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National-Bank: Endphase in den Verhandlungen über das dritte Stützungspaket für Griechenland?

10.08.2015 08:20 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Bild und Copyright: telesniuk / shutterstock.com.

Der US-Arbeitsmarkbericht blieb hinsichtlich der neu geschaffenen Stellen außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors zwar leicht hinter den Erwartungen zurück. Doch alles in allem setzte sich die Aufwärtsbewegung auf dem US-Arbeitsmarkt fort. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen mit 0,2% im Monatsvergleich erneut nur wenig an. Dafür stieg die durchschnittliche Wochenarbeitszeit um 0,1 Stunden. Dieser Arbeitsmarktbericht dürfte die Fed wieder einen Schritt näher in Richtung Leitzinswende im laufenden Jahr gebracht haben. Offen ist jedoch weiterhin das Timing: September oder Dezember? Daher dürften die Ansprachen der US-Notenbanker, von denen es auch heute einige gibt, in den Mittelpunkt des Interesses der Marktteilnehmer rücken. Es werden Untersuchungen der Aussagen der Notenbanker nach Hinweisen auf den Zeitpunkt der Leitzinswende erfolgen. Wahrscheinlich werden sich alle Notenbanker jedoch weiterhin sehr bedeckt halten, was Aussagen zum Timing betrifft. Vielmehr wird es vermutlich nur die grundsätzliche Bestätigung geben, dass die Leitzinswende im laufenden Jahr erfolgen soll. Neben der Spekulation über den künftigen geldpolitischen Kurs wird es heute vor allem um Griechenland gehen. Nach Aussagen von der griechischen Administration soll die Einigung auf die Inhalte für das dritte Stützungsprogramm mit den Verhandlungsführern der Geldgeber kurz bevorstehen. Als Termin für die finale Fassung werden Montagnacht oder Dienstagmorgen genannt. Aus den Entwicklungen der Vergangenheit ist jedoch bekannt, dass die griechische Seite dazu neigt, viel zu positiv zu berichten. Allerdings scheint man auch auf Seiten der Geldgeber vergleichsweise optimistisch zu sein, so dass es wohl tatsächlich möglich sein könnte, das dritte Stützungspaket ratifiziert zu haben, bevor die Tilgung der von der EZB gehaltenen griechischen Staatsanleihen fällig ist oder zumindest zeitgleich. das würde bedeuten, man könne auf eine weitere Brückenfinanzierung verzichten. Allerdings gibt es dazu skeptische Stimmen. Das deutsche Finanzministerium verlangt weitere Klarheit über die Vereinbarungen und ist weiterhin skeptisch hinsichtlich einer rechtzeitigen Einigung. Richtig problematisch könnte es für die Geldgeber werden, wenn ein Land aus der Beteiligung ausscheren will. Der finnische Außenminister soll sich am Wochenende in diese Richtung geäußert haben. Das würde dann sicher Nachahmer nach sich ziehen. Das nächste Stützungspaket für Griechenland ist also noch längst nicht in trockenen Tüchern.

Schlechte Nachrichten gab es am Wochenende aus China. Der Außenhandel im Juli ist eingebrochen. Zugleich beschleunigte sich der Preisrückgang bei den Erzeugerpreisen. Das schürt die Sorge um die chinesische Konjunktur. Zugleich sorgt das aber auch für Hoffnung, nämlich auf eine zusätzliche geldpolitische Lockerung und / oder ein weiteres Konjunkturprogramm.

Der Bund Future dürfte mit geringen Kursverlusten in den Tag starten und sich dann zwischen 153,70 und 155,20 bewegen. Die US-Leitzinswendespekulationen, das dritte Stützungspaket für Griechenland sowie die Sorge vor einer erheblichen Abkühlung der chinesischen Konjunktur dürften die kursbewegenden Faktoren sein. Die französischen und deutschen Geldmarktemissionen werden sehr gut aufgenommen werden. Die Rendite der 10jährigen US-Treasuries sollte sich zwischen 2,13 und 2,32% bewegen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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