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Commerzbank: Ifo-Geschäftsklima trübt sich deutlich ein

26.01.2016 09:12 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar gegenüber dem Vormonat von 108,6 auf 107,3 Punkte zurückgegangen. Im verarbeitenden Gewerbe war der Rückgang besonders groß, dagegen verbesserte sich das Klima im Großhandel. Bei den Geschäftserwartungen scheinen die schwächere Export-nachfrage aus den Schwellenländern und die Turbulenzen an den Finanzmärkten angekommen zu sein. Hier sank der Wert gegenüber dem Vormonat um 2,2 Punkte. Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass der private Konsum die Exportschwäche ausgleichen kann. Für die deutsche Wirtschaft bedeutet das insgesamt ein geringeres Wachstum des Bruttoinlandsprodukts als 2015.

Zinsen und Anleihen
USA: Case-Shiller-Hauspreisindex (Nov.), 15:00 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen (Jan.), 16:00 Uhr

Wie erwartet hinterlässt die Abkühlung in den Schwellenländern – und vor allem in China – Spuren in den deutschen Stimmungsindikatoren. Nachdem der ZEW-Index und die Einkaufmanagerindizes Rückgänge verzeichneten, meldete gestern auch das Ifo-Institut einen Rückgang seines Geschäftsklimaindex. Während die Lageeinschätzung der Unternehmen sich nur wenig eintrübte, wurden vor allem die Erwartungen von den Befragten nach unten korrigiert (vgl. „Im Blickpunkt“). Auch der belgische Geschäftsklimaindex schwächte sich im Januar gegenüber dem Vormonat leicht ab. Die Wirtschaft Belgiens ist in ähnlicher Weise wie die deutsche vom Export abhängig, daher gilt auch der belgische Geschäftsklimaindex als guter Indikator für die europäische Exportwirtschaft. Allerdings befindet sich der Indikator seit Anfang 2015 in einem Aufwärtstrend und liegt aktuell leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Innerhalb der Europäischen Zentralbank dürften die Konjunkturindikatoren derzeit die Position derer stärken, die sich für eine noch expansivere Geldpolitik aussprechen. EZB-Präsident, Mario Draghi, verteidigte gestern in einer Rede die Geldpolitik der Notenbank: „Immer wieder sind die Kritiker unserer Entscheidungen widerlegt worden“. Die Risikoneigung der Anleger befand sich – nach dem Stimmungsaufschwung am Freitag – gestern wieder im Krebsgang, wovon der Rentenmarkt und insbesondere die Kurse von US-Staatsanleihen profitierten. Der Ölpreis gab wieder nach und notierte unter 30 US-Dollar je Barrel. Die Kurse portugiesischer Staatsanleihen reagierten negativ auf den Ausgang der Präsidentschaftswahlen. Der konservative Marcelo Rebelo de Sousa wird vermutlich ein politisches Gegengewicht zur sozialistischen Minderheitsregierung unter Ministerpräsident António Costa schaffen.

Aktien
Siemens, Ergebnis Q1
Philips, Ergebnis Q4
Apple, Ergebnis Q1
Johnson&Johnson, Ergebnis Q4
Procter&Gamble, Ergebnis Q2
3M/AT&T/DuPont, Ergebnis Q4

Nur zwei Tage konnte sich die durch die EZB ausgelöste positive Stimmung an den europäischen Aktienmärkten halten, jetzt sorgten vor allem die erneut gesunkenen Ölpreise sowie ein enttäuschender Ifo-Geschäftsklimaindex wieder für Kursverluste. Tagesverlierer im Dax30 waren erneut die Aktien der Deutschen Bank (-5,5%), die seit der Verkündung eines Rekordverlusts am vergangenen Donnerstag unter Druck stehen. Sehr schwach präsentierten sich im deutschen Handel auch die Automobilwerte. Im MDax profitierten die Titel von Wincor Nixdorf (+1,9%) von guten Quartalsdaten und einer Anhebung der Jahresprognose. Im EUROSTOXX 50 war der Banksektor (-3,5%) mit Abstand die schwächste Branche. Die größten Kursabschläge erlitt dabei das italienische Kreditinstitut Unicredit (-6,4%). Doch auch die spanischen Banken zeigten sich wegen der anhaltenden Sorgen um die wirtschaftliche und politische Lage des Landes deutlich belastet (Banco Santander -4,1%, Banco Bilbao -3,2%). Angesichts der wieder sinkenden Ölpreise schwächelten erneut die Energietitel (-1,7%). An der Wall Street sorgte der Stimmungsumschwung für noch klarere Kursverluste. Schwächster Einzeltitel war hier Caterpillar (-5%) nach der Abstufung durch ein Analysehaus. Sehr schwach entwickelten sich die rohstoffabhängigen Branchen Energie (-4,5%) und Grundstoffe (-3,3%), während sich der Telekommunikationssektor (-0,3%) vergleichsweise stabil präsentierte. Auch an den asiatischen Märkten sorgt der erneute Ölpreisverfall für deutlich fallende Kurse. Mit diesen schwachen Vorgaben werden die europäischen Börsen schwach eröffnen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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