DHL: Gewinnprognose deutlich erhöht – Express-Geschäft treibt Ergebnis
17.10.2026 12:27 Uhr - Autor: 4investors.de Newsredaktion auf twitter
Die DHL Group hebt nach einem starken dritten Quartal ihre Ergebnisprognose für 2026 deutlich an. Der Logistikkonzern erwartet nun ein operatives Ergebnis (EBIT) von mehr als 7,0 Milliarden Euro, nachdem bislang mehr als 6,5 Milliarden Euro angepeilt worden waren. Ausschlaggebend sind vor allem die anhaltend gute Entwicklung im Express-Geschäft und erste Anzeichen für ein robustes saisonales Schlussquartal. Für die DHL-Bereiche steigt die EBIT-Prognose von mehr als 5,9 Milliarden auf über 6,4 Milliarden Euro. Unverändert bleiben die Erwartungen für Post & Paket Deutschland mit mehr als 900 Millionen Euro sowie für die Konzernfunktionen mit einem negativen Ergebnis von rund 400 Millionen Euro. Auch beim Free Cashflow legt DHL die Messlatte höher. Statt rund 3,0 Milliarden Euro sollen 2026 nun mehr als 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet werden, jeweils ohne Netto-M&A. Zugleich erhöht der Konzern sein geplantes Investitionsvolumen von bisher 3,0 bis 3,3 Milliarden Euro auf rund 3,6 Milliarden Euro. Damit will DHL zusätzliche Wachstumschancen nutzen. Die bisherige mittelfristige Prognose eines EBIT von mehr als 7 Milliarden Euro in einem normalisierten wirtschaftlichen Umfeld soll im kommenden März überprüft werden. Die vorläufigen Zahlen des Bonner DAX-Konzerns für das dritte Quartal unterstreichen die erhöhte Ergebnisprognose. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 12 Prozent auf rund 22,6 Milliarden Euro, während das Konzern-EBIT um etwa 16 Prozent von 1,477 Milliarden auf 1,710 Milliarden Euro zulegte. Besonders stark entwickelte sich DHL Express mit einem EBIT-Anstieg von 692 Millionen auf 1,035 Milliarden Euro. Darin enthalten sind rund 100 Millionen Euro positive Effekte aus Kapazitätsengpässen im Luftfrachtmarkt. Global Forwarding steigerte das EBIT von 195 Millionen auf 260 Millionen Euro, Supply Chain von 278 Millionen auf 300 Millionen Euro. Dagegen sank das Ergebnis bei Post & Paket Deutschland von 218 Millionen auf rund 150 Millionen Euro. Schwächer fiel auch das EBIT von DHL eCommerce mit 50 Millionen Euro nach 176 Millionen Euro im Vorjahresquartal aus, wobei das damalige Ergebnis positive Sondereffekte von 123 Millionen Euro enthalten hatte. Der Free Cashflow erreichte im dritten Quartal rund 900 Millionen Euro und wurde durch IEEPA-Zahlungen netto mit rund 255 Millionen Euro belastet. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Quartal ebenfalls auf etwa 900 Millionen Euro. Nach neun Monaten summieren sie sich auf rund 2,2 Milliarden Euro und liegen damit 500 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Die vollständigen Quartalszahlen will DHL am 5. November veröffentlichen.
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