Steinhoff: Der nächste Knall – Indirekter Betrugsvorwurf gegen Ex-CEO
21.03.2018 12:53 Uhr - Autor: Johannes Stoffels auf twitter
Bei Steinhoff redet sich der ehemalige Aufsichtsratschef und Großaktionär Christo Wiese den Frust von der Seele. Dem Magazin „Capital“ hat er im südafrikanischen Kapstadt ein Interview gegeben. Dabei macht Wiese dem vormaligen Vorstandschef Markus Jooste schwere Vorwürfe. Indirekt wirft er Jooste Betrug vor. Wiese hält ein Unternehmen für sehr verwundbar, „wenn dein Management, erst recht auf hoher Ebene, einen Betrug begeht, den die Wirtschaftsprüfer nicht entdecken." Von Jooste gibt es zu den Vorwürfen keinen Kommentar, er ist derzeit nicht erreichbar. Wiese überlegt zudem, Jooste auf Schadenersatz zu verklagen. Gegenüber „Capital“ führt er aus, dass er aber zuerst warte, bis die Fakten auf dem Tisch seien. Wiese hat als früherer Großaktionär durch den Kurseinbruch bei Steinhoff einen hohen finanziellen Schaden erlitten. Die Aktien von Steinhoff notieren heute bei 0,227 Euro, das ist ein Minus von 7,3 Prozent. Im Dezember kostete die Aktie vor Bekanntwerden der ersten Vorwürfe noch mehr als 3,40 Euro. Dieser Bericht könnte Sie auch interessierenSteinhoff Aktie: Droht der Ausverkauf?
Gestern war es dann soweit: Die Steinhoff Aktie fiel auf ein neues Allzeittief. War dieses bisher bei 0,248 Euro angesiedelt, so liegt die neue Marke nun bei 0,2355 Euro. Auffällig bei der Entwicklung war, dass der Rutsch unter 0,248/0,251 Euro zunächst verhindert werden konnte, dann aber eine steile Intraday-Abwärtsbewegung folgte, als die Marke unterschritten wurde. Im weiteren Tagesverlauf konnte sich die Steinhoff Aktie zwar vom Tief etwas erholen, Rebreakversuche prallten aber an der Zone oberhalb von 0,248 Euro - nun ein Widerstand - ab. Am Mittwochmorgen sieht es nicht viel besser aus: Aktuelle Indikationen für die Steinhoff Aktie bewegen sich um 0,24/0,248 Euro nach einem gestrigen XETRA-Schlusskurs bei 0,245 Euro (-6,09 Prozent).
Neue Unsicherheiten kamen gestern von Medienberichten, dass Steinhoff seinen Anteile an der wichtigen Konzerntochter Steinhoff African Retail, kurz STAR, reduzieren könnte. Bloomberg berief sich dabei auf informierte Kreise. Ein solcher ... diese News weiterlesen!
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