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Börse am Morgen: Microsoft, SAP, Gold, Silber, Konjunkturdaten - Nord LB Marktbericht

30.01.2026 09:09 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

In Deutschland beklagt sich mehr als jedes 3. Unternehmen über ausbleibende Bestellungen. Einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge berichten im Januar 36,3% der Firmen von einer zurückhaltenden Nachfrage. Im Oktober lag dieser Wert noch bei 36,9%. Welche Sektoren sind stark betroffen? Die Hersteller von elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie der Maschinenbau. Hier melden 46,8% (resp. 43,9%) der Unternehmen fehlende Aufträge (zuvor 40,7% resp. 41,4%). Auch in der Industrie bleibt die Nachfrage mit 35,9% reserviert. Laut dem Leiter der Ifo-Umfragen Klaus Wohlrabe wird die Belastung der dt. Wirtschaft aufgrund einer schwachen Nachfrage „durch hohe Kosten sowie einer nachlassende Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich verstärkt“.

Gemäß den Angaben der Europäischen Zentralbank hat sich die Kreditvergabe von Finanzinstituten an Unternehmen im Euroraum leicht verringert. Während im November 2025 der Zuwachs an Darlehen noch bei 3,1% ggü. Jahresfrist gelegen hat, reichten Banken im vergangenen Dezember nur noch 3,0% an neuen Krediten aus.

Tagesausblick
Zum Wochenschluss werden noch einmal geldpolitisch höchst relevante Daten zur europäischen Wirtschaft gemeldet, darunter zum BIP des vierten Quartals 2025 und außerdem zur Inflation und zu den Arbeitsmarktdaten. Für Deutschland gehen wir bei der Konjunktur von einer Art „Jahresendrallye 2025“ aus, der Motor der Wirtschaft sollte also wieder zunehmend runder laufen. Außerdem werden aus den USA die Inflationsdaten der US-Unternehmen veröffentlicht, kurz die PPIs. Hier erwarten wir eher marginale Preissteigerungsraten.



Aktien- und Rentenmärkte
Wir antizipierten es ja bereits gestern in der NORD/LB am Morgen. Die Ergebnisse der FOMC-Sitzung tangierten die Wall Street am Donnerstag dann auch im weiteren Tagesverlauf nicht wirklich. Das Belassen der Target Rate auf dem Niveau von 3,75% war erwartet und entsprechend eingepreist. Viel wichtiger waren für die Anleger hingegen die neuen Bilanzzahlen der US-Technologiegiganten und deren Interpretation in keiner Weise trivial. Für Microsoft-Aktionäre gingen 10% Marktkapitalisierung sprichwörtlich in Luft auf! Reine Wachstumsversprechen zählen nicht mehr. Man stellt sich zunehmend die Frage wann Investitionen in Künstliche Intelligenz rentabel werden. Konträres (wenngleich volatiles) Bild bei Meta und IBM. Nach Kurssprüngen über 10% resp. 7% wurde zum Handelsschluss aber auch hier Kasse gemacht. Dow +0,11%; S&P 500 -0,13%; Nasdaq C. -0,72%.

Die Wall Street gibt immer noch den Takt vor. Bei DAX-Anlegern zeigt sich das klar und deutlich. Die Unternehmensbilanzen enttäuschen und die Stimmung schlägt um. Schlusslicht im dt. Leitindex war gestern Schwergewicht SAP. Rd. minus 16% Kursverlust. Zwar konnte SAP seinen Gewinn in 2025 verdoppeln, der größte europ. Softwarekonzern schwächelt aber beim Wachstum in der bedeutenden Cloud-Sparte und die Börse preist bekanntlich die Zukunft. DAX -2,07%; MDAX -1,27%; TecDAX -3,93%.

Die roten Vorzeichen bei den Aktienmärkten sorgten für grüne Signale bei europ. Anleihen. Raus aus Aktien rein in Bonds. Europ. Staatsanleihen waren gesucht. Die Rendite dt. Bunds mit 10- jähriger Laufzeit fällt um 3 Basispunkte auf 2,83%.

Unternehmen
Toyota bleibt der weltgrößte Autohersteller. Im Jahr 2025 wurde ein neuer Absatzrekord erzielt. Weltweit konnten 11,3 Millionen Fahrzeuge verkauft werden (+4,6%). Auf Platz zwei folgt Volkswagen. Die Wolfsburger bringen im vergangenen Jahr aber nur noch rd. 9 Millionen Fahrzeuge an den Mann (ein Absatzrückgang von 0,5%). Für Toyota sind die Vereinigten Staaten sowie der Heimatmarkt Japan die Wachstumstreiber (40% der Verkäufe). Besonders gefragt sind in den USA derzeit Hybridfahrzeuge.





Rohstoffe
An den Edelmetallmärkten herrscht im Jahr 2026 ein regelrechter angstinduzierter Nachfrageboom. Man darf es sich auf der Zunge zergehen lassen. Gold springt derzeit von einem Rekordhoch zum Nächsten. USD 5.594,82 pro Feinunze wurden am Donnerstag verlangt. Auf Monatssicht hat sich das gelbe Edelmetall damit um mehr als 30% verteuert. Aber auch beim Silberpreis wird man langsam schwindelig. USD 121,64. Ein weiteres Allzeithoch. +67% Wertzuwachs allein im Januar (nach +148% im Jahr 2025). Angst ist normalerweise kein guter Anlageratgeber. Investoren bleiben aber zunächst weiter auf der Suche nach einem neutralen und zuverlässigen Wertspeicher. (an der Londoner Metallbörse wurden gestern für Kupfer Preise von bspw. USD 14.125 je Tonne fällig – auch hier ein neuer Rekord).

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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