Nordkorea: Sorgen vor einer erneuten Eskalation ebben ab - National-Bank
30.08.2017 09:25 Uhr - Autor: Kolumnist auf twitter
Die Kapitalmärkte in Asien zeigen es heute Morgen an: Die Sorgen vor einer weiteren Eskalation der Situation auf der koreanischen Halbinsel ebben ab, denn die Drohungen aus den USA, Südkorea und Japan in Richtung Pjöngjang haben kein neues Niveau erreicht. Dennoch werden die Investoren die Entwicklungen im Auge behalten müssen. Schließlich hat der nordkoreanische Machthaber indirekt mit weiteren Provokationen gedroht und einer diplomatischen Lösung zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage erteilt. Selbst die chinesische Regierung scheint nicht mehr in der Lage zu sein, das Regime unter Druck zu setzen. Die erneute Verurteilung der Raketentest vom UN-Sicherheitsrat wird wahrscheinlich ohne Wirkung bleiben. Dennoch besinnen sich die Anleger derzeit wieder auf andere Themen. So werden bereits die Auswirkungen des Unwetters in Texas sowie angrenzenden Regionen auf die US-Wirtschaft diskutiert. Zumindest im laufenden Quartal könnte das negative Auswirkungen auf das Wachstum in den USA haben. Genaueres wird man jedoch erst abschätzen können, wenn das Unwetter abgezogen ist und sich die Schäden genau begutachten lassen. Immerhin waren die US-Konsumenten einmal mehr sehr zuversichtlich, trotz der Probleme in Washington. Der Stimmungsindikator des Conference Boards konnte erneut leicht zulegen. Es deutet sich also an, dass die Verbraucher weiterhin ausgabenfreudig sind, so dass der private Verbrauch in den USA gut abgesichert scheint. In Europa wird man am Vormittag auf die Stimmungsindikatoren der Europäischen Kommission schauen. Sie sollten einmal mehr bestätigen, dass das Euroland auf Wachstumskurs bleibt. Auch die deutschen Preisdaten werden einiges an Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Preise dürfte im Vergleich zum Vormonat überwiegend leicht zugelegt haben. Neue Erkenntnisse für die Geldpolitik der EZB wird man jedoch nicht gewinnen können. Am Nachmittag wird der ADP-Arbeitsmarktbericht beachtet werden. Die US-Wirtschaft dürfte erneut zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen haben. Letztlich wird das am Freitag von dem „richtigen„ US-Arbeitsmarktbericht bestätigt werden. Viel interessanter ist jedoch die Entwicklung der Unterbeschäftigungsquote sowie der durchschnittlichen Stundenlöhne. Sollte es hier nämlich unerwartete Verbesserungen geben, könnten die Investoren wieder damit beginnen, Leitzinsschritte vehementer einzupreisen. Gemäß der Fed Funds Futures glauben nämlich nicht mehr viele Anleger an eine dritte Leitzinserhöhung im laufenden Jahr. Dadurch, dass die Sorgen über eine Eskalation auf der koreanischen Halbinsel abnehmen, dürfte der Bund Future schwächer in den Tag starten. Im Tagesverlauf sollte er die Verluste nicht aufholen können und sich zwischen 164,25 und 165,80 bewegen. Die Rendite der 10jährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,10 und 2,25% schwanken. Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der National-Bank AG. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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