Formycon startet neues Biosimilar-Projekt in Kooperation mit Großaktionär ATHOS
21.10.2026 08:19 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Formycon erweitert seine Entwicklungspipeline um den Biosimilar-Kandidaten FYB286 und arbeitet dafür mit dem uruguayischen Pharmaunternehmen Biocelys zusammen. Die Kooperation umfasst Entwicklung, Herstellung, Zulassung und Liefermanagement des neuen Präparats, das für eine bislang nicht näher bezeichnete Nischenindikation vorgesehen ist. Die Finanzierung übernimmt die Santo Biosimilar GmbH. Sowohl Santo als auch Biocelys werden mittelbar von der ATHOS-Unternehmensgruppe kontrolliert, die zugleich größter Ankeraktionär von Formycon ist - aktuell wird die Beteiligung auf der Formycon-Internetseite mit 24,3 Prozent beziffert. Formycon beziffert den Zeitwert der übertragenen Rechte und zu erbringenden Leistungen einschließlich Zinsen auf 40 Millionen bis 45 Millionen Euro. Im Rahmen der Vereinbarungen überträgt das Unternehmen Santo eine unbefristete, unwiderrufliche und unterlizenzierbare Lizenz an einer Klon-Zelle. Zudem erhält Santo die exklusiven Eigentumsrechte an den Arbeitsergebnissen. Formycon wird für seine Entwicklungs- und Servicedienstleistungen auf Stundenbasis vergütet, wobei eine Marge im niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie zusätzliche Servicegebühren vereinbart wurden. Die konkrete Höhe der Projektfinanzierung wird nicht genannt. Darüber hinaus ist Formycon im niedrigen zweistelligen Prozentbereich an den späteren Erlösen von Santo beteiligt. Vor einer Ausschüttung werden allerdings zunächst die Projektkosten einschließlich Zinsen abgezogen. Mit ersten Auszahlungen aus dieser Erlösbeteiligung rechnet Formycon deshalb erst ab 2036. Die langfristige Beteiligung an möglichen Vermarktungserlösen ergänzt somit die laufende Vergütung für die Entwicklungsleistungen. Der Aufsichtsrat hatte den Geschäften mit den nahestehenden Unternehmen bereits am 23. Juli 2026 zugestimmt. Das neue Projekt fügt sich in die Wachstumsstrategie FYB4Growth ein, mit der Formycon sein Biosimilar-Portfolio gezielt erweitern und zugleich die Entwicklungskosten begrenzen will. Während Formycon seine Entwicklungskompetenz einbringt, soll Biocelys die Produktionsinfrastruktur bereitstellen. „Biosimilars für Niche-Buster verbinden zwei wichtige Elemente: sie decken den starken Bedarf an hochwertigen Biologika-Therapien bei eher seltenen Krankheitsbildern, und schaffen damit gleichzeitig eine attraktive Marktopportunität. Für FYB286 erwarten wir sogar einen deutlich steigenden Bedarf, insbesondere in den Schwellenländern. Zusammen mit Biocelys können wir beides erreichen: Patienten mit seltenen Erkrankungen helfen und uns einen neuen Markt erschließen”, so Stefan Glombitza, CEO der Formycon AG. Lesetipp - Interview: Formycon-CEO im Gespräch mit 4investors.de. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
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