Alzchem hebt die Marge im ersten Halbjahr über 21 Prozent
30.07.2026 13:56 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Die AlzChem Group AG hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Konzernumsatz um 6 Prozent auf 303,9 Millionen Euro gesteigert, nach 287,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Kräftiger noch legte das Ergebnis zu: Das EBITDA stieg um 14 Prozent auf 64,5 Millionen Euro, wodurch die EBITDA-Marge von 19,6 auf 21,2 Prozent zunahm. Getragen wurde das Wachstum nach Angaben des Spezialchemie-Unternehmens sowohl von höheren Absatzmengen als auch von einem verbesserten Preisniveau. Den Ausschlag gab das Segment Specialty Chemicals. Dessen Umsatz stieg um 10 Prozent auf 214,3 Millionen Euro, das EBITDA überproportional um 19 Prozent auf 64,1 Millionen Euro, bei einer auf 29,9 Prozent verbesserten Marge. Als Treiber nennt Alzchem die Bereiche Human Nutrition, Defense und Custom Manufacturing, konkret die hohe Nachfrage nach den Kreatin-Produkten Creapure und Creavitalis sowie die Position bei Nitroguanidin für die Verteidigungsindustrie. Das Segment Basics & Intermediates entwickelte sich dagegen im Rahmen der Erwartungen, der Umsatz sank leicht auf 75,4 Millionen Euro, das EBITDA war infolge planmäßiger Einmaleffekte aus der Carbidofen-Sanierung ausgeglichen. „Das 1. Halbjahr 2026 belegt, dass wir operative Stärke und langfristige Zukunftsinvestitionen erfolgreich miteinander verbinden. Während wir Umsatz und Ergebnis weiter steigern konnten, schaffen wir gleichzeitig die Voraussetzungen für unsere nächste Wachstumsphase“, sagt Andreas Niedermaier, CEO der Alzchem Group AG Nitroguanidin und Kreatin treiben den Kapazitätsausbau Parallel treibt Alzchem seine Wachstumsprojekte voran. In Deutschland startete das Unternehmen den Anfahrprozess einer neuen Nitroguanidin-Anlage, deren Kapazitäten in der zweiten Jahreshälfte schrittweise verfügbar werden. Mit der Standortentscheidung für Bushy Park in South Carolina fiel zudem eine Vorentscheidung für den Aufbau einer eigenen Nitroguanidin-Produktion in den USA. Hinzu kommt der Ausbau der Kreatin-Produktion in Deutschland. Zur Finanzierung dieser Investitionen vereinbarte Alzchem im zweiten Quartal mit seinem Bankenpool eine neue langfristige Finanzierungsstruktur über bis zu 100 Millionen Euro, die in mehreren Tranchen abrufbar ist. „Dass die beteiligten Banken diesen Kurs mittragen, ist ein klares Zeichen des Vertrauens in die Ertragskraft und Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells“, so Niedermaier. An der Prognose für das Gesamtjahr hält Alzchem fest und erwartet weiterhin ein profitables Wachstum mit erneuten Steigerungen bei Umsatz und EBITDA. Als Grundlage nennt das Unternehmen die anhaltend hohe Nachfrage nach margenstarken Spezialchemie-Produkten, den planmäßigen Ausbau der Produktionskapazitäten sowie die erweiterte Finanzierungsbasis. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
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