Gold stolpert, fällt aber nicht: Warum das Edelmetall bald wieder glänzen dürfte - DZ BANK
25.06.2026 10:02 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Der Goldpreis hat im Juni einen dramatischen Einbruch erlebt: Innerhalb von nur vier Handelstagen ging es für das Edelmetall von rund 4.500 auf knapp 4.000 US-Dollar je Feinunze nach unten – ein Verlust von fast zehn Prozent und damit der tiefste Stand seit November 2025. DZ BANK Analyst Thomas Kulp begründet die negative Entwicklung vor allem mit zwei Impulsen aus den USA: „Der Arbeitsmarktbericht hat positiv überrascht – im Mai wurden 172.000 neue Stellen geschaffen. Zudem hat Kevin Warsh bei seiner ersten Notenbanksitzung als neuer Fed-Chef einen deutlich restriktiveren Ton an den Tag gelegt als erwartet.“ Das hat die Renditen von US-Staatsanleihen steigen lassen, was Gold für Anleger weniger attraktiv macht. Entgegen der allgemeinen Markterwartung prognostizieren die DZ BANK Analysten für dieses Jahr jedoch keine Zinserhöhung der US-Notenbank. „Der jüngste Inflationsanstieg liegt insbesondere an erhöhten Energiekosten und dürfte nur temporär sein“, sagt Thomas Kulp. Der Analyst verweist auch auf die weiterhin hohe Nachfrage von Zentralbanken nach Gold: „Weltweit haben Währungshüter im ersten Quartal 2026 rund 244 Tonnen gekauft. Das liegt an einer zunehmenden Blockbildung und dem langfristigen Trend zur De-Dollarisierung.“ Der Kursverlust dürfte daher nur vorübergehend sein. Zum Ende des Jahres erwartet die DZ BANK den Goldpreis deshalb weiter bei 4.700 US-Dollar. Auf Jahressicht prognostizieren die Analysten sogar 5.000 US-Dollar je Feinunze. Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der DZ Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen! 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
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