Deutz: Hiller-Worte sorgen für Kursrutsch
09.07.2019 16:14 Uhr - Autor: Johannes Stoffels auf twitter
Gegenüber Medien hat Deutz-Chef Frank Hiller über die Situation in der Branche gesprochen. Er macht deutlich, dass sich die Nachfrage abkühlt. Der Kurs der Deutz-Aktie bricht in der Folge ein. Die Analysten von Kepler Cheuvreux stufen die Aktie von „kaufen“ auf „halten“ zurück. Das Kursziel sinkt um 15 Prozent von 10,00 Euro auf 8,50 Euro. Die Experten glauben nicht, dass die Prognose für 2019 korrigiert werden muss. Andere Experten hatten in diesem Zusammenhang auf den hohen Auftragsbestand verwiesen. Allerdings hinkt der Auftragseingang hinterher, das kann im kommenden Jahr Probleme verursachen. Die Aktien von Deutz verlieren heute fast 16 Prozent auf 6,815 Euro. Dieser Bericht könnte Sie auch interessierenDeutz: Ein Grund für das klare Minus
Ein Interview von Deutz-Chef Frank Hiller mit Bloomberg schlägt hohe Welle. Dort macht Hiller deutlich, dass sich die Nachfrage nach Dieselmotoren abkühlt, der Höhepunkt sei überschritten. Wirklich überraschend ist diese Aussage nicht, wenn man sich die Lage der Autoindustrie ansieht.
Trotz dieser Aussage bestätigen die Analysten von Baader die Kaufempfehlung für die Aktien von Deutz. Das Kursziel für die Papiere des Motorenherstellers sehen die Experten weiter bei 10,20 Euro.
Die Experten nehmen an ihren Schätzungen keine Änderungen vor. Sie rechnen für 2019 weiter mit einem Umsatz von 1,85 Milliarden Euro und einem Gewinn je Aktie von 0,69 Euro. Die Prognose für 2020 steht bei 1,92 Milliarden Euro bzw. 0,77 Euro je Aktie. Diese Schätzung für 2020 könnte zu optimistisch sein, wenn sich der Markt abkühlt. Die Erwartung an das laufende Jahr wird jedoch durch das Auftragsbuch von Deutz gestützt. Der Auftragsbestand liegt bei rund 500 Millionen Euro.
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