Daimler: Modell vor Überarbeitung
12.07.2019 13:50 Uhr - Autor: Johannes Stoffels auf twitter
Mit den Zahlen zum zweiten Quartal hat Daimler eine Gewinnwarnung publiziert. Erst vor wenigen Wochen hatte der Autobauer seine Ziele verringert. Aufgrund einer neuen Risikobewertung muss Daimler für Rückrufe weitere 1,0 Milliarden Euro einplanen. Auch die behördlichen und gerichtlichen Verfahren gegen Daimler können ihre Spuren in den Zahlen hinterlassen. Damit ist die modifizierte Prognose nicht länger haltbar. Die Analysten der DZ Bank bestätigen somit ihre Verkaufsempfehlung für die Aktien von Daimler. Das Kursziel für die Papiere des Autobauers liegt weiter bei 40,00 Euro. Die Experten werden ihr Modell überarbeiten und anpassen, sobald sie detaillierte Quartalszahlen haben. Dann könnten auch die Schätzungen weiter sinken. Derzeit rechnen die Experten für 2019 noch mit einem Gewinn je Aktie von 6,39 Euro, 2020 soll das Plus bei 7,07 Euro liegen. Ob diese Zahlen haltbar sind, wird sich zeigen. Dieser Bericht könnte Sie auch interessierenDaimler: Ergebnis-Absturz - was passiert mit der Aktie?
Vorläufigen Zahlen zufolge hat Daimler das zweite Quartal mit einem milliardenschweren Ergebnis-Absturz abgeschlossen. Vor Zinsen und Steuern meldet der Autobauer einen operativen Quartalsverlust von 1,6 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 2,6 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Belastet hat vor allem der 2 Milliarden Euro schwere Verlust in der Vans-Sparte. Diverse Sondereffekte spielen bei der Enticklung des operativen Verlustes auf Konzernebene eine Rolle. Zum einen hat man eine weitere Milliarde nach einer aktualisierten Risikobewertung bezüglich der Rückstellungen für einen erweiterten Rückruf von Takata-Airbags zurückgestellt. „Zusätzlich wurde das EBIT durch eine heute vorgenommene Neueinschätzung im Zusammenhang mit laufenden behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen beeinflusst, was zu einem Anstieg der erwarteten Aufwendungen um rund 1,6 Milliarden Euro führte”, so ... diese News weiterlesen!
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