FamiCord: Cashflow verbessert - Eigenkapitalquote fällt auf 2,1 Prozent
28.08.2026 11:29 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
FamiCord hat im ersten Halbjahr 2026 bei weitgehend stabilen Umsätzen einen Ergebnisrückgang verzeichnet. Die Erlöse sanken leicht um 0,9 Prozent auf 43,2 Millionen Euro, während das EBITDA um 13,8 Prozent auf 4,3 Millionen Euro zurückging. Die EBITDA-Marge fiel von 11,4 auf 9,9 Prozent. Belastend wirkten das schwache Neukundengeschäft, niedrige Geburtenraten und höhere Umsatzkosten. Im zweiten Quartal zeigte sich allerdings eine Stabilisierung: Das EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahresquartal von 1,8 Millionen Euro auf 2,1 Millionen Euro. Unter dem Strich weitete sich der Halbjahresverlust bei FamiCord von 0,1 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro aus. Deutlich besser entwickelte sich der operative Cashflow des Unternehmens aus Leipzig, der von 0,3 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro zunahm. Ausschlaggebend waren laut FamiCord vor allem Verbesserungen beim Working Capital sowie höhere Vorauszahlungen je Neuvertrag. Damit konnte die Gesellschaft die Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit vollständig decken. Die liquiden Mittel stiegen seit Jahresbeginn leicht auf 12,4 Millionen Euro. Gleichzeitig bleibt die Kapitalausstattung angespannt: Das Eigenkapital sank von 5,4 Millionen Euro Ende 2025 auf 3,4 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote von 3,3 auf nur noch 2,1 Prozent. „Der Vorstand überwacht die Kapitalstruktur, Liquidität und den finanziellen Handlungsspielraum des Konzerns weiterhin eng”, so FamiCord am Freitag. „Während das Neukundengeschäft in unseren europäischen Kernmärkten weiter unter Druck steht, hat das zweite Quartal gezeigt, dass unsere Maßnahmen Wirkung entfalten. Der operative Cashflow hat sich im ersten Halbjahr deutlich erhöht. Unsere wachsende Basis wiederkehrender Abonnements stärkt die Planbarkeit und Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts”, sagt CEO Jakub Baran. Man wolle in den kommenden Monaten weitere wichtige Vereinbarungen mit neuen Kunden abschließen. Zudem prüfe man „Wachstumsmöglichkeiten in angrenzenden Bereichen jenseits unseres Kerngeschäfts der Stammzelleneinlagerung für Familien und unserer CDMO-Aktivitäten”. Für 2026 bestätigt FamiCord trotz des schwierigen europäischen Marktumfelds die Prognose. Erwartet werden weiterhin 80 Millionen bis 90 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA zwischen 9 Millionen und 11 Millionen Euro. Stabilität verspricht der wachsende Anteil wiederkehrender Erlöse: Die jährlichen Vorauszahlungen aus entsprechenden Verträgen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 8,5 Prozent auf 12,5 Millionen Euro. Zugleich setzt FamiCord auf Kostendisziplin und Maßnahmen zur Verbesserung des Neukundengeschäfts. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
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