flatexDEGIRO: Gewinnwarnung für 2022 - BaFin kritisiert Mängel
04.12.2022 11:12 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Beim Direktbroker flatexDEGIRO laufen die Geschäfte schlechter als erwartet. Die Börsenflaute sorgt bei dem Finanzdienstleister am Wochenende erneut für eine Gewinnwarnung. Der Umsatz soll nur noch bei 380 Millionen Euro +/- 2 Prozent liegen. Für die bereinigte EBITDA-Marge senkt das Unternehmen die Prognose auf 37 Prozent +/- 1 Prozentpunkt. Im Jahr 2022 erwarteten die Frankfurter nach ihrer letzten Gewinnwarnung im Oktober zuletzt einen Umsatz von 400 Millionen Euro, zuvor waren es 400 Millionen Euro bis 440 Millionen Euro, sowie eine bereinigte EBITDA-Marge mindestens auf Vorjahresniveau. 2021 lag diese bei 42,4 Prozent. Der Umsatz betrug 2021 417,6 Millionen Euro. Bereinigtes EBITDA wird 2022 fallen „Externe Faktoren haben die Handelsaktivität von Privatanlegern von einem Rekordhoch zu Beginn des Jahres 2021 zu einem Rekordtief im Jahr 2022 geführt, was es zum schwierigsten Jahr für die Online-Brokerage-Branche in Europa macht. Dennoch erwarten wir, dass wir selbst in diesem äußerst ungünstigen Umfeld im Jahr 2022 das höchste EBITDA und den höchsten Jahresüberschuss aller Zeiten erzielen werden“, so Frank Niehage, Vorstandsvorsitzender der flatexDEGIRO AG (WKN: FTG111, ISIN: DE000FTG1111, Chart, News). „Im kommenden Jahr wird der Jahresüberschuss nochmals deutlich vom steigende Zinsniveau profitieren“, so Niehage. Man wolle weiter profitabel wachsen. BaFin-Prüfung ergibt Mängel Zudem erweitert flatexDEGIRO den Vorstand. Der bisherige CFO Muhamad Chahrour wird stellvertretender CEO und Chief Operating Officer (COO) sowohl der flatexDEGIRO AG als auch der flatexDEGIRO Bank AG. Benon Janos wird neuer CFO von flatexDEGIRO AG, Stephan Simmang neuer CTO. Beide werden ab dem 1. Januar 2023 in den Vorstand berufen und sind 2016 von Goldman Sachs zu flatexDEGIRO gewechselt. Janos ist derzeit CFO der flatexDEGIRO Bank AG, Simmang war für die IT-Plattform der Gesellschaft verantwortlich. Dieser Bericht könnte Sie auch interessieren
Damit würde das bereinigte EBITDA 2022 bei flatexDEGIRO in der Mitte der Prognosespanne von 177 Millionen Euro auf rund 141 Millionen Euro fallen. Die vorherige Prognose für die Marge hätte auf ein bereinigtes EBITDA von rund 170 Millionen Euro schließen lassen.
Damit aber nicht genug der schlechten Nachrichten: Die BaFin hat bei dem FInanzdienstleister im Rahmen Sonderprüfung gemäß § 44 Kreditwesengesetz (KWG) durchgeführt. Dabei seien „Mängel in einigen Geschäftspraktiken und der Unternehmensführung festgestellt“ worden, so flatexDEGIRO am Wochenende.
Als Reaktion auf die Ergebnisse der BaFin-Sonderprüfung wird das Unternehmen seine flatexDEGIRO Bank AG mit weiteren 50 Millionen Euro aus eigenen Mitteln zu kapitalisieren. Zudem habe man „Maßnahmen eingeleitet, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu erfüllen“, melden die Frankfurter.flatexDegiro wird bei der Umsatzprognose zurückhaltender
Im dritten Quartal steigert flatexDegiro den Umsatz um 4,3 Prozent auf 91,9 Millionen Euro. Das EBITDA verbessert sich um 25,1 Prozent auf 37,6 Millionen Euro. Je Transaktion legt der Umsatz um 6,5 Prozent auf 5,15 Euro zu. Im bisherigen Jahresverlauf gewinnt der Online-Broker 376.000 neue Kundenaccounts hinzu. Somit verfügt man über einen Kundenstamm von 2,4 Millionen. Die Zahl der Transaktionen ist im dritten Quartal um 16,3 Prozent auf 15,3 Millionen gesunken.
Bei der Prognose für 2022 wird flatexDegiro vorsichtiger. Es soll ein Umsatz von mindestens 400 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Sommer sprach man noch von 400 Millionen Euro bis 440 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens das Vorjahresniveau erreichen. Diese Aussage wird bestätigt. 2021 lag diese bei 42,4 Prozent. Der Umsatz betrug 2021 417,6 Millionen Euro.
CEO Frank Niehage spricht von einem herausfordernden Marktumfeld: „Unser anhaltendes Wachstum und unsere finanzielle Performance ... diese News weiterlesen!
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