HHLA wächst in schwierigem Marktumfeld
26.03.2026, 07:30:14 Uhr - Autor: EQS
EQS-News: Hamburger Hafen und Logistik AG
/ Schlagwort(e): Jahresbericht
Veröffentlichung Geschäftsjahreszahlen 2025 HHLA wächst in schwierigem Marktumfeld Hamburg, 26. März 2026 | Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 trotz konjunktureller Belastungen, geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten in der US-Handelspolitik eine positive Geschäftsentwicklung. Der Konzern-Umsatz stieg um 9,9 Prozent auf 1.756,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.598,3 Mio. Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 19,5 Prozent auf 160,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 134,3 Mio. Euro). Stark belastet durch steuerliche Einmaleffekte belief sich der Konzern-Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter auf 9,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 32,5 Mio. Euro). Der konzernweite Containerumschlag stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 6.295 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 5.970 Tsd. TEU). Das Transportvolumen im Segment Intermodal erhöhte sich um 10,9 Prozent auf 1.982 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.787 Tsd. TEU). Jeroen Eijsink, HHLA-Vorstandsvorsitzender: "Auch in einem herausfordernden Marktumfeld konnten wir 2025 ein operatives Wachstum erzielen. 2026 werden wir konsequent daran arbeiten, diese Entwicklung fortzusetzen. Dabei setzen wir auf Zuverlässigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit und bieten unseren Kunden ein integriertes Leistungsangebot - von den Seehafenterminals bis tief ins europäische Hinterland. Durch die fortschreitende Automatisierung unserer Anlagen steigern wir die Effizienz und stärken zugleich nachhaltige Prozesse, um die Leistungsfähigkeit der HHLA weiter zu erhöhen." Teilkonzern Hafenlogistik: Geschäftsentwicklung 2025 Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen die Umsatzerlöse um 10,1 Prozent auf 1.718,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.561,7 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahresvergleich um 22,8 Prozent auf 144,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 117,8 Mio. Euro). Die operative Geschäftsentwicklung 2025 war insgesamt von einer positiven Mengenentwicklung im Umschlag und im Transport gekennzeichnet, die sich trotz Abschwächung im zweiten Halbjahr durch zunehmende weltwirtschaftliche Unsicherheiten und anhaltende Lieferkettenstörungen bei zugleich weitreichenden Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Anlagen im laufenden Betrieb insgesamt stabil entwickelte. Demgegenüber ist der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter stark durch steuerliche Einmaleffekte - im Wesentlichen Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern - belastet und beläuft sich auf 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,0 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je A-Aktie von 0,02 Euro (im Vorjahr: 0,32 Euro). Die Umsatzerlöse lagen mit 797,0 Mio. Euro um 12,0 Prozent über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 711,3 Mio. Euro) und entwickelten sich damit stärker als die Transportmenge. Gründe hierfür waren u.a. erforderliche Preisanpassungen sowie der weitere Anstieg des Bahnanteils am Gesamtaufkommen der Intermodaltransporte der HHLA von 86,5 Prozent auf 86,7 Prozent. Teilkonzern Immobilien: Geschäftsentwicklung 2025 Während die Umsatzerlöse im Teilkonzern Immobilien mit 46,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau lagen (im Vorjahr: 46,1 Mio. Euro), sank das Betriebsergebnis (EBIT) um 4,4 Prozent auf 15,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 16,1 Mio. Euro). Grund hierfür waren hohe Einmalaufwendungen für nicht-operative Leistungen im dritten Quartal, die trotz gestiegener Mieterlöse und geringerer Instandhaltungskosten nicht vollständig kompensiert werden konnten. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 8,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,5 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je S-Aktie von 3,20 Euro (im Vorjahr: 3,52 Euro). Vorschlag eines Dividendenverzichts Unter Berücksichtigung des stark durch steuerliche Effekte belasteten Jahresüberschusses nach Anteilen anderer Gesellschafter werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 weder für die börsennotierte A-Aktie noch für die nicht-börsennotierte S-Aktie eine Dividende auszuschütten. Ausblick: Geschäftsentwicklung 2026 Für das aktuelle Geschäftsjahr wird im Teilkonzern Hafenlogistik für den Containerumschlag mit einem deutlichen Anstieg und für den Containertransport mit einem starken Anstieg gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Für die Umsatzerlöse wird von einem starken Anstieg im Vergleich zum Jahr 2025 ausgegangen. Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 160 bis 180 Mio. Euro angestrebt. Für den Teilkonzern Immobilien wird mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet, während für das EBIT vor allem aufgrund von Projektentwicklungen von einem deutlichen Rückgang ausgegangen wird. Auf Konzernebene wird ein starker Umsatzanstieg und ein Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 175 Mio. Euro bis 195 Mio. Euro erwartet. Für 2026 wird von Investitionen auf der Konzernebene in einer Bandbreite von 430 bis 480 Mio. Euro ausgegangen. Davon entfallen 400 bis 450 Mio. Euro auf den Teilkonzern Hafenlogistik. Wesentliche Kennzahlen 10-12 | 2025
