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UBM setzt auf Wohnungen

30.01.2026 08:14 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  auf twitter

Bild und Copyright: UBM Development.

Am 27. März wird UBM Zahlen für 2025 publizieren. Vorläufige Zahlen könnte es schon Ende Februar geben. Dabei wird es auch um die Zahl der 2025 verkauften Wohnungen gehen. 450 Wohnungen stehen in der Prognose und es dürfte dabei eine ziemliche genaue Punktlandung geben. Das berichtet IR-Chef Christoph Rainer auf der ODDO BHF Small & Mid Cap Conference in Frankfurt.

Beim Ergebnis rechnet UBM, so war zuletzt zu hören, im zweiten Halbjahr 2025 mit einer Rückkehr in die Profitabilität. Da man nach drei Quartalen ein Minus von 15,7 Millionen Euro ausweist, dürfte es letztlich auf einen Wert von -5 Millionen Euro bis +1 Millionen Euro herauslaufen. Dies bedeutet aber zugleich, dass Investoren für 2025 nicht mit einer Dividende rechnen können. Die gibt es nur, wenn man klare Gewinne schreibt.

Beim Cashbestand steht die Prognose bei 75 Millionen Euro bis 100 Millionen Euro. Hier könnte es letztlich eine positive Überraschung geben. Das Geld wird UBM teils im Mai benötigen. Dann steht die Rückzahlung einer Anleihe an. Nach letzten Meldungen beläuft sich diese noch auf 72 Millionen Euro. Eine solche Summe sollte aber problemlos machbar sein, zudem die Österreicher aus den jüngsten Wohnungsverkäufen noch einiges an Geld erwarten, da viele Übergaben im ersten Halbjahr 2026 stattfinden werden.

Sorgenkind bei UBM ist und bleibt der Bürobereich. Bei den Vermietungen läuft es nicht ganz rund, man spürt bei vielen potentiellen Mietern eine gewisse Zurückhaltung. Rainer macht in Frankfurt zugleich deutlich, dass man mit vielen Interessenten im Austausch ist. Dennoch möchte man derzeit keine neuen Büroprojekte starten. Vielmehr ist man sogar bei einem Projekt in München in Gesprächen, aus einem Büroprojekt ein Wohnprojekt zu machen. Hier reden die Verantwortlichen gerade mit der Stadt München. In der bayerischen Metropole werden Wohnungen benötigt, der Ausgang der Gespräche könnte somit positiv verlaufen.

Prognose für 2026
Mit den kommenden Zahlen dürfte UBM auch einen Ausblick auf 2026 geben. Insgesamt dürften sich die Zahlen leicht erhöhen. Bei den Wohnungsverkäufen könnte sich die Lage in Deutschland verbessern. Dort hat man 2025 nur 20 Wohnungen veräußert. Die Zahl soll im neuen Jahr ansteigen.



In Corona-Zeiten hat sich UBM von der Hotel-Entwicklung getrennt. Aus den alten Tagen werden noch 16 Hotels betrieben – vor allem in Polen. Diese Zahl könnte im Laufe der Zeit sinken, man will sich von einigen Hotels trennen.

Den Entwicklungsbereich könnte man künftig aber wieder aufleben lassen. Im Leopoldquartier in Wien, das die Gesellschaft derzeit entwickelt, gibt es demnach einen Bereich, auf dem ein Hotel entstehen könnte. Dabei stellt sich nicht die Frage, ob Wien ein neues Luxushotel bekommen wird. Dieses Segment ist in der österreichischen Hauptstadt recht gut abgedeckt. Bedarf besteht hingegen bei den Smart Budget Hotels, die im gehobenen Drei-Sterne-Bereich angesiedelt sind.

UBM will neue Wohnungen bauen
Eines wird auf der ODDO-Konferenz deutlich: 2026 will UBM verstärkt auf den Wohnungsbau setzen. Man will mehr Wohnraum schaffen. Dabei stehen die A-Städte im Fokus. An weniger prominenten Standorten zeigt sich UBM nicht interessiert. Spannend ist die Situation derzeit in Wien. Dort sind viele Entwickler pleite gegangen, es ist ein großes Loch entstanden, die Zahl der Neubauten geht zurück. Das kann für UBM eine große Chance sein, die man nutzen will.

Eine klare Absage erteilt Rainer einem UBM-Engagement im Bereich der Logistik. In dieser Hinsicht ist nichts vorgesehen. Was für die Zukunft genau geplant ist, dürften Investoren in rund zwei Monaten erfahren. Dann will UBM eine neue Strategie vorstellen. Spätestens auf dem anstehenden Kapitalmarkttag im April dürfte es demnach weitere Informationen zur Zukunft von UBM geben.

Spätestens dann wird auch das Thema Anleihe wieder auf der Agenda stehen. Hier hört man in Frankfurt, dass im zweiten Halbjahr eine Emission möglich sein könnte. Ob es sich dabei um eine normale Anleihe oder um eine Hybridanleihe handeln wird, ist noch unklar.

Die Aktien von UBM geben in Wien 1,5 Prozent auf 20,00 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 15 Prozent.





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