Heidelberger Druck will ausgeglichenes Ergebnis erreichen
06.08.2019 10:30 Uhr - Autor: Michael Barck auf twitter
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019/2020 ist der Umsatz von Heidelberger Druck von 541 Millionen Euro auf nur noch 502 Millionen Euro gefallen. Beim Auftragseingang ging es ebenfalls nach unten: Einem Wert von 615 Millionen Euro im abgelaufenen Jahresviertel steht ein Vorjahreswert von 665 Millionen Euro gegenüber. Auf EBITDA-Basis, bereinigt um das Restukturierungsergebnis, meldet Heidelberger Druck einen operativen Gewinnrückgang von 20 Millionen Euro auf 14 Millionen Euro. Unter dem Strich hat sich der Quartalsverlust auf 31 Millionen Euro rund verdoppelt. Beim Free Cashflow steigt das Minus von 45 Millionen Euro auf 83 Millionen Euro, zudem meldet Heidelberger Druck einen Anstieg der Nettoverschuldung von 278 Millionen Euro auf 391 Millionen Euro.
„Um sich mittel- bis langfristig deutlich unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen zu machen und den Anteil des wiederkehrenden Geschäfts entsprechend zu erhöhen, wird Heidelberg die digitale Transformation des Unternehmens und den Ausbau innovativer digitaler Geschäftsmodelle konsequent fortsetzen”, kündigt der Heidelberger Druckmaschinenkonzern am Dienstag an.
„Der gute Start in das zweite Quartal macht uns zuversichtlich, unser geplantes Geschäftsjahresvolumen zu erreichen. Zudem haben wir zahlreiche Maßnahmen zur Ergebnis- und Free Cashflow-Verbesserung eingeleitet, die sich in der zweiten Geschäftsjahreshälfte positiv bemerkbar machen werden”, sagt HeidelDruck-Chef Rainer Hundsdörfer. Investitionen stehen auf dem Prüfstand, man will 20 Millionen Euro weniger ausgeben. Zudem sollen die Kosten gesenkt werden. Unter anderem fasse man eine Flexibilisierung der Arbeitszeit beispielsweise über Zeitkonten und Kurzarbeit ins Auge.
Für das Gesamt-Geschäftsjahr rechnet Heidelberger Druck mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Dabei solle der Ausbau des Vertragsgeschäfts Einbußen an anderen Stellen kompensieren. Für das EBITDA ohne Restrukturierungsergebnis wird eine Gewinnspanne zwischen 6,5 Prozent und 7,0 Prozent erwartet. Unter dem Strich wird ein ausgeglichenes Ergebnis angepeilt. „Unser Fokus liegt kurzfristig auf der Optimierung des Networking Capital sowie dem Asset-Management“, sagte Dirk Kaliebe, Finanzvorstand bei Heidelberger Druck. „Damit werden wir unsere Verschuldung deutlich reduzieren und neben der Profitabilität auch die finanzielle Stabilität absichern.”
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