123fahrschule setzt auf die Fahrschulreform als Nachfrageschub
16.07.2026 14:09 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Die 123fahrschule SE hat im ersten Halbjahr 2026 nach vorläufigen Zahlen einen Konzernumsatz von rund 13,0 Millionen Euro erzielt, nach 12,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzern-EBITDA lag bei etwa 0,85 Millionen Euro, bereinigt um planmäßige Wachstumsinvestitionen bei rund 1,1 Millionen Euro, nach 0,98 Millionen Euro ein Jahr zuvor. An der Prognose für das Gesamtjahr hält 123fahrschule fest und erwartet weiterhin ein EBITDA zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Euro. Der Großteil davon müsste demnach im zweiten Halbjahr anfallen. „Das erste Halbjahr 2026 ist planmäßig verlaufen und bestätigt unsere strategische Ausrichtung. Während sich unser Kerngeschäft kontinuierlich verbessert, sehen wir bereits heute eine deutliche Beschleunigung der Nachfrage bei unserer Konzerntochter Foerst. Die bevorstehende Fahrschulreform sorgt für eine hohe Investitionsbereitschaft im Markt, wovon wir als einer der wenigen europäischen Anbieter von Fahrsimulatoren unmittelbar profitieren. Unser Ziel ist es, bis 2029 ein bundesweites Netzwerk mit mehr als 650 Standorten und rund 1.200 Fahrlehrern aufzubauen und damit einen Marktanteil von rund 10 % zu erreichen”, so Boris Polenske, Gründer und Vorstand der 123fahrschule SE, am Donnerstag. Im Fahrschulgeschäft verbesserte 123fahrschule nach eigenen Angaben Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen stellt den Theorieunterricht derzeit vollständig auf E-Learning um und hat in diesem Zuge rund die Hälfte der bestehenden Mietverträge gekündigt. Rückläufig entwickelte sich dagegen die Tochter Foerst GmbH, was 123fahrschule auf mehrere Großaufträge in der Vergleichsbasis des ersten Halbjahres 2025 zurückführt. Für das zweite Halbjahr rechnet der Vorstand hier mit einer stärkeren Entwicklung, weil Fahrschulen im Vorfeld der ab dem 1. Januar 2027 geltenden Anerkennung von Fahrsimulatoren bereits investieren. Bei der Tochter FahrerWerk hat 123fahrschule einen ersten Kooperationspartner gewonnen und darüber Standorte in Hamburg, Hannover, Erfurt, Halle/Leipzig und Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt erschlossen. „Mit unserem ersten Kooperationspartner hat FahrerWerk einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur bundesweiten Präsenz erreicht. Fünf neue Standorte auf einen Schlag sind ein starkes Signal dafür, dass unser Modell auch für externe Partner attraktiv ist. In den kommenden Monaten wollen wir unser Netz weiter ausbauen und eine deutschlandweite Abdeckung ermöglichen”, so Polenske. Das Modell sieht vor, dass FahrerWerk Marke, Ausbildungskonzept und digitale Infrastruktur beisteuert, während der Partner den lokalen Betrieb und die Standorte übernimmt. Operativ blieb das Geschäft im ersten Halbjahr verhalten, was 123fahrschule mit den langen Kurslaufzeiten und Vorlaufzeiten bei Teilnehmergewinnung und Förderverfahren begründet. Die volle Ergebniswirkung erwartet der Vorstand ab 2027. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
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