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Asta Energy Solutions: Börsengang naht – Siemens Energy will einsteigen

15.01.2026 11:57 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  auf twitter

Asta Energy Solutions sitzt in Oed (Österreich). Der Börsenkandidat ist ein Hersteller von hochwertigen kupferbasierten Lösungen, die in Energiesysteme integriert werden. Bild und Copyright: Asta Energy Solutions.

Es gibt eine erste IPO-Ankündigung für 2026. Asta Energy Solutions plant einen Börsengang an der Frankfurter Börse. Die Erstnotiz soll im Regulierten Markt (Prime Standard) erfolgen. Geplant ist die Börsenpremiere noch für das erste Quartal 2026.

Es soll beim Börsengang eine Kapitalerhöhung geben, Altaktionäre wollen sich ebenfalls von Papieren trennen. Das Transaktionsvolumen soll bei rund 190 Millionen Euro liegen. Dabei sollen rund 125 Millionen Euro auf eine Kapitalerhöhung entfallen.

Schon jetzt haben sich verschiedene Investoren verpflichtet, Aktien im Volumen von rund 55 Millionen Euro zu erwerben. Dazu zählen neben Siemens Energy mit 25 Millionen Euro auch Fonds, die von der Environmental Strategies Group bei BNP Paribas Asset Management verwaltet werden, Invesco Asset Management Limited sowie Fonds von WCM Investment Management.

Bisher liegen die Asta-Anteile bei der ETV Montana Tech Holding (41 Prozent) sowie bei Makra (59 Prozent). Beide Gesellschaften werden von Michael Tojner kontrolliert. Auch nach einem Börsengang sollen die beiden bisherigen Gesellschafter die Mehrheit behalten. Tojner hat vor einigen Jahren auch Varta an die Börse gebracht.

Asta Energy Solutions sitzt in Oed (Österreich). Der Börsenkandidat ist ein Hersteller von hochwertigen kupferbasierten Lösungen, die in Energiesysteme integriert werden. Damit werden Mittel- bis Hochspannungstransformatoren, industrielle Generatoren sowie Rechenzentren versorgt. Produkte von Asta finden sich beispielsweise bei Südlink.

CEO Karl Schäcke sagt auf einer virtuellen Konferenz in diesem Zusammenhang, dass man sich „im Herzen der Energiewende“ befinde. Er rechnet mit einem „unglaublich stark wachsenden Markt“ in den kommenden Jahren, da die Welt sehr viel mehr Energie benötigen wird. In vielen Staaten gibt es massive Netzausbaupläne. Davon dürfte Asta profitieren.



Aktiv ist Asta inzwischen auch im E-Mobility Markt. Dort werden sehr dünne isolierte Kupferkomponenten für den Einsatz in Lokomotiven und Elektrofahrzeugen geliefert.

Zu den Kunden des 210 Jahre alten Unternehmens zählen Siemens Energy, Hitachi Energy, GE Vernova und Andritz. Für Asta Energy Solutions arbeiten 1.400 Personen an sechs Standorten in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, China und Indien.

Wachstum soll forciert werden
Mit dem frischen Geld aus dem Börsengang will Asta international wachsen. Die Kapazitäten sollen erweitertet werden. So soll ein Standort in Bosnien und Herzegowina ausgebaut werden. Ferner soll eine Recycling- und Casting-Anlage in Europa errichtet werden. Zudem sollen Darlehen zurückgezahlt werden.

2024 erwirtschaftet Asta einen Netto-Umsatz von 642,6 Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen 2025 sind es 526,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet Asta mit einem Netto-Umsatz von 680 Millionen Euro. Das EBITDA wird am oberen Rand einer Spanne von 45 Millionen Euro bis 47 Millionen Euro gesehen. 2024 kam es auf 35,5 Millionen Euro. Nach drei Quartalen 2025 ergibt sich ein EBITDA von 36,6 Millionen Euro. Bis 2030 will Asta einen Nettoumsatz von mehr als 1,0 Milliarden Euro schaffen, wie CEO Schäcke auf der Telefonkonferenz mehrfach betont.

Interessant bei Asta ist die Besetzung des Aufsichtsrats. Seit der Hauptversammlung am 8. Januar gehört der vormalige Bundeskanzler von Österreich, Christian Kern, diesem Gremium an. Auch Johannes Linden, Co-CEO von Pfisterer, ist seitdem Aufsichtsrat von Asta.

Beim Börsengang können Privatinvestoren aus Österreich und Deutschland Aktien zeichnen. Genaue Details zum Zeitplan sind noch nicht publiziert.

Unterstützt wird der Börsengang von Berenberg, Commerzbank, Oddo BHF, RBI und der Baader Bank.





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