A.H.T. Schließt Forschungsproject BiDroGen-Projekt erfolgreich ab: Wirtschaftliche Potenziale für grünen Wasserstoff - Fokussierung auf bewährte Systeme
17.02.2026, 09:17:03 Uhr - Autor: EQS
EQS-News: A.H.T Syngas Technology N.V.
/ Schlagwort(e): Produkteinführung/Markteinführung
17.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
2276912 17.02.2026 CET/CEST
A.H.T. Schließt Forschungsproject BiDroGen-Projekt erfolgreich ab: Wirtschaftliche Potenziale für grünen Wasserstoff - Fokussierung auf bewährte Systeme
17.02.2026 / 09:17 CET/CEST
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Grüner Wasserstoff jenseits der Elektrolyse
Treibhausgasneutraler Wasserstoff gilt als Schlüsselenergieträger für die Defossilierung von Industrie, Mobilität und chemischer Wertschöpfung. Während die öffentliche Diskussion stark auf Wasserelektrolyse fokussiert ist, eröffnet die Nutzung biogener Reststoffe - wie beispielsweise Holzreste aus Industrie - einen komplementären, europaweit anerkannten Pfad zur Herstellung von fortschrittlichem, erneuerbarem Wasserstoff. Diese Einsatzstoffe sind nachhaltig verfügbar, konkurrenzieren keine Nahrungsmittelproduktion und ermöglichen dezentrale Anlagenkonzepte mit hoher regionaler Wertschöpfung.
Der Wasserstoffbedarf in Deutschland soll bis 2050 je nach Szenario auf 360 bis 500 TWh jährlich steigen. Nordrhein-Westfalen wird dabei voraussichtlich rund 35% des deutschen Gesamtbedarfs abbilden. Neben der chemischen Industrie als größtem Einzelabnehmer gilt insbesondere der Verkehrssektor als bedeutender Wachstumstreiber. Für den Straßentransport wird ein Anteil zwischen 16 und 21% am gesamten Wasserstoffbedarf prognostiziert.
Techno-ökonomische Analysen zeigen, dass AHT bei Skalierung Produktionskosten zwischen 4,40 und 7,98 Euro pro Kilogramm Wasserstoff erreichen kann. Damit positioniert sich das Verfahren unterhalb elektrolysebasierten erneuerbaren Wasserstoffs mit typischen Kosten von 8,87 bis 9,22 Euro pro Kilogramm. Gleichzeitig bietet biogener Wasserstoff das Potenzial einer negativen Emissionsintensität. Durch die Anrechnung im Rahmen der deutschen Treibhausgasminderungsquote mit erwarteten Marktpreisen von 80 bis 130 Euro pro Tonne CO? sowie durch Potenziale im freiwilligen Markt für CO?-Entnahmezertifikate mit teilweise bis zu 300 Euro pro Tonne CO? ergeben sich zusätzliche Erlösoptionen. Der Markt für dauerhafte CO?-Entnahmen wird bis 2030 auf bis zu 60 Millionen Tonnen CO? Nachfrage jährlich geschätzt.
Vor diesem Hintergrund zielte das Projekt darauf ab, eine containerisierte, skalierbare Prozesskette zu entwickeln, die Restholz effizient in hochreinen, brennstoffzellenfähigen Wasserstoff überführt. Im Fokus standen dabei robuste Vergasungsprozesse, eine maximierte Wasserstoffausbeute sowie wirtschaftlich tragfähige Konzepte zur Gasaufbereitung und -trennung. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.
Neue Shift-Stufe im Containerbetrieb nachgewiesen
Im Projekt konnte insbesondere die Aufbereitung von Holz-Synthesegas über eine neu entwickelte Wassergas-Shift-Technologie erfolgreich demonstriert werden. Die Shift-Stufe wurde gezielt auf die Anforderungen von Holzgas ausgelegt, in ein Container-System integriert und im realen Betrieb validiert. Damit steht AHT ein zentraler, skalierbarer Prozessbaustein zur Verfügung, der die Wasserstoffausbeute signifikant erhöht und künftig auch in weiteren Anlagenkonzepten eingesetzt werden kann.
Klarer Erkenntnisgewinn bei der H?-Separation - gezielter Optimierungspfad definiert
Gleichzeitig lieferten die Ergebnisse wertvolle Erkenntnisse zu Design- und Betriebsparametern sowie klare Optimierungspfade. Darüber hinaus zeigen sich Potenziale für Anwendungen mit besonders hohen Anforderungen an die Wasserstoffreinheit.
Fokus auf Sauerstoffvergasung und bewährten Systemen
Auf Basis der techno-ökonomischen Analysen richtet AHT die Weiterentwicklung nun gezielt auf Sauerstoffvergasung mit nachgeschalteter Shift-Stufe und klassischer Wasserstoffabscheidung aus. Durch den Wegfall des Stickstoffanteils wird die Gastrennung deutlich vereinfacht und die Wirtschaftlichkeit verbessert. Für diesen Ansatz hat AHT bereits ein Patent erhalten. Parallel arbeitet das Unternehmen daran, die Einsatzstoffflexibilität der Vergasungstechnologie weiter zu erhöhen, um zusätzliche biogene Reststoffströme zu erschließen.
Ausblick:
Mit dem Abschluss von BiDroGen verfügt AHT über belastbare Engineering-Daten, und eine klare technologische Roadmap. Die identifizierten, skalierbaren Prozessketten sollen nun gezielt in Richtung Demonstration und Kommerzialisierung weiterentwickelt werden. Das Projekt bestätigt damit die strategische Positionierung von AHT als Technologieanbieter für nachhaltige, dezentrale Wasserstofflösungen auf Basis biogener Reststoffe.
Über A.H.T. Syngas Technology N.V.
A.H.T. Syngas Technology N.V. ist ein in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse (Segment Basic Board) einbezogenes Unternehmen, das klimaförderliche dezentrale Biomassekraftwerke plant und errichtet. Zugrunde liegt das sogenannte Doppelfeuerverfahren zur Synthesegasherstellung, das eine hocheffiziente Energieerzeugung ermöglicht. Mit seinen innovativen und nachhaltigen Lösungen trägt AHT zur Gestaltung der globalen Energiewende und der Verringerung von Treibhausgasemissionen bei.
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