ThyssenKrupp fliegt, MTU steigt auf - alle DAX-Änderungen
05.09.2019 08:01 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
Alle drei Monate überprüft die Deutsche Börse AG die Zusammensetzungen der einzelnen Aktienindizes aus der DAX-Familie. Seit Mittwochabend stehen die Ergebnisse fest: Im Leitindex der Frankfurter Aktienbörse, dem DAX, wird ThyssenKrupp weichen müssen. Überraschend ist der Abstieg des Stahltitels in den MDAX nach der Baisse der ThyssenKrupp Aktie nicht mehr. Zuletzt gab es bereits entsprechende Spekulationen. Dieser Bericht könnte Sie auch interessieren
„Die Aktien der MTU Aero Engines AG werden in den DAX-Index aufgenommen und ersetzen dort die Aktien der thyssenkrupp AG. Grundlage ist die Fast-Exit-Regel”, teilt die Deutsche Börse AG zum Wechsel der DAX-Zusammensetzung mit.
Auch in den nachgelagerten Aktienindizes gibt es Veränderungen: Neben dem DAX-Absteiger ThyssenKrupp kommt der Anteilschein der CTS Eventim AG & Co. KGaA in den MDAX. Dafür steigt die Aktie der Norma Group in den SDAX ab. Ebenso schafft es die Aktie der CompuGroup Medical SE in den MDAX, für die Deutsche Euroshop in den SDAX absteigen muss. Im SDAX kommt es zudem zu einem weiteren Wechsel: Börsenneuling Traton kommt rein, Aumann muss den SDAX verlassen.
Im TecDAX gibt es dagegen keine Veränderungen. In dem Aktienindex sind die wichtigsten Technologieaktien an der Frankfurter Börse zusammen gefasst.
Die Indexveränderungen wird die Deutsche Börse mit Wirkung zum 23. September 2019 umsetzen. Am 4. Dezember werden die Indizes erneut überprüft.ThyssenKrupp Aktie: Strategische Fehler kosten DAX-Mitgliedschaft
Es scheint kaum noch zu verhindern, dass die ThyssenKrupp Aktie in diesem Monat den DAX wird verlassen müssen. Am 4. Wird die Deutsche Börse AG ihre turnusmäßigen Neuzusammensetzungen der DAX-Indexfamilie verkünden - dann dürfte der Abstieg der Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns in den MDAX feststehen. Die Umsetzung der Indexveränderung wird dann im weiteren Monatsverlauf vonstatten gehen.
Im Management des Unternehmens wird man derzeit zwar andere Sorgen haben, doch für ThyssenKrupps Anteilschein wird dies ein weiterer Rückschlag. Bei Independent Research macht man vor allem strategische Fehlentscheidungen im Unternehmens-Management von vor über zehn Jahren für die Probleme und den drohenden DAX-Abstieg verantwortlich. Mit diesen Fehlern sei das Management auch heute noch beschäftigt. Hinzu kommen die strukturellen Herausforderungen und hohen konjunkturellen Risiken, die die Stahlbranche biete, so Independent Research.
Eine Übernahme des Stahlhändler ... diese News weiterlesen!
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