26.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
2297790 26.03.2026 CET/CEST
HHLA wächst in schwierigem Marktumfeld
26.03.2026 / 07:30 CET/CEST
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Im Segment Container stieg der Containerumschlag an den Seehafenterminals der HHLA im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 6.295 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 5.970 Tsd. TEU). An den Hamburger Containerterminals konnte der Umschlag um 4,8 Prozent auf 5.956 Tsd. TEU zulegen (im Vorjahr: 5.686 Tsd. TEU). Während die Mengen der Überseeverkehre mit dem Fahrtgebiet Nordamerika stark zurückgingen, nahmen die Umschlagmengen der Fahrtgebiete Fernost - insbesondere China - sowie Südamerika, Afrika, Australien und Mittlerer Osten zu. Deutlich erhöhte Ladungsmengen wurden zudem im Verkehr mit anderen europäischen Hochseehäfen erzielt, vor allem aus dem Vereinigten Königreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. Ursache hierfür sind weiterhin bestehende Routenverlagerungen infolge des militärischen Konflikts im Roten Meer.
Die Mengen der Zubringerverkehre (Feeder) legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu. Neben den stark gestiegenen finnischen Verkehren verzeichnete der Containerumschlag mit Polen sowie anderen deutschen Häfen einen starken Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich hingegen die Ladungsmengen aus Estland, Lettland und dem Vereinigten Königreich. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,6 Prozent (im Vorjahr: 19,4 Prozent).
Die internationalen Containerterminals verzeichneten währenddessen einen starken Anstieg des Umschlagvolumens von 19,2 Prozent auf 339 Tsd. TEU (im Vorjahr: 284 Tsd. TEU). Dies ist neben geplanten Mengenzuwächsen bei HHLA PLT Italy auf die seit dem dritten Quartal 2024 erfolgte, eingeschränkte Wiederaufnahme des wasserseitigen Umschlags am Container Terminal Odessa (CTO) zurückzuführen. Im Jahr 2024 war der Betrieb im ersten Halbjahr vollständig ausgesetzt. Die wasserseitigen Umschlagvolumen am Multifunktionsterminal HHLA TK Estonia nahmen hingegen geringfügig ab.
Die Umsatzerlöse des Segments stiegen im Geschäftsjahr deutlich um 9,0 Prozent auf 843,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 773,3 Mio. Euro). Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen die höhere Umschlagmenge sowie die vorteilhaften Verschiebungen im Modalsplit. Darüber hinaus leisteten die internationalen Containerterminals einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 6,4 Prozent auf 73,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 78,7 Mio. Euro). Belastend wirkten insbesondere der tarifbedingt gestiegene Personalaufwand sowie der zusätzliche Einsatz von Personal infolge der positiven Mengenentwicklung und der höheren Auslastung. Die EBIT-Marge lag mit 8,7 Prozent um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (im Vorjahr: 10,2 Prozent).
Im Segment Intermodal stieg der Containertransport insgesamt um 10,9 Prozent auf 1.982 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.787 Tsd. TEU). Die Bahntransporte nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent auf 1.719 Tsd. TEU zu (im Vorjahr: 1.545 Tsd. TEU). Zum starken Mengenanstieg trugen insbesondere die Verkehre mit den norddeutschen Seehäfen sowie die Verkehre im deutschsprachigen Raum bei. Zudem waren im Vorjahr die Transportmengen der Roland Spedition erst ab Juni enthalten. Die Straßentransporte verzeichneten einen deutlichen Anstieg um 8,7 Prozent auf 263 Tsd. TEU (im Vorjahr: 242 Tsd. TEU). Insbesondere die Erholung der Transporte im Raum Hamburg trug zu dieser Entwicklung bei.
Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Mitteilungszeitraum auf 103,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 83,7 Mio. Euro) und stieg somit um 23,9 Prozent. Die EBIT-Marge stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 13,0 Prozent (im Vorjahr: 11,8 Prozent). Ursächlich für die starke EBIT-Entwicklung war im Wesentlichen der Anstieg der Transportmenge. Belastend wirkten dagegen weiterhin operative Probleme durch Baustellen auf wesentlichen Transportstrecken und die hohe Auslastung in den norddeutschen Seehäfen.
