Mologen ist insolvent
04.12.2019 01:05 Uhr - Autor: Johannes Stoffels auf twitter
Am Abend hat Mologen eine sehr kurze aber inhaltsschwere Meldung publiziert. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig. Man hat gestern beim zuständigen Amtsgericht Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt. Mehr teilen die Berliner nicht mit. Am Vortag sah es noch so aus, als ob die finanzielle Rettung nahen könnte. Es gab zwei Investorengruppen, die die angebotene Wandelschuldverschreibung über 2 Millionen Euro zeichnen wollten – teils unter gewissen Bedingungen: Burghardt Wittig sollte in den Vorstand berufen werden, auch im Aufsichtsrat sollte es Änderungen geben. Mit dem Geld aus der Wandelschuldverschreibung wollte sich Mologen bis zu einer geplanten Kapitalerhöhung im Januar 2020 über Wasser halten. Ob sich die Verhandlungen mit den interessierten Gruppen zerschlagen haben, ist unklar. Auch der genaue Grund für den jetzt erfolgten Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bleibt zunächst im Dunkeln. Der Kurs von Mologen ist nachbörslich um rund 70 Prozent auf 0,285 Euro gefallen. Dieser Bericht könnte Sie auch interessierenMologen: Kommt der Gründer zurück?
Seit Mai 2019 ist Stefan Manth Vorstandschef von Mologen. In der vergangenen Woche war der CEO auf dem Eigenkapitalform in Frankfurt unterwegs, um Investoren und Journalisten über den neuesten Stand bei Mologen zu informieren. Dabei machte er immer wieder deutlich, dass man in den kommenden Wochen eine Wandelanleihe über 2 Millionen Euro platzieren will und muss, um den Fortbestand der Gesellschaft kurzfristig zu sichern. In der Folge sollte es dann, so Manth, eine Kapitalerhöhung geben.
Doch jetzt könnte alles schon wieder ganz anders aussehen. Das Unternehmen meldet, dass zwei potentielle Investorengruppen die Wandelschuldverschreibung zeichnen könnten. Allerdings stellt eine dieser Gruppe rund um Burghardt Wittig klare Bedingungen.
Diese Gruppe zeigt sich bereit, die komplette Wandelanleihe zu zeichnen. Dafür müsse Wittig jedoch unverzüglich in den Vorstand von Mologen bestellt werden. Außerdem sollen Gerhard Greif und Kai Drabe in den Aufsichtsrat aufrücken. ... diese News weiterlesen!
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