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National-Bank: EZB erkennt griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheiten an

05.02.2015 09:49 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Die positiven Nachrichten von der Konjunkturdatenfront, die Markit Einkaufsmanagerindizes deuten auf einen guten Start der Wirtschaft in das Jahr 2015 hin, die US-Daten fielen vielversprechend aus, wurden zum einen von der Maßnahme der chinesischen Notenbank, den Zinssatz auf Reserven zu senken sowie dem Ende der Anerkennung von griechischen Staatsanleihen als Repo-Sicherheiten ab 11.2. überschattet. In China wird erneut ein Versuch unternommen, der Wirtschaft durch einen geldpolitischen Impuls mehr Dynamik zu geben, zumal derzeit kaum Inflationsrisiken zu erkennen sind. Den niedrigen Rohstoff- und vor allem Energiepreisen sei Dank. Die Maßnahme der EZB kam überraschend. Sie dürfte ein Ergebnis der gestrigen Gespräche mit griechischen Regierungsvertretern gewesen sein, denn die Sonderregelung für die Anerkennung von griechischen Staatsanleihen als Sicherheiten war an die Bedingung gebunden, dass das Land von seinen Partnern unterstützt und die Einhaltung der Bedingungen für die Unterstützung regelmäßig beurteilt wird. Da sich mehr und mehr abzeichnet, dass es bis zum Auslaufen des aktuellen Stützungsprogramms Ende Februar keine Nachfolgeregelung geben wird, ist das Handeln der EZB folgerichtig. Die Refinanzierung des griechischen Bankensektors ist jedoch noch nicht gefährdet, da die griechische Notenbank mit Genehmigung der EZB die Liquidität der Banken via ELA (Emergency Liquidity Assistance) sicherstellen kann. Allerdings kann die EZB diese Genehmigung mit der entsprechenden Mehrheit im Direktorium wieder zurückziehen. Dadurch wurde der Druck auf die griechische Regierung noch einmal erhöht, endlich ein Gesamtkonzept vorzustellen, wie sie sich die Zukunft vorstellt. Dass sich die europäischen Partner bis Mai gedulden werden, wie es erneut gefordert wurde, ist unwahrscheinlich. Der Besuch des griechischen Finanzministers bei seinem deutschen Pendant heute dürfte insbesondere in Griechenland für Ernüchterung sorgen. In dem gestern bekannt gewordenen Beitrag Deutschlands für den Gipfel am 12.2. zu Griechenland wurde die Position der Bundesregierung eindeutig dargestellt. Man pocht auf das Einhalten der Vereinbarungen. Genau diese Botschaft wird der griechische Finanzminister heute mitnehmen. Außerdem wird er erneut daraufhin gewiesen, ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen. Ansonsten wird es sowieso kein Entgegenkommen geben.

Neben Griechenland sollten die Konjunkturdaten etwas Beachtung finden. Allerdings werden die Marktakteure insbesondere auf den morgigen US-Arbeitsmarktbericht warten.

Der Bund Future sollte freundlich in den Handelstag starten. Die Emissionen von Spanien und Frankreich werden sich wieder einmal problemlos platzieren lassen. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund Future zwischen 158,40 und 159,60 notieren. Die Rendite der 10jährigen US-Treasuries sollte zwischen 1,70 und 1,85% liegen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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