Wesentliche Kennzahlen 2025HHLA-Konzern
in Mio. Euro
2025
2024
Veränderung
Umsatzerlöse
1.756,2
1.598,3
9,9 %
EBITDA
336,6
309,0
8,9 %
EBITDA-Marge in %
19,2
19,3
- 0,1 PP
EBIT
160,5
134,3
19,5 %
EBIT-Marge in %
9,1
8,4
0,7 PP
Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter
9,8
32,5
- 70,0 %
ROCE in %
5,9
5,4
0,5 PP
Teilkonzern Hafenlogistik 1,2
in Mio. Euro
2025
2024
Veränderung
Umsatzerlöse
1.718,8
1.561,7
10,1 %
EBITDA
311,0
283,4
9,7 %
EBITDA-Marge in %
18,1
18,1
0,0 PP
EBIT
144,7
117,8
22,8 %
EBIT-Marge in %
8,4
7,5
0,9 PP
Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter
1,1
23,0
- 95,1 %
Ergebnis je Aktie in Euro 3
0,02
0,32
- 95,1 %
1 Vor Konsolidierung zwischen den Teilkonzernen
2 A-Aktien, börsennotiert
3 Unverwässert und verwässert
Segment Container
in Mio. Euro
2025
2024
Veränderung
Umsatzerlöse
843,2
773,3
9,0 %
EBITDA
167,8
167,8
- 0,0 %
EBITDA-Marge in %
19,9
21,7
- 1,8 PP
EBIT
73,6
78,7
- 6,4 %
EBIT-Marge in %
8,7
10,2
- 1,5 PP
Containerumschlag in Tsd. TEU
6.295
5.970
5,4 %
Segment Intermodal
in Mio. Euro
2025
2024
Veränderung
Umsatzerlöse
797,0
711,3
12,0 %
EBITDA
151,5
135,0
12,3 %
EBITDA-Marge in %
19,0
19,0
0,0 PP
EBIT
103,7
83,7
23,9 %
EBIT-Marge in %
13,0
11,8
1,2 PP
Containertransport in Tsd. TEU
1.982
1.787
10,9 %
HHLA-Konzern
in Mio. Euro
10-12 | 2025
10-12 | 2024
Veränderung
Umsatzerlöse
424,8
415,3
2,3 %
EBITDA
89,9
88,5
1,6 %
EBITDA-Marge in %
21,2
21,3
- 0,1 PP
EBIT
43,3
41,1
5,5 %
EBIT-Marge in %
10,2
9,9
0,3 PP
Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter
- 25,2
9,4
neg.
Teilkonzern Hafenlogistik 1,2
in Mio. Euro
10-12 | 2025
10-12 | 2024
Veränderung
Umsatzerlöse
415,3
405,8
2,4 %
EBITDA
81,5
81,4
0,0 %
EBITDA-Marge in %
19,6
20,1
- 0,5 PP
EBIT
37,3
36,3
2,9 %
EBIT-Marge in %
9,0
8,9
0,1 PP
Ergebnis nach Steuern und nach Anteilen anderer Gesellschafter
- 28,5
6,7
neg.
Ergebnis je Aktie in Euro 3
- 0,39
0,10
neg.
1 Vor Konsolidierung zwischen den Teilkonzernen
2 A-Aktien, börsennotiert
3 Unverwässert und verwässert
Segment Container
in Mio. Euro
10-12 | 2025
10-12 | 2024
Veränderung
Umsatzerlöse
201,4
195,3
3,1 %
EBITDA
38,7
50,2
- 22,8 %
EBITDA-Marge in %
19,2
25,7
- 6,5 PP
EBIT
13,3
27,7
- 52,1 %
EBIT-Marge in %
6,6
14,2
- 7,6 PP
Containerumschlag in Tsd. TEU
1.497
1.474
1,6 %
Segment Intermodal
in Mio. Euro
10-12 | 2025
10-12 | 2024
Veränderung
Umsatzerlöse
192,9
189,4
1,8 %
EBITDA
39,3
34,0
15,6 %
EBITDA-Marge in %
20,4
17,9
2,5 PP
EBIT
27,4
20,9
31,0 %
EBIT-Marge in %
14,2
11,1
3,1 PP
Containertransport in Tsd. TEU
481
466
3,2 %
Ute Neumann, Investor Relations; Tel. +49 (0)176 30883613, E-Mail: neumann-u@hhla.de
Karolin Hamann, Pressesprecherin; Tel. +49 (0)175 3410528, E-Mail: hamann-k@hhla.de
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