Daimler Aktie: Crashartige Verluste - war das der Selloff?
09.03.2020 12:11 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Dem Crash an der Frankfurter Börse kann sich die Daimler Aktie heute nicht entziehen. Im Tagesverlauf rutscht der DAX-notierte Automobil-Titel bis auf 31,005 Euro ab, kann sich im Tagesverlauf aber stabilisieren. Gegen Mittag liegt Daimlers Aktienkurs bei 31,635 Euro, das Tagesminus hat sich damit auf 9,25 Prozent verringert - ein allerdings nur schwacher Trost, denn der Verlust bleibt hoch und die crashartige Kursbewegung der letzten Wochen damit ungebrochen. Nur zur Erinnerung: Anfang November 2019 lag die Daimler Aktie noch bei 54,50 Euro und am 20. Februar bei 44,31 Euro - dann setzte der „Pandemie-Crash” mit dem Corona-Virus ein. Man muss schon in die Jahre 2012 und 2013 zurück gehen, um ähnliche Kursniveaus bei der Daimler Aktie zu finden - und Unterstützungszonen in der Nähe. Ein Supportbereich erstreckt sich im Bereich 29,99/30,44 Euro und damit nicht weit unter dem aktuellen Tages- und Crash-Tief. Nicht weit darunter verstärkt ein weiterer charttechnischer Support bei 28,87/30,10 Euro die Unterstützungszone. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
Interessant könnte es dagegen werden, wenn sich Daimlers Aktienkurs weiter stabilisieren und Terrain zurückgewinnen kann. Im Tagesverlauf zeigt sich bei 32,200/32,215 Euro Widerstand. Hier befindet sich bisher das untere Ende des heute aufgerissenen Abwärtsgaps, dessen oberes Ende das Tagestief vom Freitag bei 34,08 Euro darstellt. Dieses Gap stellt zumindest aktuell die ersten charttechnischen Widerstandsmarken für eine mögliche technische Erholungsbewegung dar.
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Nicht erst seit dem Aufkommen der Corona-Viruspandemie haben sich weltweit stärkere Tendenzen zu wirtschaftlichem Nationalismus gezeigt. Daimlers Vorstandvorsitzender Ola Källenius warnt nun im Gespräch mit dem Magazin „Der Spiegel” davor, dass sich der Trend aufgrund des Corona-Virus weiter verstärkt. Die aktuelle Situation zeige, dass globale Lieferketten anfällig seien, so der Manager, der sich aber zugleich für eine starke internationale Zusammenarbeit stark macht. So wäre „eine Welt ohne globale Arbeitsteilung eine weniger erfolgreiche”, sagt Källenius.In China fahre man die Produktion wieder hoch, nachdem in dem Land Ferien aufgrund der Epidemie verlängert wurden. „Wie groß am Ende die Auswirkungen sein werden, können wir heute nicht absehen, aber klar ist: Sowohl die Produktion als auch der Verkauf werden beeinträchtigt sein”, so der Daimler-Chef.
Von der UBS kommt für die Daimler Aktie in einer aktuellen Analystenstimme zwar weiter ein ... diese News weiterlesen!
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