Formycon: Biosimilar-Projekte unter Preis-Druck – Aktie bricht ein
17.02.2025 10:13 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Die Formycon-Aktie ist nach einer Mitteilung des Unternehmens um 42 Prozent auf 28,80 Euro abgestürzt. Hintergrund sind Anpassungen in mehreren Biosimilar-Projekten, die zu hohen Abschreibungen und strategischen Neuausrichtungen führen. Allerdings gibt es unter den Neuigkeiten auch eine Gute: Die Entwicklung von FYB206, einem Biosimilar zu Keytruda, wird ohne die ursprünglich geplante Phase-III-Studie fortgesetzt. Formycon sieht nach Gesprächen mit der FDA keine Notwendigkeit für eine weitere klinische Prüfung. Das Unternehmen erwartet dadurch Investitionsersparnisse im hohen zweistelligen Millionenbereich, was sich entsprechend positiv auf Cashflow und Liquidität auswirken wird. Die betroffenen Patienten mit Lungenkarzinom werden mit dem Originalpräparat Keytruda weiter behandelt. Gleichzeitig drohen erhebliche Abschreibungen auf FYB202, ein Biosimilar zu Stelara. Aufgrund eines stärkeren als erwarteten Preisverfalls bei Biosimilars in den USA geht Formycon (WKN: A1EWVY, ISIN: DE000A1EWVY8, Chart, News) nach Abstimmungen mit ihrem Vermarktungspartner Fresenius Kabi AG von einer außerordentlichen Abschreibung im hohen zweistelligen bis knapp dreistelligen Millionenbereich aus. Der exakte Betrag wird derzeit geprüft. Auch FYB201, ein Biosimilar zu Lucentis, steht unter Druck. Die Lizenzinhaberin Bioeq AG führt mit Sandoz Gespräche über eine strategische Neuausrichtung für den US-Markt. Aufgrund zunehmender Preisnachlässe könnte die Vermarktung vorübergehend pausiert werden. Dies könnte eine weitere Wertberichtigung im niedrigen zweistelligen Millionenbereich nach sich ziehen. „Für Biosimilars im sogenannten Pharma Benefit-Marktsegment in den USA zeichnet sich ab, dass die Marktöffnung für Biosimilars sich immer noch langsamer entwickelt und größere Preisnachlässe erfordert als zuvor antizipiert”, so Stefan Glombitza, CEO der Formycon AG. Formycon hält an den bisherigen Finanzprognosen für 2024 fest: Umsatz und EBITDA, auf die Abschreibungen keinen Einfluss haben, sollen unverändert bleiben. Dagegen werden die Abschreibungen das Nettoergebnis deutlich belasten.
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