Börse am Morgen: Gea, Henkel, Ölpreise, Inflation, Konjunkturdaten - Nord/LB Marktbericht
10.03.2026 07:55 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die preisbereinigte Produktion im Produzierenden Gewerbe in Deutschland sank im Januar m/m um 0,5% und lag 1,2% unter Vorjahr. Belastend wirkten vor allem starke Rückgänge bei Metallerzeugnissen, Pharma und Elektronik, während die wetterbedingt höhere Energieerzeugung stützte; die Industrieproduktion ohne Energie und Bau fiel um 2,5% m/m und 2,6% y/y. Der preisbereinigte Auftragseingang im deutschen Verarbeitenden Gewerbe brach im Januar um 11,1% m/m ein, nach einem durch Großaufträge verzerrt hohen Dezemberniveau. Ohne Großaufträge lag der Rückgang bei lediglich 0,4%; im weniger volatilen Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Plus von 7,4% (ohne Großaufträge +1,5%). Der Iran?Krieg hat den Konjunkturoptimismus der Investoren deutlich gedämpft: Der Sentix?Index für die Euro?Zone fiel im März um 7,3 Punkte auf ?3,1, für Deutschland um 5,2 Punkte auf ?12,1. Damit endete die zuvor dreimonatige Erholung. Der Lkw?Verkehr auf deutschen Autobahnen hat im Februar zugelegt und sendet ein positives Konjunktursignal. Die mautpflichtige Fahrleistung stieg saison- und kalenderbereinigt um 0,7% m/m und 1,5% y/y. Der Krieg im Nahen Osten beeinflusst die globale Rohölversorgung. 2025 kamen 6,1% der deutschen Rohölimporte – 4,6?Mio. Tonnen von insgesamt 75,7?Mio. Tonnen – aus dieser Region, vor allem aus Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Israel. Andere Staaten wie Oman, Katar, Kuwait oder Iran lieferten 2025 kein Rohöl nach Deutschland. Wichtigste Lieferländer waren Norwegen mit 16,6%, gefolgt von den USA (16,4%) und Libyen (13,8%). In der EU stammten 13% des importierten Rohöls aus dem Nahen Osten. Tagesausblick Renten- und Aktienmärkte Auch die Wall Street startete tiefrot. Nachdem Gerüchte über die Lockerung von Ölsanktionen aufkamen, die später von Präsident Trump, ohne weitere Details zu nennen, bestätigt wurden, schlossen die Indizes sogar im Plus. Dow Jones +0,50%; S&P 500 +0,83%; Nasdaq Comp. +1,38%. An den europäischen Rentenmärkten machte sich das Inflationsgepenst breit. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf bis zu 2,87%. In den USA konnten Staatsanleihen nach anfänglichen Verlusten dagegen mit leichten Kursgewinnen aus dem Handel gehen. Unternehmen Der Konsumgüterkonzern Henkel übernimmt in den USA die schnell wachsende Haarpflegemarke „Not Your Mother’s“ und stärkt damit sein Nordamerika-Geschäft. Die Marke erzielte 2025 einen Umsatz von rund EUR 190 Mio. bei zweistelligem Wachstum. Finanzielle Details wurden nicht genannt, die Behörden müssen der Übernahme noch zustimmen. Zuletzt hatte Henkel die Klebstoffsparte bereits durch zwei Zukäufe erweitert. Rohstoffe und Devisen Parallel zum Öl kam es auch zu kräftigen Aufschlägen beim europäischen Gaspreis. Der entsprechende Future stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren und legte in der Spitze um fast 19% EUR 63,00 je Megawattstunde zu. Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Auch wenn die Konjunkturdaten in dieser Woche sicherlich eher eine Nebenrolle einnehmen, dürfte heute ein Seitenblick auf die frischen deutschen Außenhandelsdaten für den Januar geworfen werden. Aktualisierte BIP-Zahlen aus Japan für Q4/2025 werden ebenfalls über die Ticker laufen.
Die Ölpreisexplosion vom Wochenende sorgte gestern zunächst für ein kleines Beben an den Aktienmärkten. Der DAX fiel um knapp 3% unter die Marke von 23.000 Punkten. Im Handelsverlauf grenzte Rohöl den Preisanstieg aber deutlich ein und der DAX ging mit einem versöhnlichen Minus von rd. 0,8% mit 23.409 Punkten aus dem Handel. DAX -0,77%; MDAX -2,06%; TecDAX -1,17%.
Gea strebt 2026 ein organisches Umsatzwachstum von 5-7% und eine EBITDA?Marge von 16,6-17,2% an. 2025 legte der Auftragseingang um 6,7% auf EUR 5,9 Mrd. zu, der Umsatz wuchs organisch um 3,7%; die EBITDA?Marge lag bei 16,5% (vor Restrukturierung). Die Dividende soll auf EUR 1,30 (Vj.: EUR 1,15) je Aktie steigen.
Die Ölpreise reagierten nach ihrem Höhenflug bis knapp zur Marke von USD 120 je Barrel (Brent) gestern Abend auf Aussagen Trumps zu einer Sanktionslockerung sowie einem möglichen baldigen Kriegsende und sanken in Richtung USD 90. Trotzdem dürfte die Lage hier in den nächsten Tagen volatil sein.
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