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BioNTech hebt Umsatzprognose an – Quartalsgewinn trotz rückläufiger Impfstofferlöse

03.11.2026 14:09 Uhr - Autor: 4investors.de Newsredaktion  auf twitter

Bild und Copyright: BioNTech.

BioNTech hat nach dem dritten Quartal 2026 seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen erwartet nun Erlöse zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro, nachdem die bisherige Prognose bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro gelegen hatte. Damit steigt die Untergrenze um 100 Millionen Euro. Die Planungen für die bereinigten Forschungs- und Entwicklungskosten von 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro sowie für die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten von 700 bis 800 Millionen Euro bleiben unverändert. Ende September verfügte BioNTech über liquide Mittel und Wertpapieranlagen von insgesamt 16,16 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal 2026 ging der Umsatz von 1,519 auf 1,289 Milliarden Euro zurück. Grund war vor allem die geringere Nachfrage nach COVID-19-Impfstoffen. Dennoch erzielte BioNTech einen Nettogewinn von 184,5 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal ein Verlust von 28,7 Millionen Euro angefallen war. Das verwässerte Ergebnis je BioNTech Aktie verbesserte sich entsprechend von minus 0,12 auf plus 0,73 Euro. Bereinigt sank der Quartalsgewinn allerdings von 752,5 auf 440,9 Millionen Euro. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen von 564,8 auf 748,1 Millionen Euro, unter anderem aufgrund höherer Ausgaben für fortgeschrittene Krebsmedikamentenprogramme und Wertminderungen.

Für die ersten neun Monate ergibt sich ein Umsatzrückgang von 1,963 auf 1,513 Milliarden Euro. Der Nettoverlust von BioNTech erhöhte sich von 831,1 Millionen Euro auf 1,168 Milliarden Euro.

BioNTech treibt Krebsmedikamente voran
Bei der Entwicklung neuer Krebsmedikamente meldet BioNTech diverse klinische Fortschritte. Für den bispezifischen Antikörper Pumitamig wurden erste globale Daten aus einer Kombination mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Elfetabart Drozuntecan bei Lungenkrebs vorgelegt. Zudem wurde eine globale Phase-3-Studie zur Kombination von Pumitamig mit dem Gilead-Medikament Sacituzumab Govitecan bei dreifach negativem Brustkrebs vorangetrieben, deren Durchführung noch unter regulatorischem Vorbehalt steht. Für den Wirkstoff Gotistobart präsentierte BioNTech Daten, denen zufolge sich das mediane Gesamtüberleben bei vorbehandeltem nicht-kleinzelligem Plattenepithel-Lungenkrebs gegenüber einer Chemotherapie nahezu verdoppelte. Die Ergebnisse betreffen klinische Entwicklungsprogramme und bedeuten noch keine Marktzulassung.

Eine Änderung gibt es zudem bei der Zusammenarbeit mit Roche und Genentech zur Entwicklung einer mRNA-basierten Krebstherapie. BioNTech hat eine vertraglich vereinbarte Option ausgeübt, nach der die künftigen Forschungs- und Entwicklungskosten des Programms ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich von Roche beziehungsweise Genentech getragen werden. Im Gegenzug kann BioNTech bei erfolgreicher Entwicklung und Vermarktung Lizenzgebühren erhalten. Die laufende klinische Studie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs soll unverändert fortgesetzt werden. Daneben läuft das im Mai 2026 gestartete Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde US-Dollar. Bis Ende September hatte BioNTech rund 5,04 Millionen Aktienhinterlegungsscheine für insgesamt 463,3 Millionen Dollar zurückgekauft.

Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: BioNTech.

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