SFC Energy: Stärkeres Sicherheits-Geschäft soll Wachstum und Profitabilität verbessern
26.03.2026 10:45 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Der Brennstoffzellenspezialist SFC Energy hat 2025 einen Konzernumsatz von 143,3 Millionen Euro erzielt – leicht unter dem Vorjahreswert 144,7 Millionen Euro und knapp unterhalb des zuletzt kommunizierten Prognosekorridors. Belastend wirkten nach angaben des Unternehmens vom Donnerstag Währungseffekte von rund 4 Millionen Euro, verzögerte Folgeaufträge in Indien sowie eine schwächere Nachfrage in Nordamerika. Das bereinigte EBITDA sank auf 16,7 Millionen Euro nach 22,0 Millionen Euro im Vorjahr, lag aber nach Unternehmensangaben merklich über dem oberen Ende der angepassten Zielspanne. Unter dem Strich fiel ein Verlust von minus 0,9 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 8,8 Millionen Euro im Vorjahr. „Für SFC war 2025 zweifellos ein Jahr mit besonderen Herausforderungen, in dem wir unsere ursprünglichen Ziele anpassen mussten. Zum Jahresende sind wir klar auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Der weiter steigende Anteil von Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen stärkt dabei unsere Marktposition nachhaltig. Vor diesem Hintergrund sehen wir SFC gut aufgestellt, um 2026 wieder deutlich zu wachsen und unsere Profitabilität zu verbessern”, so Peter Podesser, CEO der SFC Energy AG. Verteidigungsgeschäft bis zu 20 Prozent des Umsatzes Für 2026 bestätigt der Vorstand die im Februar veröffentlichte Prognose: Umsatzwachstum von 5 bis 11 Prozent auf 150 bis 160 Millionen Euro, bereinigtes EBITDA von 20 bis 24 Millionen Euro, bereinigtes EBIT von 11 bis 15 Millionen Euro. Der Anteil des reinen Verteidigungsgeschäfts soll auf 15 bis 20 Prozent des Konzernumsatzes steigen, sicherheitsnahe Anwendungen insgesamt auf rund 60 Prozent. Als Risiken nennt das Unternehmen die laufende ERP-Einführung sowie Wechselkursschwankungen. Die SFC Energy Aktie notiert bei 14,34 Euro mit 2,45 Prozent im Minus.
Beim Unternehmen aus Brunnthal bei München erwartet man eine weitere Verschiebung der Zahlen hin zu Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen: Dieser Bereich machte 2025 bereits rund 50 Prozent des Konzernumsatzes aus. Gegenläufig entwickelte sich das Segment Clean Power Management, wo das Öl- und Gasgeschäft spürbar zurückging, während Power-Management-Lösungen deutlich zulegten. Der Auftragsbestand sank zum Jahresende auf 78,6 Millionen Euro nach 104,6 Millionen Euro Ende 2024.
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