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Lenzing startet Kapitalerhöhung über 300 Millionen Euro

01.10.2026 10:17 Uhr - Autor: 4investors.de Newsredaktion  auf twitter

Bild und Copyright: Lenzing / Franz Neumayr.

Lenzing startet die angekündigte Kapitalerhöhung und will damit brutto rund 300 Millionen Euro einnehmen. Geplant ist die Ausgabe von 34,76 Millionen neuen Aktien zu jeweils 8,65 Euro. Der Bezugspreis liegt damit 42,5 Prozent unter dem theoretischen Kurs ohne Bezugsrechte auf Basis des Schlusskurses vom 30. September. Für jeweils zehn bestehende Lenzing Aktien können Aktionäre des österreichischen Konzerns neun neue Papiere beziehen. Die Bezugsfrist soll vom 6. bis 20. Oktober laufen, der Handel mit den Bezugsrechten vom 6. bis 14. Oktober.

„Mit dem Start der Kapitalerhöhung setzen wir einen entscheidenden Schritt unserer strategischen Transformation konsequent um. Sie gibt uns den finanziellen Spielraum, um unser Nonwovens-Geschäft auszubauen, das Textilgeschäft neu auszurichten und die Wettbewerbsfähigkeit der Lenzing Gruppe nachhaltig zu verbessern”, sagt Georg Kasperkovitz, CEO der Lenzing Gruppe.

Die Kapitalerhöhung ist durch die begleitenden Banken vollständig abgesichert. Die Großaktionäre B&C-Gruppe und Suzano, die gemeinsam indirekt 52,25 Prozent an Lenzing halten, wollen sämtliche ihnen zustehenden Bezugsrechte ausüben und damit für rund 157,1 Millionen Euro neue Aktien übernehmen. Auch die Oberbank mit einem Anteil von 3,87 Prozent hat die vollständige Ausübung ihrer Bezugsrechte zugesagt. Der Emissionserlös soll die Kapitalstruktur stärken und die Umsetzung der Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ finanzieren.

Die Kapitalmaßnahme ist Teil eines größeren Finanzierungspakets. Neben den rund 300 Millionen Euro Eigenkapital hat Lenzing eine neue Finanzierung von bis zu 300 Millionen Euro sowie Laufzeitverlängerungen bestehender Finanzierungen bis 2030 vereinbart. Zugleich läuft ein Sparprogramm mit einem gegenüber 2025 geplanten Einsparvolumen von 120 Millionen Euro.

Mittelfristig strebt der Konzern eine EBITDA-Steigerung um 150 Millionen Euro, eine EBITDA-Marge von 20 bis 25 Prozent und einen Netto-Verschuldungsgrad von weniger als dem 2,5-Fachen des EBITDA an.

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