Börse am Morgen: Bayer, Ottobock, Südzucker, Gold, KI-Industrie - Nord LB Marktbericht
18.02.2026 07:56 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Ergebnisse der ZEW-Befragungsrunde im Februar zeigen eine Stabilisierung der kräftigen Stimmungsaufhellung unter Finanzmarktexperten seit Jahresstart an. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland treten mit einem Stand von 58,3 Punkten im Grunde auf der Stelle. Gemessen an den Konsensschätzungen ist das Scheitern an der Marke von 60 Punkten zwar eine gewisse Enttäuschung, doch bleibt dies dennoch der höchste Stand seit Mitte 2021. Interessanterweise hat sich hingegen die Lagebeurteilung weiter nach oben auf ein Niveau von -65,9 geschraubt und scheint sich nun sukzessive von den sehr niedrigen Ständen zu lösen. Die Daten spiegeln das Bild einer fragilen Erholung bei zugleich erheblichen strukturellen Herausforderungen, insbesondere in der Industrie und bei den Privatinvestitionen. Zeigen muss sich weiterhin noch, dass der Funke der öffentlichen Investitionen im Kontext des Sondervermögens endlich auf die Privatwirtschaft überspringt, um die Erholung nachhaltig zu stützen. Tagesausblick Aktienmärkte Die Wall Street verabschiedete sich mit leichten Zuwächsen aus dem Handel. Nach einem schwachen Start erholten sich einige der zuletzt wiederholt gebeutelten Technologieaktien und auch bei einigen Finanzaktien ging es bergauf. Dow Jones -0,15%; S&P 500 +0,10%; Nasdaq Comp. +0,14%. Unternehmen Der Zuckerkonzern Südzucker plant für das lfd. Geschäftsjahr 2025/26, die Dividende zu streichen. Grund dafür seien neben einem schwierigen Marktumfeld erwartete Abschreibungen auf das Anlagevermögen zwischen 450 und 550 Mio. EUR. Angesichts dieser Ergebnisbelastung könne es aus Sicht des Vorstands keine Dividendenzahlung geben. Aufsichtsrat und Aktionäre müssen dem Vorschlag noch zustimmen. Für das Vorjahr hatte der Konzern noch 0,20 EUR je Aktie ausgeschüttet. Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Heute treffen sich die Energieminister aus aller Welt in Paris zur Ministerkonferenz 2026 der Internationalen Energieagentur (IEA). Es geht um eine Bestandsaufnahme der neuesten Entwicklungen auf den Energiemärkten und in der Energiepolitik. Diskutiert werden sollen auch Fragen der Energiesicherheit, die Bezahlbarkeit von Energie und die Nachhaltigkeit bei der Entwicklung neuer Energieressourcen. Spannend wird sein, inwiefern das Thema Energiedurst von KI-Systemen eine Rolle spielen wird. Die Internationale Energieagentur geht laut einer eigenen Studie davon aus, dass sich der Stromverbrauch von KI-Rechenzentren in den kommenden fünf bis zehn Jahren verdoppeln bis vervierfachen könnte. Konkret: Aktuell benötigen Rechenzentren weltweit etwa 650 Terawattstunden Strom pro Jahr. Das ist schon jetzt mehr, als Deutschland insgesamt in einem Jahr verbraucht. Eine Vervierfachung würde 2.600 Terawattstunden Strom pro Jahr bedeuten. Das ist so viel, wie derzeit alle 440 Kernkraftwerke rund um den Globus zusammengenommen an Strom erzeugen. Man versteht OpenAI-Chef Altman, als er vor einiger Zeit sagte, dass das Wachstum der KI-Industrie nicht an der Rechenpower scheitern könnte, sondern an begrenzten Energieressourcen.
Der deutsche Aktienmarkt schaffte nach einem durchwachsenen Morgen dank der Wall Street-Vorgaben den Dreh ins positive Terrain. Bayer schloss 7,4% höher bei 49,32 Euro. Erstmals seit September 2023 näherte sich der Kurs wieder der 50-EuroMarke. Die Hoffnung, dass es in den Rechtsstreitigkeiten bald Fortschritte geben könnte, hatte bereits zuletzt zu einer Erholungsrally der Bayer-Aktien beigetragen, die nun mit einem Jahresplus von 33% zum bisher unangefochtenen Dax-Spitzenreiter Siemens Energy aufschlossen. DAX +0,80%; MDAX +0,25%
Neue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den USA haben dem weltgrößten Prothesenhersteller Ottobock 2025 einen Rekordgewinn beschert. Mit einem vorsichtigen Ausblick für das lfd. Jahr verschreckte der Vorstand allerdings seine Anleger. Der Hersteller von Arm- und Beinprothesen sowie Stützsystemen prognostiziert für das laufende Jahr ein Umsatzplus von 5 - 8% und einen Anstieg der bereinigten operativen Umsatzrendite (EBITDA-Marge) auf mehr als 26,5%. Das ist nur eine geringe Steigerung im Vergleich zu den 26,0% Marge im vergangenen Jahr. Die ehrgeizigeren Mittelfristziele wurden allerdings bekräftigt. Demnach wird bis 2029 ein jährl. Umsatzwachstum von 7 - 9% und eine EBITDA-Marge von 29 - 30% angestrebt.
Der Goldpreis stieg zu Beginn der Woche wieder kurzzeitig über die Marke von 5.000 USD je Feinunze, fällt aber in Richtung 4.900 USD zurück. Er tut sich mit deutlichen Preisgewinnen sichtbar schwer. Ein Grund dürfte die unsicheren US-Zinsaussichten sein.
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