Mutares prüft Efacec-Verkauf für 2027 und veräußert Logistiktochter Stuart
02.11.2026 10:09 Uhr - Autor: 4investors.de Newsredaktion auf twitter
Mutares treibt den Umbau seines Beteiligungsportfolios mit einem Verkauf und den Vorbereitungen für einen möglichen größeren Exit voran. Die Münchener Beteiligungsgesellschaft prüft für ihren portugiesischen Elektrotechnikspezialisten Efacec strategische Verkaufsoptionen mit Blick auf das Jahr 2027. Gleichzeitig hat Mutares den Verkauf des Logistikunternehmens Stuart an Quiver abgeschlossen. Während für die Stuart-Transaktion keine finanziellen Einzelheiten genannt wurden, verweist Mutares bei Efacec auf einen Auftragsbestand von inzwischen mehr als einer Milliarde Euro und deutlich verbesserte Geschäftszahlen. Efacec erzielte in den ersten neun Monaten 2026 einen Umsatz von 229 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von 34 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 320 und 335 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 45 bis 55 Millionen Euro. Gegenüber 2025 würde dies einem Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent und einem EBITDA-Anstieg von mehr als 55 Prozent entsprechen. Der Auftragseingang bei Efacec erreichte laut Mutares bis Ende September 334 Millionen Euro, was einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5 entspricht. Der Auftragsbestand übersteigt damit das Vierfache des Jahresumsatzes 2025. Das im November 2023 übernommene Unternehmen produziert unter anderem Transformatoren, Mittelspannungsschaltanlagen und Technik zur Netzautomatisierung. Mutares hat das Geschäft seit der Übernahme auf Kernprodukte konzentriert, Kosten reduziert und die Lieferantenbeziehungen neu geordnet. Gleichzeitig werden die Produktionskapazitäten auf rund das Doppelte erweitert. Die Nachfrage kommt vor allem aus Europa, während Nordamerika als Absatzmarkt an Bedeutung gewinnt. Efacec profitiert dabei insbesondere von Investitionen in Stromnetze, erneuerbare Energien und die Elektrifizierung industrieller Anwendungen. Mittelfristig strebt Efacec einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro und ein EBITDA von über 100 Millionen Euro an. Die Ziele stehen unter dem Vorbehalt der weiteren Markt- und Geschäftsentwicklung. Für Mutares ist das Unternehmen damit ein wichtiget Verkaufskandidat; Man prüfe strategische Exit-Optionen mit Blick auf 2027, so die Münchener am Montag. Mutares schließt Verkauf von Stuart ab Während der Zugehörigkeit zu Mutares hat Stuart nach Angaben der Gesellschaft seinen Kundenstamm verbreitert, in die eigene Technologie investiert und die operativen Abläufe verändert. Nach Unternehmensangaben konnten dadurch die Kosten je Auftrag gesenkt werden. Mit dem Verkauf reduziert Mutares sein Engagement im Retail-Segment weiter. Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Mutares. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Bereits abgeschlossen ist dagegen die in der vergangenen Woche angekündigte Veräußerung von Stuart, das Mutares ebenfalls 2023 übernommen hatte. Die französische Gesellschaft betreibt eine Plattform für urbane Lieferdienste und die sogenannte letzte Meile. Neben Frankreich ist Stuart in Großbritannien und Polen tätig und unterhält ein Technologiezentrum in Spanien. Das Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 50 Millionen Euro. Käufer ist Quiver, Angaben zum Verkaufspreis oder zu einem möglichen Veräußerungsgewinn machte Mutares nicht.
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