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Deutschland - ZEW-Umfrage: Kräftige Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn - Nord LB

20.01.2026 15:45 Uhr - Autor: Kolumnist  auf twitter

Soeben hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) aktuelle Ergebnisse seiner monatlichen Umfrage unter Finanzmarktexperten veröffentlicht. Demnach hat sich die Stimmung unter Finanzmarktexperten in Deutschland zu Jahresbeginn kräftig aufgehellt. Die Konjunkturerwartungen an Deutschland sind im Vergleich zum Vormonat um 13,8 Saldenpunkte auf einen Stand von 59,6 gestiegen. Zuletzt lagen die Erwartungen im Juli 2021 höher. Gleichzeitig hat sich auch die Lagebeurteilung auf einen Stand von -72,7 aufhellen können. Die heutigen Daten stellen gemessen an den im Vorfeld erhobenen Schätzungen von Analysten und Volkswirten eine positive Überraschung dar.

Auch für die Eurozone signalisieren die Ergebnisse mit einem Stand von 40,8 eine Verbesserung der Erwartungen der Befragten. Die Finanzmarktexperten und Analysten gehen damit weiter davon aus, dass es in den kommenden sechs Monaten zu einer Beschleunigung des Wachstums im Euroraum kommt.

Schon der Sentix in der vergangenen Woche, als erster Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft im neuen Jahr, hatte erste positive Signale geliefert. Die befragten Finanzmarktinvestoren zeigten sich bei ihrer Einschätzung hinsichtlich der Konjunkturentwicklung in den großen Volkswirtschaften wieder optimistischer. Dabei dürfte auch die Aktienmarktperformance im Befragungszeitraum eine Rolle gespielt haben. Für Euroland und Deutschland hatten sich sowohl die Erwartungs- als auch Lagekomponente aufgehellt.

Die überraschend positiven ZEW?Erwartungen spiegeln im Grunde wider, dass sich der konjunkturelle Ausblick für Deutschland im Jahr 2026 aufhellt. So dürften bereits erste realwirtschaftliche Impulse von der expansiven Fiskalpolitik spürbar werden. Neben dem sukzessiven Hochlauf der Investitionen sind auch einige Nachfrageimpulse von den Maßnahmen zur Ertüchtigung der Verteidigungsfähigkeit zu erwarten. Zudem bremst die Geldpolitik nicht mehr wie in den vergangenen beiden Jahren. Vor diesem Hintergrund scheint sich im Stimmungsbild nun durchzusetzen, dass die deutsche Wirtschaft nach dreijähriger Schwäche in 2026 auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehren dürfte.



Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob sich auf Seiten der Stimmungsindikatoren diese Aufhellung auch auf die Unternehmenslenker in Deutschland in der kommenden ifo-Befragungsrunde durchschlagen kann. Neue Zollandrohungen des US?Präsidenten Donald Trump im Zusammenhang mit dem Streit über Grönland haben die Märkte spürbar verunsichert und den DAX gestern zwischenzeitlich unter die wichtige psychologische Marke von 25.000 Punkten gedrückt. Eine drohende Spirale aus Zöllen und Gegenreaktionen mit schwer kalkulierbaren Folgen für exportorientierte Wirtschaftszweige in Deutschland schwebt erneut wie ein Damoklesschwert über dem wirtschaftlichen Ausblick.

Fazit
Die heutigen Ergebnisse der ZEW-Befragungsrunde zeigen zum Jahresstart eine kräftige Stimmungsaufhellung unter Finanzmarktexperten an. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind auf einen Stand von 59,6 Punkten geklettert, dem höchsten Wert seit rund viereinhalb Jahren. Gleichzeitig hat sich auch die Lagebeurteilung aufhellen können. Die heutigen Daten unterstreichen die Aussicht auf eine wieder anziehende Binnenkonjunktur und Investitionstätigkeit mit der expansiven Fiskalpolitik im Jahr 2026. Dies scheint sich nun sukzessive im Stimmungsbild durchzusetzen. Gleichwohl bleiben geo- und handelspolitische Spannungen wie die jüngsten Zollandrohungen des US?Präsidenten Belastungsfaktoren. Die Unsicherheit bleibt damit wohl auch in diesem Jahr gewissermaßen eine Konstante.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!





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