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Börse am Morgen: Netflix, Gold, Silber, Dollar, WEF Davos, Konjunkturdaten - Nord LB Marktbericht

22.01.2026 08:19 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Börsen-Ausblick und Marktbericht. Bild und Copyright: MaxxiGo / shutterstock.com.

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch beschlossen, das EU?Mercosur?Freihandelsabkommen vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen. Dieser Schritt könnte das Inkrafttreten verzögern oder sogar verhindern. Zum Ende des 3. Quartals 2025 betrug die Verschuldung des Öffentlichen Gesamthaushalts gegenüber dem nicht?öffentlichen Bereich EUR 2.608,8 Mrd. Damit stieg sie im Vergleich zum Vorquartal um 2,1% bzw. EUR 54,8 Mrd. Der Bund erhöhte seine Schulden um EUR 44,0 Mrd. (+2,5%) auf EUR 1.808,4 Mrd. Dazu trug u.a. das „Sondervermögen Bundeswehr“ bei, dessen Verbindlichkeiten um EUR 4,9 Mrd. (+17,4%) auf EUR 33,2 Mrd. wuchsen. Die Länder standen zum Quartalsende mit EUR 613,9 Mrd. in der Kreide (+0,7% gegenüber dem Vorquartal).

Tagesausblick
Bei den heutigen BIP-Daten aus den USA handelt es sich um die erste Revision, bei der sich die Lage erfahrungsgemäß durchaus nochmal anders präsentieren kann, als die jüngst überraschend fulminanten ersten Q3-Daten signalisierten. Wir gehen zunächst aber von keiner größeren Veränderung der Datenlage aus. Wichtiger werden die Inflationsdaten zum PCE und der damit einhergehende Datenkranz, der allerdings noch mit einer Verzögerung aufgrund des Shutdowns auf November lautet.

Renten- und Aktienmärkte
Die Kurse deutscher und europäischer Staatsanleihen gaben nach der Trump-Rede etwas nach.

Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos haben die Anleger ein kleines bisschen beruhigt. Trump schloss Gewalt bei seiner geplanten Übernahme von Grönland aus. Später (nachbörslich in Europa) zog er auch die Zolldrohungen zurück und stellte ein Rahmenabkommen in Aussicht, womit er zunächst eine weitere Eskalation vermied. Der Dax und der EuroStoxx50, die vor Trumps Auftritt um bis zu 1,4% bzw. 1,2% gefallen waren, machten einen Teil ihrer Verluste wieder gut. Da nicht alle Entwicklungen während der Handelszeiten verarbeitet werden konnten, dürften europäische Aktienindizes heute freundlich bis fest in den Tag starten



Die wichtigsten US-Indizes starteten leicht im Plus und bauten dieses nach den weiteren Entspannungssignalen in der Grönland-Frage weiter spürbar aus.

DAX -0,58%; MDAX +0,46%; TecDAX -0,15%; Dow Jones +1,21%; S&P 500 +1,16%; Nasdaq Comp. +1,18%.

Unternehmen
Die Deutsche Börse erweitert ihr Fondsdienstleistungsgeschäft: Für insgesamt EUR 5,3 Mrd. will sie den spanisch-britischen Anbieter Allfunds übernehmen. Die Großaktionäre Hellman & Friedman (36,1%) und BNP Paribas (12,8%) wollen ihre Anteile verkaufen. Mit Allfunds ergänzt die Deutsche Börse ihre Tochter Clearstream Fund Services. Der Marktanteil in Europa könnte sich hierdurch etwa verdoppeln. Wegen der erwarteten Prüfung durch die EU-Wettbewerbsbehörden wird der Abschluss der Übernahme erst in rund einem Jahr erwartet.

Continental hat 2025 trotz schwächerer Ergebnisse der zum Verkauf stehenden Sparte Contitech seine eigenen Jahresziele erreicht. Der Konzern erzielte EUR 19,7 Mrd. Umsatz und traf damit das untere Ende der Prognose. Die bereinigte operative Marge lag mit 10,2% innerhalb des Zielkorridors von 10%-11%. Contitech verfehlte hingegen mit 4,9% die erwartete Marge von 6% bis 7% – unter anderem wegen ausbleibender Markterholung, Umbaukosten sowie Währungs- und Bewertungseffekten. Die Reifensparte erreichte eine Umsatzrendite von 13,6% und lag damit am oberen Ende der Prognosespanne.

United Airlines hat dank starker Nachfrage von Geschäftsreisenden und zahlungskräftigen Kunden einen optimistischen Ausblick vorgelegt. Für Q1 erwartet die Airline einen bereinigten Gewinn von USD 1,00 bis USD 1,50 je Aktie – im Schnitt über den Analystenschätzungen von 1,13 Dollar. Auch im abgelaufenen Q4 übertraf United die Erwartungen: Der bereinigte Gewinn lag bei USD 3,10 je Aktie statt erwarteten USD 2,94, der Umsatz stieg um 4,8% auf USD 15,4 Mrd. Für 2026 plant das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von USD 12 bis USD 14 je Aktie.





Devisen und Rohstoffe
Der USD konnte sich nach den Meldungen aus Davos etwas erholen. Der EUR fiel unter die Marke von USD 1,17.

Gold als Save-Haven-Asset entfernte sich nach den Entspannungstendenzen in der Rhetorik von Donald Trump wieder etwas von dem zuvor erreichten frischen Allzeithoch.

Die Ölpreise legten gestern, gestützt durch die Mäßigung im Konflikt zwischen den USA und Europa, zu.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



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