäft außerhalb von Sartorius Stedim Biotech umfassen.
1 Sartorius veröffentlicht alternative Leistungskennzahlen, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind. Diese werden mit dem Ziel ermittelt, eine bessere Vergleichbarkeit der Geschäftsleistung im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen.
2 EMEA = Europa, Mittlerer Osten, Afrika
Erläuterung der Geschäftsergebnisse für Investoren
Zur Registrierung: https://sar.to/9M_2026_IR_Call
Nächste Termine
23. Februar 2027 - Geschäftszahlen des Jahres 2026 und Geschäftsbericht 2026
15. April 2027 - Jahreshauptversammlung
22. April 2027 - Ergebnisse des 1. Quartals Januar bis März 2027
22. Juli 2027 - Halbjahresbericht Januar bis Juni 2027
21. Oktober 2027 - Ergebnisse der ersten neun Monate Januar bis September 2027
Kennzahlen zu den ersten neun Monaten 2026
Konzern
Bioprocess Solutions
Lab Products & Services
in Mio. Euro , sofern nicht anderweitig angegeben
9 Mon.
20269 Mon.
2025? in %
? in % wb1
9 Mon.
20269 Mon.
2025? in %
? in % wb1
9 Mon.
20269 Mon.
2025? in %
? in % wb1
Umsatz
Umsatz
2.737,2
2.610,5
4,9
8,12 | 6,9
2.213,1
2.115,3
4,6
8,12 | 6,8
524,2
495,2
5,9
8,32 | 7,5
1.155,2
1.084,1
6,6
6,4
948,9
886,6
7,0
6,9
206,3
197,5
4,5
4,2
937,9
924,8
1,4
8,42 | 4,9
767,5
762,7
0,6
7,82 | 4,2
170,4
162,1
5,1
10,82 | 8,3
644,1
601,6
7,1
11,0
496,6
466,0
6,6
10,8
147,5
135,6
8,7
11,6
Ergebnis
Underlying EBITDA4
827,8
774,2
6,9
714,1
666,5
7,1
113,6
107,7
5,6
Underlying EBITDA-Marge4 in %
30,2
29,7
32,3
31,5
21,7
21,7
Maßgebliches
Periodenergebnis5259,8
243,6
6,7
Periodenergebnis6
188,3
124,7
51,0
Cashflow
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
561,6
511,0
9,9
Free Cashflow7
310,0
199,7
55,2
Finanzdaten je Aktie
Ergebnis
je Stammaktie5 in Euro 3,76
3,52
6,7
Ergebnis
je Vorzugsaktie5 in Euro 3,77
3,53
6,6
Bilanz | Finanzen
30. Sept. 2026
31. Dez. 2025
Bilanzsumme
9.672,4
9.717,2
Eigenkapital
4.144,3
3.867,2
Eigenkapitalquote8 in %
42,8
39,8
Nettoverschuldung
3.679,9
3.741,1
Nettoverschuldung zu underlying EBITDA9
3,33
3,55
1 Wechselkursbereinigt: Bei der Darstellung von wechselkursbereinigten Zahlen werden für die jeweils verglichenen Perioden identische Wechselkurse verwendet
2 Operatives Umsatzwachstum vor Kundenkompensationen für Zollzuschläge
3 Nach Sitz des Kunden
4 Um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation
5 Periodenergebnis nach Anteilen Dritter, bereinigt um Sondereffekte und Amortisation sowie basierend auf dem normalisierten Finanzergebnis und der normalisierten Steuerquote
6 Nach Anteilen Dritter
7 Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit
8 Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme
9 Quotient aus Nettoverschuldung und operativem EBITDA der vergangenen zwölf Monate inklusive des Pro-forma-Beitrags von Akquisitionen für diese Periode
Keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
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Sven Köpsel
Head of Corporate Communications & IR
+49 151 16852626
sven.koepsel@sartorius.com
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37079 Göttingen
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