DFV: Doppelte Hochstufung der Aktie
22.01.2021 13:42 Uhr - Autor: Johannes Stoffels auf twitter
Zum Jahreswechsel teilt die DFV Deutsche Familienversicherung mit, dass man aus dem Careflex-Projekt aussteigt und nur noch die Rolle eines Rückversicherers übernimmt. Der Markt reagiert geschockt und schickt die Aktie auf Talfahrt. Es gibt ein Kursminus von rund 40 Prozent. Seitdem hat man wieder rund 17 Prozent zugelegt. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Die Analysten von FMR bewerten das anfängliche Minus als übertrieben. Sie sehen die DFV weiter auf einem Wachstumspfad. Das zeigen die jüngsten Zahlen. Auch 2020 steigert die DFV die Zahl der Verträge sowie die Bestandsbeiträge deutlich.
In 2021 soll sich dieses Wachstum fortsetzen. Die Bruttoprämien sollen um rund 25 Prozent zulegen, der operative Verlust soll sich von fast 10 Millionen Euro auf 4 Millionen Euro verringern. Man will etwa 100.000 Neukunden gewinnen.
Die Digitalisierung soll sich 2021 weiter verbessern, zudem will man in den österreichischen Markt eintreten. Dies soll im zweiten Quartal geschehen. Welche Strategie man dort fahren will, ist aber noch nicht bekannt.
Die Experten rechnen nach den jüngsten Äußerungen der Frankfurter für 2021 mit einem EBIT von -4,0 Millionen Euro (alt: -2,4 Millionen Euro). 2022 soll es ein EBIT von +2,0 Millionen Euro (alt: +1,8 Millionen Euro) geben.
Die Analysten stufen die Aktien der DFV hoch. Zuletzt gab es für den Titel eine Halteempfehlung, das Kursziel lag bei 16,00 Euro. In der heutigen Analyse gibt es eine Kaufempfehlung für die Aktien der DFV. Das Kursziel wird auf 20,00 Euro angehoben.
Die Aktien der DFV notieren am Mittag fast unverändert bei 16,176 Euro.
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Seit dem Jahreswechsel gibt es einen gewissen Druck bei den Aktien der DFV Deutsche Familienversicherung. Am Abend des 30. Dezembers verkündete die DFV den Ausstieg aus dem Careflex-Programm, danach sackte der Kurs von fast 23 Euro auf rund 13 Euro ab. Mit einem solch deutlichen Minus hatte DFV-Chef Stefan Knoll nicht gerechnet, wie er gestern auf einer Telefonkonferenz erläuterte, da sich die Folgen aus seiner Sicht in Grenzen halten. Das Careflex-Aus war für ihn jedoch die „Enttäuschung des Jahres“.Auch die aktuellen Zahlen der DFV können dem Kurs keine wirklichen Impulse geben, das Papier verliert gestern auf Xetra rund 0,9 Prozent auf 16,196 Euro. Dabei liegen die Zahlen ungefähr auf Höhe der Erwartungen, sind aber auch von der Pandemie geprägt. Knoll spricht von einem „ausgesprochen guten Jahr“.
Allerdings wird das früher kommunizierte Ziel, rund 100.000 Neuverträge abzuschließen, verfehlt. Man hat kaum noch Auslandskrankenversicherungen verkauft, die ... diese News weiterlesen!
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