Börse: Adidas, Gea, Konjunkturdaten und US-Arbeitsmarkt im Fokus - Nord LB
09.05.2022 08:53 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Produktion im produzierenden Gewerbe in Deutschland war im März deutlich rückläufig. Wie Destatis mitteilte, sank die Produktion gegenüber dem Vormonat um 3,9% und lag arbeitstäglich bereinigt um 3,5% unter dem Niveau des Vorjahres. Volkswirte waren wesentlich optimistischer gewesen. "Infolge anhaltender Einschränkungen durch die Corona-Krise und des Kriegs in der Ukraine haben viele Unternehmen wegen gestörter Lieferketten nach wie vor Probleme beim Abarbeiten ihrer Aufträge", hieß es. Die Industrieproduktion im engeren Sinne ging im März auf Monatssicht um 4,6% zurück. Die Bauproduktion stieg um 1,1%, während die Energieproduktion um 11,4% schwächer war. Der US-Arbeitsmarkt hat im April 428.000 neue Stellen geschaffen, was über den Erwartungen lag. Die separat erhobene Arbeitslosenquote blieb mit 3,6% auf Vormonatsniveau, die Stundenlöhne stiegen gegenüber März um 0,3%. Ausblick Rentenmarkt Aktienmarkt Unternehmen Gea ist in den ersten drei Monaten des lfd. Jahres deutlich gewachsen. Bei Erlösen von 1,13 Mrd. EUR (+5,7%) erzielte der Anlagenbauer -dank eines margenstarken Neumaschinengeschäfts sowie eines leicht höheren Service-Anteils- einen operativen Gewinn (EBITDA) vor Restrukturierungsaufwand von 138 Mio. EUR (+14,1%). Der Konzernüberschuss lag bei 72,2 (56,7) Mio. EUR. Auch beim Auftragseingang gab es mit 1,54 Mrd. EUR Positives zu vermelden. Die Prognose für 2022 wurde bestätigt. Devisen Rohstoffe Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Selbst nach den Datenschwergewichten ISM PMI und US-Arbeitsmarktbericht sowie den Entscheidungen von Fed und BoE reißt die Reihe extrem marktrelevanter Veröffentlichungen nicht ab: So werden sich die Finanzmarktakteure am Dienstag auf die Bekanntgabe der deutschen ZEW-Umfrage vom Mai, am Mittwoch auf die US-Inflationszahlen vom April und am Donnerstag auf das britische BIP-Wachstum im I. Quartal konzentrieren. Die Ergebnisse der ZEW-Umfrage werden sich vermutlich nochmals leicht verschlechtern, aber nur noch marginal im Vergleich zum Vormonat. Die Verbraucherpreise (CPI) in den USA dürften relativ moderat um „nur“ 0,2% M/M gestiegen sein (CPI Core erw.: 0,3% M/M), so dass es sehr wahrscheinlich sogar zu einem marginalen Rückgang (!!!) in der Inflationsrate auf 8,1% Y/Y gekommen sein dürfte (CPI Core erw.: 5,8% Y/Y). U.a. zwei Gründe: Entlastende Basispreiseffekte und im April fiel der Benzinpreis. Das BIP Großbritanniens wird im Vorquartal wohl noch um knapp 1,0% Q/Q gestiegen sein – aber nur aufgrund des sehr starken Januars.
Die Rendite deutscher Staatsanleihen ist auch zum Wochenausklang weiter gestiegen. Die Kurse der US-Staatsanleihen haben sich etwas leichter gezeigt. Die Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort und ist damit nicht mehr weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Der US-Arbeitsmarktbericht liefert keine Gründe für die Fed, von ihren avisierten Zinsschritten größeren Ausmaßes Abstand zu nehmen.
Den dt. Aktienmarkt belastete am Freitag die Mischung aus hoher Inflation, anziehenden Zinsen und gleichzeitig steigenden Rezessionssorgen. DAX -1,6%; MDAX -2,1%; TecDAX -2,5%. Die US-Börsen blieben nach dem Arbeitsmarktbericht weiterhin nervös. Dow -0,3%, S&P 500 -0,6%, Nasdaq-Comp. -1,4%.
Adidas konnte den Umsatz in Q1 währungsbereinigt um 3% auf 5,3 Mrd. EUR steigern. Dabei profitierte der Sportartikelhersteller von Zuwächsen in Nord- und Lateinamerika sowie in Europa. Das Betriebsergebnis sank u.a. wegen erhöhter Aufwendungen für Marketing und Werbung um 38% auf 437 Mio. EUR. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften ging um fast 40% auf 310 Mio. EUR zurück. Wegen der Corona-Lockdowns in China nimmt der Konzern die Erwartungen für das Gesamtjahr etwas zurück. So soll der Gewinn nun nur noch im unteren Bereich der anvisierten Spanne von 1,8 bis 1,9 Mrd. EUR liegen. Der Umsatz soll weiter währungsbereinigt um 11 bis 13% wachsen.
Die Aussicht auf höhere Zinsen hat dem Euro am Berichtstag auf die Sprünge geholfen. Zuvor hatte der französische Notenbankchef geäußert, dass nach seiner Einschätzung die Leitzinsen im Euroraum bis Jahresende wieder über Null steigen könnten.
Die Ölnotierungen haben weiter zugelegt und dabei u.a. von der Ankündigung der USA profitiert, ab Herbst ihre strategischen Ölreserven wiederauffüllen zu wollen.
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