Am Morgen: Gea, ASML, Micron Technology und Konjunkturdaten im Blickpunkt - Nord LB Kolumne
30.09.2021 08:07 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Nach einer Umfrage des Ifo-Instituts hat sich der akute Materialmangel in der deutschen Industrie im September nochmals verschärft und ist nun so groß wie nie zuvor. Nachdem im August 69,2% der Firmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen klagten, stieg dieser Wert im September auf 77,4%. „Es sind viele Aufträge da, Unternehmen können diese gegenwärtig aber nicht produzieren”, hieß es von den Forschern. In der Autoindustrie ist die Lage mit einem Wert von 97% besonders ernst, nicht viel besser sieht es bei elektrischen Ausrüstungen (93%) und dem Maschinenbau (89%) aus. Als Folge wollen immer mehr Unternehmen ihre Preise erhöhen. Die dt. Einfuhrpreise haben sich im August so stark erhöht wie seit 1981 nicht mehr. Vor allem deutlich höhere Kosten für Öl und Gas (+93,6%) sorgten für einen Anstieg um 16,5% (Juli: +15,0%) zum Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Energie stiegen die Preise nur um 9,8%. Experten gehen davon aus, dass die teurer gewordenen Importe sich auch auf die Lebenshaltungskosten der deutschen Verbraucher durchschlagen werden. Schulden, Schulden, Schulden: Die Verschuldung des deutschen Staates ist im ersten Halbjahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Kosten für die Corona-Maßnahmen haben dazu geführt, dass Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte Ende Juni zusammen mit 2.251,8 Mrd. EUR in der Kreide standen. Das sind 78,9 Mrd. EUR mehr als Ende 2020. Die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone hat sich im September überraschend um 0,2 auf 117,8 Punkte etwas aufgehellt. Deutlich verbesserte sich die Stimmung in Spanien (+1,7), Deutschland (+0,8) und den Niederlanden (+0,6). Sie verschlechterte sich hingegen in Frankreich (-1,3) und Italien (-0,9). Rentenmarkt Aktienmarkt Unternehmen Der niederländische Chipausrüster ASML profitiert von der weltweit hohen Halbleiternachfrage und hebt seine mittelfristigen Ziele an. Bis 2030 rechnet ASML nun mit einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 11%. Bis 2025 werde der Umsatz auf 24 bis 30 (bisher: 15 bis 24) Mrd. EUR steigen und die Bruttomarge bis zu 55% (bisher: mind. 50%) erreichen. Der US-Chiphersteller Micron Technology hat in Q4 die Erlöse um 36,4% gegenüber dem Vorjahreswert auf 8,274 Mrd. US-$ steigern können. Der operative Gewinn lag bei 2,955 (1,799) Mrd. US-$. Für das laufende erste Quartal ist Micron weniger optimistisch als bisher: Aufgrund von Engpässen bei Materialien für die Chip-Produktion erwartet das Unternehmen nur noch Umsätze von 7,65 Mrd. US-$ - plus oder minus 200 Mio. US-$. Devisen Öl / Gold Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Die Kurse der deutschen Bundesanleihen haben zur Wochenmitte leichte Zuwächse verzeichnet. US-Treasuries sind nach einem bewegungsarmen Handel kaum verändert in den Feierabend gegangen.
Während sich MDAX und TecDAX in engen Grenzen uneinheitlich präsentierten, konnte der DAX einen kleinen Teil der Vortagsverluste wettmachen. DAX +0,77%, MDAX +0,05%, TecDAX -0,14%. Eine positive Studie ließ Airbus an der DAX-Spitze um 3,33% zulegen. Während die Tech-Werte weiter unter der Angst vor steigenden Zinsen litten, zeigte der Rest des US-Aktienmarktes eine Reaktion auf die jüngsten Kursverluste und zog leicht an. Dow Jones +0,35%, S&P-500 +0,25%, Nasdaq-Comp. -0,24%. Nikkei-225 gewinnt akt. marginal hinzu: 29.572 Pkt. (+0,09%).
Der Anlagenbauer Gea will den organischen Umsatz bis 2026 um jährlich 4 bis 6% steigern und dabei profitabler werden. Optimierungen im Einkauf und in der Produktion sollen dafür sorgen, dass die EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand auf ein RekordNiveau von mehr als 15% steigt (2020: 11,5%).
Der Euro hat seinen Rückzug auch zur Wochenmitte fortgesetzt. Die Gemeinschaftswährung leidet unter der Erwartung einer Straffung der US-Geldpolitik.
Die Ölpreise haben nach den jüngsten Gewinnen auf hohem Niveau konsolidiert. Der Anstieg der Rohöllagerbestände hatte kaum Einfluss auf die Preise. Gold musste erneut leichte Einbußen verkraften. Hier belastet u.a. der starke US-$.
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