Am Morgen: Freenet, Zalando, Swiss Re, BioNTech und Pfizer im Fokus - Nord LB Kolumne
23.11.2020 09:04 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Verbraucherpreise in Japan waren im Oktober auf dem Rückzug und sind dabei so stark gefallen wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Die Teuerungsrate (ohne Lebensmittel- und Energiepreise) sank um 0,7% zum Vorjahr. Deutsche Unternehmen tun sich nach Angaben des Ifo-Instituts aktuell schwer, die Entwicklung ihrer Geschäftslage vorherzusehen. Das Barometer für die Unsicherheit der Firmen lag im Oktober auf einer Skala von null bis 100 bei 64,3 Punkten und damit deutlich höher als vor der Corona-Pandemie (Februar-Wert: 55), teilte das Institut zu seiner Umfrage mit. Der Wert liegt aber noch deutlich unter dem des ersten Lockdowns im April von 73,8 Punkten. Rentenmarkt Aktienmarkt Die Auseinandersetzung zwischen der Fed und dem US-Finanzministerium wegen einiger Corona-Hilfen hat die Anleger verunsichert und zu Kurseinbußen bei den US-Indizes geführt. Hoffnungen, dass die Corona-Impfstoffe nach einer erwarteten Notfallzulassung durch die amerikanische Gesundheitsbehörde bald auf den Markt kommen könnten, hat bei den Impfstoff-Unternehmen zu Kursgewinnen geführt. Dow Jones -0,75%, S&P 500 -0,68%, Nasdaq-Comp. -0,42%. Der Nikkei-225 tendierte etwas leichter: 25.527 Pkt. (-0,42%). Unternehmen Der Modehändler Zalando setzt nach den Worten von Finanzchef Schröder auf eine Beschleunigung seines Wachstums im kommenden Jahr. Zalando wandelt sich gerade von einem reinen Händler zu einem Plattform-Anbieter. Bereits jetzt bieten etwa 2000 Läden ihre Waren über die Zalando-Website an. Diese Zahl will Zalando im kommenden Jahr verdreifachen. Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re hält trotz der CoronaPandemie an seinen seit 2016 geltenden Finanzzielen fest. Der Fokus liege auf einer erstklassigen Kapitalausstattung und einer konstanten oder höheren Dividende, teilte der Konzern mit. "Wir gehen davon aus, dass sich Covid-19 nur auf die Ertragskraft und nicht auf die Kapitalstärke der Gruppe auswirken wird und sich die Risikoexponierungen künftig verringern werden," erklärte Konzernchef Mumenthaler. BioNTech und Pfizer haben am Freitag bei der US-Gesundheitsbehörde FDA ihren erwarteten Antrag auf eine Notfallgenehmigung für ihren Impfstoff gegen das Coronavirus eingereicht. Bei grünem Licht könne ab Mitte oder Ende Dezember damit begonnen werden, Hochrisikogruppen in den USA zu impfen, teilten die Unternehmen mit. Man sei bereit, innerhalb weniger Stunden die Auslieferung des Vakzins zu starten, hieß es. Devisen Öl / Gold Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
Am Markt für deutsche Staatsanleihen blieb es zum Wochenausklang ruhig. Die Veränderungen hielten sich in engen Grenzen. Am Ende gab es leichte Zugewinne. Die Kurse der US-Staatsanleihen veränderten sich angesichts
fehlender kursbewegender Faktoren kaum.
Zum Wochenausklang haben die Investoren am deutschen Aktienmarkt noch einmal zugegriffen. DAX +0,39%, MDAX +0,88%, TecDAX +1,09%. Bayer (+3,23%) und RWE (+2,76%) führten die Gewinnerliste im Leitindex an, während Covestro mit einem Minus von 0,89% die rote Laterne trug.
Freenet hat nach dem Verkauf der Anteile am Schweizer Telekomanbieter Sunrise (Zufluss: 1,1 Mrd. EUR in bar) ein Bankdarlehen über 610 Mio. EUR getilgt. Zusammen mit der bereits frühzeitig durchgeführten Refinanzierung fälliger Schuldscheindarlehen im laufenden Geschäftsjahr hat sich somit die Schuldensituation massiv entspannt. Im Ergebnis konnte eine Senkung des Verschuldungsgrads von 4,8 zum Jahresende 2019 auf aktuell rund 1,7 erreicht werden, teilte der Mobilfunkanbieter mit. "Die übrigen Erlöse sollen in das Geschäft reinvestiert werden, den FreenetAktionären zugutekommen und/oder in weitere kleinere Schuldentilgungen fließen", teilte Freenet weiter mit.
Angesichts des Fehlens marktbewegender Konjunkturdaten blieb es auch beim Euro bei einem relativ ruhigen Handel.
Die Hoffnung, dass die Corona-Impfstoffe die Wirtschaft und damit auch die Ölnachfrage ankurbeln, hat den Preis des schwarzen Goldes anziehen lassen. Gold hat etwas zulegen können und sich wieder oberhalb der charttechnisch wichtigen Marke von 1.860 US-$ positioniert. Damit hat diese Marke ein weiteres Mal gehalten.
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