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KSB: Eine starke Jahresperformance

29.01.2026 11:40 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  auf twitter

In den vergangenen vier Wochen hat die KSB Aktie mehr als 12 Prozent zugelegt. Bild und Copyright: Beautyimage / shutterstock.com.

KSB, ein Hersteller von Pumpen und Armaturen, ist seit 1895 an der Börse gelistet. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten fast 75 Prozent zugelegt und notiert derzeit im SDAX nahe am 52-Wochen-Hoch. Die Aufmerksamkeit des Marktes ist dennoch eher gering. Die Verantwortlichen von KSB wollen dies ändern und suchen verstärkt die Öffentlichkeit. Entsprechend hat Finanzvorstand Matthias Schmitz auf der ODDO BHF Small & Mid Cap Conference in Frankfurt eine Vielzahl von Gesprächen geführt.

Ein Gesprächsthema ist dabei der optisch hohe Kurs der KSB Aktie (WKN: 629203, ISIN: DE0006292030, Chart, News) von mehr als 1.000 Euro. Hier denkt man bei KSB über einen Aktiensplit nach, damit der Kurs günstiger erscheint. Die Entscheidung soll vermutlich im Jahresverlauf fallen. Gleiches gilt für die Überlegung, Stamm- und Vorzugsaktien zusammenzuführen. Wie beide Entscheidungen letztlich aussehen werden, ist jedoch noch unklar. Klar ausgeschlossen wird in Frankfurt dabei, dass es zu einer (feindlichen) Übernahme oder zu einem Delisting kommen soll. Entsprechende Ambitionen, wie man es zuletzt bei anderen Unternehmen im deutschen Mittelstand gesehen hat, gibt es bei KSB nicht.

In der kommenden Woche wird KSB neue Zahlen publizieren. Daher kann der Vorstand sich in dieser Hinsicht in Frankfurt nicht wirklich äußern. Sicher dürfte jedoch sein, dass die Zahlen für 2025 über denen von 2024 liegen werden. Damals gab es einen Umsatz von 2,965 Milliarden Euro und ein EBIT von 244,2 Millionen Euro. Die Unternehmensprognose für 2025 liegt offiziell bei 2,95 Milliarden Euro bis 3,15 Milliarden Euro bzw. 235 Millionen Euro bis 265 Millionen Euro. 2026 könnte es eine weitere, leichte Steigerung geben. Genaue Prognosen sind aufgrund des unsicheres Umfelds jedoch derzeit schwierig.

Zur Dividende gibt es noch keine Aussagen. Schmitz macht jedoch deutlich, dass man eine Verpflichtung gegenüber den Aktionären sowohl beim Kurs als auch bei der Dividende habe. 30 Prozent bis 40 Prozent des Gewinns sollen an die Aktionäre gehen. Das ist Tradition bei KSB.

China als Impulsgeber
Wachstumschancen sieht Schmitz derzeit im arabischen Raum und in Südamerika. Das Geschäft in den USA wird aufgrund der Zollproblematiken mit 10 Millionen Euro bis 12 Millionen Euro belastet. Wirklich dramatisch ist dies für KSB jedoch nicht. Die USA sind insgesamt kein starker Markt für die Gesellschaft aus Frankenthal (Pfalz). Im klassischen Geschäft werden dort rund 70 Millionen Euro umgesetzt. Klare Wachstumsperspektiven sieht man bei KSB hingegen in China. Dort ist man mit eigenen Werken vertreten und nach eigenen Angaben gut positioniert. KSB Shanghai Pump gehört zu den umsatzstärksten Tochterunternehmen.



Noch hat Europa bei KSB sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang die Nase vorne. 2024 entfielen 47 Prozent der Aufträge auf den alten Kontinent. Doch das könnte sich in den kommenden Jahren ändern. Die Wachstumsregionen liegen anderweitig.

4 Milliarden Euro als nächste Zielmarke
Bis 2030 will KSB einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Marge soll dann die Marke von 10 Prozent überschreiten. All dies kann ohne Zukäufe gelingen. Akquisitionen sind bei KSB kein allzu großes Thema. Man schaut sich zwar am Markt um und hat auch die finanzielle Flexibilität, aber viele Verkäufer verlangen schlichtweg zu hohe Preise. Darauf muss KSB nicht eingehen. Bei einer Nettofinanzposition von rund 300 Millionen Euro ist man aber durchaus in der Lage, sich zu verstärken.

Einem Buzzword zieht Schmitz in Frankfurt den Zahn. Der Bereich Rüstung/Defence ist für KSB kein Thema. Doch auch ohne diese Phantasie zieht der Kurs bei KSB weiter an. Die Vorzüge notieren bei 1.080,00 Euro, in den vergangenen vier Wochen hat die Aktie mehr als 12 Prozent zugelegt.

Die Analysten von Warburg sehen weiteres Aufwärtspotenzial für den Titel. Sie haben jüngst ihr Kursziel für die KSB-Aktien von 1.200 Euro auf 1.250 Euro angehoben. Dabei gibt es eine Kaufempfehlung für die Aktie. Man spricht von mittelfristig guten Perspektiven und sieht Wachstumschancen auch dank des verbesserten Umfelds im Energiebereich.





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